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Das Haus in der Claremont Street

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Wie überlebt man das Undenkbare? Tom weigert sich zu sprechen, nachdem seine Eltern auf brutale Weise sterben. Seine unfreiwillig kinderlose Tante Sonya nimmt ihn auf, kommt aber nicht an den traumatisierten Jungen heran. Bald ist Tom gezwungen, erneut umzuziehen, diesmal in die Claremont Street in der Innenstadt von Toronto, in der ihm seine liebenswert-chaotische Tante Rose und sein Weltenbummler-Onkel Will ein Zuhause geben. Mit der Zeit wird Toms Schweigen zu einer mächtigen Präsenz, die es dieser zerrütteten Familie ermöglicht, einander zum ersten Mal wirklich zu hören. Ein Roman darüber, wie mit viel Humor und Liebe selbst aus den schlimmst möglichen Umständen etwas Positives erwachsen kann.

368 pages, Hardcover

Published September 10, 2020

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Community Reviews

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3 (6%)
1 star
1 (2%)
Displaying 1 - 17 of 17 reviews
Profile Image for Alexa.
187 reviews17 followers
January 6, 2021
Eine bewegende Familiengeschichte und eine schöne Sprache. Mir hat das Buch gut gefallen und ich würde gerne mehr von dieser Autorin lesen.
Profile Image for Marie.
210 reviews
September 11, 2020
In ihrem Romandebüt erzählt die Filmemacherin und Schriftstellerin Wiebke von Carolsfeld von dem neunjährigen Tom, dessen Eltern zu Tode kommen. Sonya, die Schwester seiner Mutter, nimmt ihn bei sich auf. Doch der traumatisierte Junge spricht nicht und Sonya scheint ihn nicht zu erreichen. Tom muss erneut umziehen, zu Rose und Will, den anderen beiden Geschwistern seiner Mutter.

Obwohl mir das Thema dieses Familiendramas gefallen hat, hat die Umsetzung mich einfach nicht überzeugt. Über einen Zeitraum von 10 Monaten wird in einem für meinen Geschmack zu nüchternen Stil beschrieben, wie Tom das Geschehene hinter sich lässt und dabei auch seine Tanten und seinen Onkel miteinander versöhnt. Teilweise bekommt man Einblicke in Toms Sicht auf die Dinge und wenn dann Sätze kommen wie "Er wollte nach Hause. Er wollte, dass man ihn in Ruhe ließ. Er wollte, dass die ganze Welt in Flammen aufging" ist seine Verzweiflung und Trauer deutlich zu spüren. Leider hatte ich beim Lesen weniger solcher Momente.

Bedauerlich fand ich auch, dass die Beschreibung von Toms Leben vor dem Drama zu kurz geraten ist. Wie ist es zu der Tragödie gekommen? Hier und da tauchen innerhalb der Geschichte zwar Andeutungen auf, aber mir waren diese zu kurz.

Zu den bereits genannten Punkten kommt, dass ich leider keine der Personen sympathisch oder interessant fand. Sonya war mir zu herrisch und perfektionistisch, ihre Geschwister Rose und Will waren allerdings das genaue Gegenteil, was sie auch nicht sympathischer machte. Am meisten hat mir noch Roses Sohn Nick gefallen, der sogar Toms Schweigen einfach hingenommen hat und meist nur gelassen darauf reagierte.

Der Hauptpunkt, warum mir Das Haus in der Claremont Street nicht gefallen hat, war aber, wie erwähnt, dass es so nüchtern erzählt ist. Ich mag keine Werke, die allzu kitschig oder melodramatisch daherkommen, aber in diesem Buch fand ich den Ton bis auf sehr wenige Ausnahmen sehr kühl. Ein wenig mehr Emotionen hätten dem Buch gutgetan.

