Eine Dame mit leichtem deutschen Akzent unterrichtet Achtsamkeit in New York City: wie man bewusst atmet, den Körper erspürt und den Stress der Großstadt überlebt. Ihr Studio ist ein Geheimtipp für Sängerinnen, Tänzerinnen und verkrampfte Büromenschen. Ihre Schülerinnen meinen, sie sei ganz und gar entspannt. Aber ihre eigene, schmerzhafte Vergangenheit hält sie vor ihnen geheim. Die Atemlehrerin erzählt die berührende Geschichte der Carola Joseph. Die Gymnastiklehrerin, 1901 geboren, lebt, arbeitet, forscht in Berlin, heiratet, heißt nun Carola Spitz und verlässt die Stadt erst, als es fast schon zu spät ist. Sie wird zu einem jüdischen Flüchtling unter Zehntausenden, etabliert sich als »Carola Speads« in Manhattan und lehrt, als sie 97 Jahre alt ist, noch immer in ihrem Studio am Central Park. Christoph Ribbat verknüpft eine Biografie aus nächster Nähe mit der Geschichte von Atemübungen und Gymnastikexperimenten im 20. Jahrhundert. Aus dem Nachlass einer nahezu unbekannten Emigrantin entsteht eine fesselnde Familien- und Kulturgeschichte. Wer sie liest, wird selbst beginnen, ganz bewusst Luft zu holen. Das – sagt Carola Spitz/Speads – macht glücklich.
Ein wunderbares Buch über eine spannende Lehrerin, über die deutsche Geschichte und über amerikanische Einwander*innen. Ein Lehrbuch und eine fesselnde (wahre) Story... ich habe viel gelernt über die Vor- und Kriegsgeschichte. Auch wenn der Schluss etwas schwach ist, kann ich dieses Buch allen wärmstens empfehlen.
Schwer zu beschreibender, sehr unemotionaler, und dadurch leider sehr langweiliger Stil. Als würde es gleichzeitig die gesamte Entwicklung von Gymnastik, Atmung, Geflüchteter Ehemals-Reicher in Amerika und die persönliche Geschichte der Protagonistin erzählen wollen. Könnten alles spannende Themen sein. Aber so jedenfalls nicht.