Vor vier Jahrzehnten machte sich "Captain Future" in seinem Überlichtraumschiff Comet in Deutschland auf den Weg, um die Galaxie vor machtgierigen Verbrechern und den Feinden der Freiheit zu schützen. Doch gibt es keinen Captain ohne Crew! So waren das lebende Gehirn, Professor Simon Wright und die Androiden Otto und Grag mit ihren niedlichen außerirdischen Haustieren Yiek und Oak stets mit an Bord. Die Planetenpolizistin Joan Landor, Ezella Garnie und der kleine Ken Scott begleiteten den Zauberer der Wissenschaften ebenfalls auf seinen spektakulären Abenteuern.
2020 feiern wir den vierzigsten Geburtstag der Serie in Deutschland und noch immer ist die Strahlkraft des Zauberers der Wissenschaften und seiner Freunde ungebrochen. Welchen schöneren Anlass für ein Buch über den rothaarigen Helden der Galaxie könnte es also geben? Und hier ist es nun – das erste und einzige Sachbuch, das sich ausführlich mit der Zeichentrickserie "Captain Future" befasst.
Hintergründe, Fakten, Interviews, Rezensionen aller Episoden und Funfacts für Nerds. "Es lebe Captain Future" beinhaltet alles, was es über die Serie, seine Geschichte und ihr Nachleben zu wissen gibt.
Erinnern Sie sich mit den Autoren Reinhard Prahl und Thorsten Walch und lassen Sie sich zurück in eine Zeit entführen, in der das Fernsehprogramm lediglich aus drei Sendern bestand und Eltern argwöhnisch darüber wachten, was ihre Kleinen im Kinderprogramm der öffentlich-rechtlichen Sender zu sehen bekamen. Eine Zeit, die in vielen von uns das Fernweh nach fremden Planeten und weit entfernten Galaxien auslöste, weil ein rechtschaffender Raumschiff-Captain Woche für Woche die Bildschirme und Herzen seines Publikums eroberte. Es lebe Captain Future!
Ich muss sagen, dass bei mir der Captain Future Kult an mir damals vorbeigelaufen ist, vieleicht lag das daran, dass ich einige CF-Romane von Edmund Hamilton bereits gelesen habe, bevor es cool wurde als die gleichnamige Zeichentrickserie über unsere Bildschirme flimmerte. Dennoch blieb bei mir immerhin der Soundtrack von Christian Bruhns hängen, ich durfte ihn sogar persönlich kennenlernen bei einem der legendären SF-Tage NRW in Dortmund, so wurde bei mir immerhin der Kult offenbar. Mit dem Umfang von rund 250 Seiten plus Anhang beinhaltet das Sachbuch eine Fülle von Informationen rund um diesen Helden und seine Begleiter. Die Gestaltung ist übersichtlich und gliedert sich in fünf größere Themenbereiche, die TV-Serie, die Hörspiele, Romane, Wissenswertes für Nerds und die so bezeichneten „Nachwirkungen“, welche das CF Merchandising und nachfolgende erfolgreiche Zeichentrickserien behandeln. Eine Prolog über den SF-Autor und Erfinder des Captain Future, Edmund Hamilton, am Anfang klärt auch den Begriff "Space Opera", den Werdegang von Space Opera-Autoren wie E.E. "Doc" Smith und eben Edmund Hamilton wird ebenso geschildert. Natürlich liegt der Schwerpunkt des Buches auf Captain Future, so kann man den Artikel über Space Operas m.E. eher als trivial abtun, man kann nicht erwarten, dass man den Begriff literaturwissenschaftlich unter die Lupe nimmt, das würde das Thema sprengen. In diesem Buch haben zwei CF-Fans ein umfangreiches und informatives Buch über ihre Lieblings-Serie abgeliefert, das jedoch m.E. eher fannisch zu betrachten ist. Viel Wissenswertes für CF-Nerds, viele Fakten für Fachsimpeleien werden geboten. Ebenso gelungen sind die vielen Funfacts, welche verschiedene Aspekte im Future-Universum auf Plausibilität überprüfen. Insgesamt habe ich viel über die ganze Bandbreite des Captain Future erfahren, allerdings fehlte mir einige visuelle Leckerbissen, es gibt kein einziges Foto, das den Mythos CF illustriert, das fand ich schon relativ unangenehm für ein solches Sachbuch, was mir aber eher ein Schmunzeln ins Gesicht zauberte war der Verlags-Name auf dem Cover "in Farbe und Bunt", es gibt außer Schwarz und Weiß überhaupt keine Farbe in diesem Werk, um nicht zu sagen; es war farblos !