Fazit: Ein nüchtern erzähltes Familiendrama, das mich leider nicht überzeugen konnte.
Profile Image for James  Fisher.
649 reviews54 followers
August 29, 2019
A very convincing and a very gratifying read. Family, trust, failures and regrets, and underneath it all, a young boy who was spared being part of a family murder-suicide. A laudable first book!
Full review here: http://bit.ly/ClaremontReview
2,414 reviews14 followers
September 10, 2020
Zum Inhalt:
Der zehnjährige Tom verstummt als seine Eltern auf brutale Weise sterben. Seine Tante Sonya nimmt ihn auf, kann aber nicht zu ihm vordringen. So zieht er erneut um zu seiner Tante Rose. Auch hier schweigt Tom. Aber genau dieses Schweigen bringt die Familie dazu, wieder zu hören, zuzuhören. Eine Geschichte, die zeigt, dass auch traumatische Ereignisse etwas Gutes haben können.
Meine Meinung:
Dieses Buch ist richtig toll, es erzählt eine Geschichte, die nicht viel tragischer sein könnte, denn alle Familienmitglieder leiden auf die ein oder andere Art, Tom sicherlich am meisten. Dennoch ist die Stimmung der Geschichte nicht düster, sondern durchaus positiv, zumindest was das Ende angeht. Auch Tom wird nach und nach aus dem Tal geholt und alle anderen gewinnen am Ende mehr als man hätte erwarten können. Der Schreibstil ist sehr gut und hat mir Freude gemacht beim Lesen. Klare Leseempfehlung.
Fazit:
Sehr gelungene und berührende Geschichte
234 reviews
September 21, 2020
Inhalt:
Der 9jährige Tom muss mit anhören, wie sein Vater erst seine Mutter und dann sich selbst tötet. Seine kinderlose Tante Sonja nimmt ihn bei sich auf, doch Tom ist schwer traumatisiert und weigert sich zu sprechen. Egal was Sonja versucht, sie kommt nicht an Tom heran und ist mit der Situation überfordert. Kurzerhand gibt sie den Jungen zu ihrer Schwester Rose in die Claremont Street. Die chaotische Tante Rose, ihr pubertierender Sohn Nick und der kindsköpfige Onkel Will sind eigentlich schon mit ihrem eigenen Leben vollkommen überfordert. Trotzdem versuchen sie Tom ein liebevolles neues Zuhause zu geben. Doch dabei müssen sie erkennen, wie wichtig und bedeutend Familie und Zusammenhalt sind und dass sie diese schwere Zeit nur gemeinsam durchstehen können.

Meine Meinung:
Dass es sich bei "Das Haus in der Claremont Street" um das Debüt der deutsch-kanadischen Autorin Wiebke von Carolsfeld handelt, merkt man beim Lesen des Buches nicht. Eindringlich und gefühlvoll erzählt die Autorin, wie eine schreckliche Tragödie Toms Leben und das seiner Familie von einen Tag auf den nächsten vollkommen auf den Kopf stellt.

Schon die ersten Seiten des Buches haben es in sich und zeigen, dass man es hier nicht mit einem locker-leichten Wohlfühlroman zu tun hat. Die Geschichte wird abwechselnd aus Sicht von Tom, den drei Geschwistern Sonya, Rose und Will sowie Roses Sohn Nick erzählt, wodurch der Leser einen umfassenden Einblick in die Gedanken und Gefühlswelt der sehr unterschiedlichen Familienmitglieder bekommt. Obwohl sie eine Familie sind, gibt es keinen großen familiären Zusammenhalt, stattdessen sind unausgesprochener Groll und Konflikte an der Tagesordnung. Jeder einzelne von ihnen ist bereits seit längerem viel zu sehr mit sich und seinen eigenen Problemen beschäftigt und kämpft nun auch noch mit Trauer und Selbstvorwürfen, sodass er dabei die Anderen und deren Sorgen und Nöte vollkommen aus den Augen verloren hat und sie sich immer mehr von einander entfremdet haben. Die gemeinsame Sorge um Tom zwingt sie schließlich dazu, sich mit sich selbst und ihrer Familie auseinanderzusetzen und sich zusammenzuraufen, denn nur gemeinsam können sie sich über den schweren Verlust hinweghelfen und Tom ein neues liebevolles Zuhause bieten.

Die Familienmitglieder sind auf ihre jeweilige Art und Weise sehr liebenswert und sympathisch. Deshalb kann man sich sehr gut in sie hineinversetzen und mitfühlen. Mir haben besonders die chaotische Rose, ihr Sohn Nick und Will, der einfach nicht erwachsen werden will, gefallen und mich - trotz der sehr bedrückenden, traurigen Stimmung - mit ihrer humorvollen Art immer mal wieder zum Lächeln gebracht. Trotzdem hat mir irgendwie das gewisse Etwas, das dieses Buch zu etwas ganz besonderem macht, gefehlt und die bereit gelegten Taschentücher blieben trocken. Daher gibt es von mir "nur" 4,5 Sterne.

