Wieder mal ein gelungener Roman mit viel typisch bayrischem Witz. Die Geschichte um die beiden Hauptprotagonisten Hansi Scharnagl und Sepp Müller kann den Leser auch dieses Mal wieder mit enormen Charme um den Finger wickeln. In der Geschichte finden sich nicht nur bodenständige Menschen oder kleine Geheimnisse innerhalb der Gemeinde sondern dieses Mal auch viele Neuigkeiten um Sepp. Der spannende Krimi Teil geht auch wie bei den bisherigen Teilen auch wieder Hand in Hand mit den persönlichen Geschichten der Protagonisten. Im Prinzip geht es ja nicht wirklich um den kriminalistischen Aspekt, vielmehr geht es um die Menschen und ihre Geschichten in dem Buch. Es liest sich einfach locker und leicht, als Leser bekommt man das Gefühl, mitten im Geschehen der kleinen Gemeinde zu stehen. Wie gesagt, es geht nicht vorrangig um den Mord bzw. die Morde an sich, vielmehr um die Gegebenheiten in der Gemeinde, den persönlichen Geschichten der Akteure, ihre Geheimnisse, ihre Wünsche und ihre Träume. Das einzige (meinerseits persönliche Manko) findest sich darin, dass das Ende der Geschichte für einige der Akteure dann doch schon etwas sehr in der Zukunft vor greift. Ich stelle es mir schwer vor hier dann noch einen weiteren Teil zu verfassen.