Jump to ratings and reviews
Rate this book

Ulrich Greiners Leseverführer : eine Gebrauchsanweisung zum Lesen schöner Literatur

Rate this book
Rare Book

214 pages, Hardcover

First published January 1, 2005

Loading...
Loading...

About the author

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
0 (0%)
4 stars
2 (25%)
3 stars
3 (37%)
2 stars
3 (37%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for mos.
1,146 reviews34 followers
June 28, 2023
„Um Romane soll es im Folgenden hauptsächlich gehen, um erzählende Literatur und um die besten Wege dorthin. Den einen und einzigen Weg gibt es nicht, denn letztlich geht jeder Leser einen anderen.“ (Zitat Seite 10)

Inhalt
„Eine Gebrauchsanweisung zum Lesen schöner Literatur“ nennt Ulrich Greiner sein unterhaltsames Buch, in dem er seine persönlichen Leseerfahrungen mit uns teilt. Es sind Fragen, die sich Lesende manchmal stellen, die keine Literaturprofis wie Germanisten oder Bibliothekare sind.

Umsetzung
In neun Kapiteln schreibt Ulrich Greiner über Themen wie die Frage, warum wir lesen, wie viel man gelesen haben muss, über Fiktion und möglichen Realitätsbezug, über literarische Helden, über Erzählperspektiven, über Anfänge und ungewöhnliche Romane, die ihren eigenen Regeln folgen. An das Ende der einzelnen Kapitel, mit Ausnahme des zehnten Kapitels, setzt der Autor einen eigenen Abschnitt, den der Pause nennt, in welcher er das jeweilige Thema aus einer anderen Sicht, jeweils beginnend mit einer Frage, beleuchtet. Viele erklärende Beispiele, kurze Ausschnitte aus Werken, zeitlich gesehen, von Wolfram von Eschenbach bis Juli Zeh, aus deutschsprachiger und fremdsprachiger Literatur, ergänzen die jeweiligen Themen. Dem zehnten Kapitel, in welchem einige der besprochenen Bücher zusammenfassend unterschiedlichen Kategorien und zusätzlich drei Schwierigkeitsgraden zugeordnet werden, folgt ein Anhang mit Internet-Adressen zum Thema und einer alphabetisch nach dem Namen der Autoren geordneten Liste der Autoren und Werke.

Fazit
Ein unterhaltsam geschriebener Streifzug durch die Welt der erzählenden Literatur und des Lesens derselben.
271 reviews
September 28, 2024
Normalerweise mag ich solche Bücher über das Lesen sehr gerne. Einige interessante Aspekte und 1-2 Lesetipps konnte ich auch aus dem Buch mitnehmen. Es ist in Kapitel aufgeteilt, wobei jedes aus dem eigentlichen Kapitel und einem kürzeren Text über dieses Thema, sogenannten "Pausen" befasst. Diese Pausen haben mir am besten gefallen. An den teilweise sehr langen und für mich trockenen und ermüdenden Kapiteln vorher hat meiner Meinung nach nur Spaß, wer sich mit Literaturwissenschaften befasst oder daran Interesse hat. Ich persönlich lese Bücher einfach, weil mir die Geschichten gefallen und ich in ihnen eintauchen kann. Auf solche Leser schaut der Autor aber fast schon herab, kann man sagen. Er sagt zum Beispiel, dass man zwar ein Buch mögen kann, aber diese Empfindung nur eine solche ist und keinesfalls ein Werturteil über das Buch abgeben kann! Ich interpretiere das so: alle, die sich nicht literaturwissenschaftlich mit Texten auseinandersetzten, sind gar nicht gefugt und in der Lage ein Buch zu bewerten. Was auf bestimmt, schätze ich 95-99% der Nutzer dieser und vieler anderer Nutzer auf Portalen zutrifft. Seien es nur Seiten wie goodreads, bookstagramm, booktube oder booktok. Diese "hohe Ross Attidüten" sind es, die mir solche Literaturwissenschaftler und Kritiker alá Reich-Ranicki, Scheck und vielen, die im Feuilleton Bereich tätig sind sehr unsympathisch machen. So nach dem Motto: "Du findest den Klassiker (z. B. 'Die Leiden des jungen Werther') schrecklich (weil dir Werther mit seiner ständigen Jammerei auf die Nerven geht)? Dann bist du nur zu blöd und dumm und hast das Buch nicht verstanden!"
Der zweite negative Punkt in diesem Buch war, dass der Autor sehr in Gender Klischees gefangen ist. Ich bin bestimmt keine Frau, die auf gendern in der Sprache besteht! Ansonsten hätte mich wohl seine Aussage im Vorwort, er würde im Buch nur von dem Leser als Allgemeinheit ausgehen und sich eindeutig gegen das Gendern ausspricht, schon gestört. Aber wenn ich im letzten Kapitel lese, Zitat: "...Um dem Leser (jetzt dem männlichen), der die Schilderung von Abenteuern zu Wasser und zu Land liebt;..." dann geht mir wirklich die Hutschnur hoch! Darf eine weibliche Leserin keine Abenteuerromane lesen und lieben???