Fazit:
Eindringliche und gefühlvolle Geschichte über eine zerrüttete Familie, die in einer ihrer wohl schwersten Stunden erkennen muss, was wirklich wichtig ist im Leben.
Profile Image for Michael.
426 reviews22 followers
September 2, 2019
Claremont is a tough book, and it's a tough book for me to review because I know Wiebke very well, and admire her for her many talents. And while there was a whole lot I really found compelling and powerful in this novel, I found it a bumpy ride that left me pondering certain decisions at times.

Wiebke explores some important themes in her debut novel, through the lens of a harrowing, almost incomprehensible act of violence that sends the lives of an entire family spinning out of control. Control being an operative word, especially for Tom, the nine-year-old boy whose mother is murdered by his father in an act of rage, and whose father then kills himself. All while Tom is in the next room. Tom's mother, Mona, leaves behind Tom, as well as two sisters and a brother, all of whom feel complicit in this violent ending through their lack of action, or their introduction of the destructive Russell into the family.

Sonya, the oldest sister, is responsible, thoughtful, judgmental, and would give anything to be a mother. Rose, on the other hand, is a bit of a wild-girl-grown-up, a single mom with a teenaged son, and a habit of making poor decisions. Of course, where poor decisions are concerned, younger brother Will is an irresponsible drifter who at 30ish just doesn't want to grow up. None of them seems particularly suited to take care of Tom when he finds himself orphaned, and all of them are reeling at the death of their sister as well. How this family manages to get through this harrowing period makes propels Claremont along.

And like I said, there's a lot to like about Claremont. Wiebke is a skilled writer, moving the plot forward briskly with unsentimental, yet non-judgmental prose. She doesn't pull any punches, and exposes these characters in all their anguish and flawed misery, making poor decision after poor decision. In fact, that's what made some of Claremont so difficult. It was so damned hard to like any of the characters. We could sympathize, for sure, but I really just wanted someone to make a good decision and stick with it.

At times the narrative seemed to veer away from the core story to focus on other characters that didn't seem as important, but as the book moved forward, everyone came together again and proved the need for their presence throughout. Ultimately, despite a few bumps, I enjoyed Claremont quite a bit, and if your up for a pretty tough family drama, I urge you to give it a try.
Profile Image for Katja.
374 reviews2 followers
May 4, 2022
Das Cover ist recht schön gestaltet, der Junge könnte für Tom stehen, aber an sich ist es ein ruhiges Cover, was wirklich ansprechend ist, kein Coverhighlight zwar, aber trotzdem ein nettes Cover.
Tom musste miterleben, wie seine Eltern umgebracht werden, was ihn hat verstummen lassen. Neben der Trauer, die der Verlust auslöst, muss Tom sich auch noch mit einem Wechsel der Umgebung anfreunden, der ihn zudem noch mehr verunsichert, weil seine Verwandten, die ihn aufnehmen, auch keine einfachen Charaktere sind. Nach einem erneuten Umzug scheint es aber so, dass sich die Familie im Kompletten mehr aufeinander einlassen kann...
Man merkt, wie zersplittert die Familie vor dem Unglücksfall war und wie schwer und auch sprachlos nicht nur Tom sondern auch alle anderen in der Familie sind, ein sehr bewegendes Thema. Wiebke von Carolsfeld versucht aber die grossen Emotionen sehr gut zu verpacken. Man merkt aber schon auf den ersten Seiten des Romans, dass es hier nicht um einen Wohlfühlroman geht.
Wiebke von Carolsfeld schneidet in ihrem Roman viele grosse Themen an, natürlich geht es um Familie, Zusammenhalt, aber auch eben um Verlust und Trauer. Trotz des wirklichen Knall zu Beginn des Buches schafft es die Autorin leider nicht, eine echten Spannungsbogen zu kreieren, was manchmal im Buch zu einigen Längen führt, die man vielleicht hätte anders nutzen können.
Wiebke von Carolsfeld hat einen sehr emotionalen Schreibstil, sie schildert das Geschehen auch aus verschiedenen Perspektiven, was dem Leser, der den Roman als Beobachter erlebt, viel Einblick in die Gefühlswelt von den Charakteren bekommt. Die Autorin zeichnet in dem Roman sehr individuelle, aber gleichzeitig auch authentische Figuren, die man in ihrem Handeln sehr gut nachvollziehen kann.

Fazit:
"Das Haus in der Claremont Street" ist das Debüt von Wiebke von Carolsfeld und ist definitiv kein Buch, was man eben mal so weg liest, man sollte sich komplett auf das Buch einlassen und sich dann auch allen Emotionen gegenüber offen zeigen. Man begegnet einer sehr emotionalen Geschichte, die viel Stoff zum Nachdenken mit auf den Weg gibt, die aber sehr viele Themen anschneidet und es dann nicht schafft, sie komplett aufzulösen, was ein bisschen schade ist.
Profile Image for Dani_liest.
453 reviews29 followers
September 9, 2020
Toms Welt bricht zusammen, als sein Vater seine Mutter umbringt und sich anschließend das Leben nimmt. Der 9-jährige zieht sich völlig in sein Schneckenhaus zurück, reagiert kaum auf seine Außenwelt und und hört auf zu sprechen.
Toms Mutter Mona hatte sich von ihrer Familie entfremdet, vermutlich, um die Misshandlungen ihres Manns zu vertuschen. Deswegen hat er zu seiner Verwandtschaft, die sich künftig um ihn kümmern soll, keine enge Bindung.
Hier haben wir Sonya, die unter ihrem unerfüllten Kinderwunsch leidet, die alleinerziehende Rosa, die in fast schon messieartigen Zuständen lebt und den Weltenbummler Will, der eher wie ein großes Kind als ein Erwachsener wirkt.
„Das Haus in der Claremont Street“ wird als viel gelobtes Debüt beworben. So eine Aussage weckt bei mir die Erwartung auf ein ganz besonderes Buch – die habe ich leider nicht bekommen.
Wiebke von Carolsfeld schreibt durchaus angenehm und bildhaft aber mir fehlte Tiefgang oder etwas, dass mich berührt. Die Geschichte beginnt mit der schrecklichen Tat, danach dümpelt sie ziellos vor sich hin. Wir begleiten die dysfunktionale Familie über mehrere Monate. Auf die verstorbene Mona wird nicht näher eingegangen. Die Geschwister erwähnen das Unglück zwar ab und an aber letztendlich ist es für sie nur ein weiterer Stolperstein in ihrem beschwerlichen Leben. Jeder macht einfach weiter und und regt sich über die selben Dinge auf, wie bevor.
Ich hätte gerne mehr mit Tom mitgelitten, aber er wird so blass dargestellt, dass ich ihn nicht wirklich greifen konnte. Seine psychischen Probleme werden einfach hingenommen und lösen sich letztendlich in Wohlgefallen auf. Dies ist sehr simpel.
„Das Haus in der Claremont Street“ ist weder langweilig, noch spannend. Es wird ohne Höhepunkte erzählt und der Stil ist sehr ruhig und unaufgeregt. Ich musste mich durch den Roman zwar nicht quälen, aber er gab mir auch keinen Anreiz darin zu lesen. Es ist eine Geschichte, die einen berieselt wie ein Fernseher im Hintergrund. So bald man das Buch beendet hat, hat man es auch schon wieder vergessen.
1,108 reviews9 followers
March 26, 2021
Toms Eltern sterben auf schreckliche Weise, er verliert dadurch seine Sprache. Seine Tante wird sein Vormund.
Wie würde ich reagieren wenn diese schreckliche Tat in meiner Familie passieren würde. Mit Sicherheit hätte ich genau so viele Schuldgefühle wie die Geschwister. Ich würde auch auf Biegen und Brechen mich um das Kind kümmern wollen. Aber genauso würde ich wahrscheinlich verzweifeln.
Das ist es, was das Buch so faszinierend macht, als Leser ist man jede Sekunde mittendrin im Geschehen, man kann fast schon vorhersehen was als Nächstes geschieht. Denn alles ist so folgerichtig. Die Schuld, das Versagen, die Verzweiflung und letztendlich die Hoffnung.
Rational weiß jeder, es hat keiner Schuld außer der Täter. Man weiß wenn die Frau sich nicht aus dieser Spirale lösen kann, ist es schwer zu helfen. Das traumatisierte Kind braucht viel Zeit um zu heilen und sehr starke Menschen um sich herum.
Aber erstmal sind alle verletzt, alle müssen heilen, erst dann können sie zusammen als Familie dem Kind helfen.
Genau das erzählt das Buch, wie die Geschwister die bisher mehr oder weniger nebeneinander gelebt haben, durch den schrecklichen Tod der Schwester und die Aufgabe dem verstummten Jungen die Sprache und eine Familie wieder zugeben, zueinander finden und sich selber eine neue Position im Leben erarbeiten .
Jedes Familienmitglied kommt zu Wort, Alle erleben das Gleiche, haben die gleichen Gefühle nur sie gehen unterschiedlich damit um. Dieser Roman kann irgendwo so passiert sein, das macht ihn wertvoll, denn eine Phantasie die man sich vorstellen kann aber nicht als gegeben nehmen muss ist einfach großartig.
Profile Image for Inge H..
512 reviews11 followers
September 10, 2020
Tragische Kindheit
Die deutsche Schriftstellerin Wiebke von Carolsfeld lebt in Montreal.
Ihren Roman Das Haus in der Claremont Street hat sie in Toronto spielen lassen.