Profile Image for Inga.
1,655 reviews64 followers
January 19, 2013
"Was geschieht mit uns, wenn wir lesen, und warum tun wir es so gern? Muss man alles zu Ende lesen und was sollte man wirklich über den Autor wissen? Und wo liest man was am besten?"

Fragen, die auf dem Klappentext von Ulrich Greiners Leseverführer - eine Gebrauchsanweisung zum Lesen schöner Literatur verzeichnet sind.
Greiner ist Literaturwissenschaftler und das merkt man auch.
In zehn Kapiteln greift er verschiedene Aspekte von Literatur auf und versucht sie dem Leser zu erklären. Da wäre beispielsweise das Verhältnis von Erfundenem und Wahrheit, die Protagonisten/Helden, Romananfänge oder Erzählperspektiven. Dies verknüpft er mit der Bedeutung, die diese Aspekte auf das Lesen und den Leser haben können. Gemixt mit einer kleinen Auswahl von Beispielromanen mit Zitaten und Inhaltszusammenfassungen ergibt das etwa 200 Seiten Buch.
Die ersten Kapitel fielen mir recht leicht, sie waren unterhaltsam und in leichtem Ton geschrieben, später driftet er zunehmend in literturwissenschaftlichen Jargon ab, den ich allzu gut kenne. Das macht selten Spaß zu lesen. Und um den Spaß ging es Greiner eigentlich, so auch der Titel, Verführen zum Lesen...
Nein, irgendwie hakt dieses Buch, denn wer gern und viel liest, der kennt die Botschaft längst: Finde deinen eigenen Leseweg, lies was Freude macht, stelle dich ab und an einer Herausforderung und suche dir neue Autoren, Genre und Schreibstile. Wer nicht liest, dem wird dieses Buch ganz gewiss nicht dabei helfen, ein eifriger oder besserer (geht das?) Leser zu werden.
Ich glaube, eine gewisse Überheblichkeit scheint durch das ganze Buch hindurch (das geht mir übrigens auch beim Lesen der ZEIT oft so, deren Literaturressort Greiner leitet, aber das nur am Rande). Die genannten Werke sind häufig eher Beispiele komplexer/gehobener Literatur, einige davon habe ich gelesen, weil sie zur Weltliteratur, wie man so schön sagt, zählen, aber Spaß hat das im ersten Sinne meistens nicht gemacht, auch wenn man hinterher stolz auf die bewältigte Aufgabe blickte und bestenfalls auch ein paar neue Eindrücke und mehr Wissen über einen berühmten Autor und sein Werk mitnahm.
Die Frage, die sich mir nach der Lektüre dieses Buches stellt, ist jedenfalls eher die nach dem hohen Anspruch an Literatur und ob man diesem gerecht werden muss, um ein glücklicher Leser zu sein. Ich glaube nicht. Oben genannte Fragen fühle ich wenig beantwortet - aber vermutlich wurde hier auf dem Klappentext aus Werbezwecken ein wenig simplizifiert...

Ulrich Greiner: Ulrich Greiners Leseverführer - eine Gebrauchsanweisung zum Lesen schöner Literatur. Beck, München 2005.
Displaying 1 - 3 of 3 reviews