Es fängt gleich traurig an. Toms Eltern streiten sich immer wieder. Dann findet er seine tote Mutter und sein Vater bringt sich auch noch um. Das ist zu viel für den Jungen, er gibt sich auch noch die Schuld daran. Er hat nicht aufgepasst. Ihm bleibt buchstäblich das Wort im Hals stecken.
Das Trauma Toms hat die Autorin mit Gefühl beschrieben.
Sie lässt auch die beiden Tanten und den Onkel zu Wort kommen, da gibt es auch viel zu verbessern. Auch Tanten fühlen sich schuldbewusst, warum haben sie ihrer Schwester nicht mehr bei gestanden.
Der Umgang mit dem 9jährigen Tom führt sie auch an ihre Grenzen.

Das Buch ist einfühlsam gemacht, berührt eine Tragödie, lässt sich aber gut lesen.
Profile Image for Henrike.
262 reviews
September 11, 2020
All.The.Feels.

Es gibt selten Bücher, die mich mit voller Wucht treffen - dieses ist aber genau so eins. Die Geschichte von Tom, der mit ansehen musste, wie seine Mutter (nach häuslicher Gewalt durch Toms Vater) starb und seitdem nicht mehr spricht, sowie den 3 Geschwistern seiner Mutter hat mich zutiefst berührt.

Die Probleme unter den Geschwistern, der psychologische Aspekt des selektiven Mutismus nach Trauma, die Rückblicke, Toms Sicht auf die Dinge: die Autorin schafft es, Wörter und Sätze in meinem Kopf zu Bildern werden zu lassen. Beim Lesen sah ich Tom mit Will (nach einer Therapiestunde) wie einen Filmausschnitt lebhaft vor mir, genau wie die Szene im Park mit Nick, den Streit zwischen Sonya und Rose und, und, und.

Ein Buch vom Überleben, das die Zerbrechlichkeit von Familienstrukturen thematisiert und Empathie statt Mitleid auslöst. Starker Debütroman.
1 review
December 14, 2019
I know Wiebke von Carolsfeld as a fellow independent filmmaker based in Montreal. As a feature director and editor Wiebke is recognized for creating powerful cinematic stories. So I was delighted to learn about her first novel Claremont.
Set in modern day Toronto we are immersed in the lives of a "fractured family brought together by catastrophe and trauma". A young boy's parents meet a terrible fate...he starts a new life with his late mother's siblings, each one struggling in their own lives.
As serious as the premise is, the book is neither heavy or disheartening. The strong characters butt against one another, yet find love and comfort too. Violence, druggery, anger and jealousy are redeemed by miracles, large and small. Bravo Wiebke! Proud to know you.
1 review1 follower
December 3, 2019
Claremont is my current bedside table/bath-time read and I have to say that it's so enjoyable to "watch" this story unfold. Wiebke Von Carolsfeld has a talent for making these characters and their individual stories jump off the page. While there is a basis of tragedy where the novel starts off from, it's far from being a sad story -it's vivid, hopeful and really, a lovely read.
1 review
December 16, 2019
As an accomplished film director, I was already a fan of Wiebke von Carolsfeld's award-winning movies, so naturally I was intrigued to read her first novel. It did not disappoint! "Claremont" is a beautifully and sensitively written story that begins with a horrifying family trauma whose survivors must navigate through an uncertain, unpredictable, often awkward aftermath. The characters' imperfections are also their strengths, and their relationships to each other are a testament to the strange and unexpected ways that love can guide you through the unthinkable to a new version of family. I really loved this book.
Profile Image for Sara Ha.
68 reviews3 followers
March 1, 2021
Bestes Buch bisher dieses Jahr. Hat mich richtig abgeholt und ich hab's an einem Tag weggelesen. Aber ich liebe halt auch gute Familiengeschichten!
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