Paris 1914. Der Erste Weltkrieg ist ausgebrochen, und die Stadt befindet sich im Ausnahmezustand. Immer mehr Frauen erledigen die notwendigen Alltagsarbeiten, alle kampffähigen Männer werden rekrutiert. Als auch Kommissar Raymond Février den gefürchteten Mobilmachungsbescheid erhält, sieht er nur eine Möglichkeit, dem sicheren Tod zu entkommen: Er muss eine Frau werden. Mit Unterrock und Perücke verwandelt er sich in die emanzipierte Loulou Chandeleur und beginnt, als Assistentin der jungen Privatdetektivin Cecily Barnett zu arbeiten. Gleich beim ersten Fall handelt es sich um eine Lösegeldforderung an die wohlhabende Baronin Schlésinger, die Schutzgeld für ihren Sohn Paul zahlen muss, wenn nicht unschuldige Menschen ermordet werden sollen. Und noch während die Detektivinnen einer verwirrenden Spur folgen, die sie durch ganz Paris führt, erliegt Cecily immer mehr dem rauen Charme der burschikosen Loulou … Frédéric Lenormand erweckt eine längst vergangene Zeit zum Leben und fesselt den Leser mit sympathischen Detektivinnen, Witz und einer großen Prise Pariser Chic.
Fils d'un professeur de mathématiques à l'Université de Paris VIII et de la directrice du centre de documentation du Planning familial, Lenormand est aussi le petit-fils d'un collectionneur d'art japonais, si bien que son enfance baigna dans la culture, la littérature et les mythes asiatiques. Après un bac de langues en 1982 (il parle russe, anglais et italien), il poursuit ses études à l'Institut d'études politiques de Paris puis à la Sorbonne.
À Madrid, en 1988, il écrit cinq romans coup sur coup afin de cerner ses possibilités littéraires. L'un d'entre eux, Le songe d'Ursule, inspiré par le cycle de Carpaccio conservé au musée de l'Académie, lui vaut le prix Del Duca du jeune romancier.
En 1989, le montant du prix en poche, il va vivre à New York, où il écrit Les amateurs de littérature, publié par les éditions Robert-Laffont sous le titre Les fous de Guernesey.
Dans les années 1990, il reçoit un certain nombre de prix, bourses et encouragements divers, dont la prestigieuse Bourse du Jeune Romancier de la Fondation Hachette (aujourd'hui Fondation Lagardère), le Prix Thyde-Monnier de la Société des Gens de Letres, la bourse Villa Médicis Hors les Murs et le Prix François-Mauriac de l'Académie française.
Auteur de romans historiques exclusivement, il se spécialise dans le XVIIIe siècle, puis dans la Révolution, puis dans la Terreur, puis dans les maisons de santé transformées en prisons à cette époque. Ce parcours culmine avec la publication chez Fayard de deux ouvrages purement analytiques abordant des sujets jamais traités, La pension Belhomme, sur les prisonniers de cette maison de fous, et Douze tyrans minuscules, sur les policiers qui les y enfermèrent. Conscient d'être en train de s'enfermer dans un domaine minuscule, il décide de changer son fusil d'épaule et donne une suite aux romans chinois de Robert van Gulik, décédé en 1967. Ce sera Les nouvelles enquêtes du juge Ti (Librairie Arthème Fayard).
La particularité de ces "nouvelles enquêtes" est de situer avec précision le juge Ti dans le contexte historique de la dynastie des Tang, qui marqua l'apogée de l'empire du Milieu. L'auteur se fonde pour cela sur les nombreux travaux parus ces quarante dernières années, qui lui permettent de restituer avec un soin méticuleux les moeurs, les usages et le raffinement des Tang. L'intérêt de ces livres repose à la fois sur une intrigue criminelle à la Agatha Christie, version asiatique, sur la personnalité d'un mandarin plein d'ironie face aux aléas de l'existence, et sur la reconstitution d'une culture chinoise diverse, inattendue et rayonnante.
On peut s'interroger sur la légitimité de reprendre un héros, sinon créé, du moins popularisé par un précédent écrivain. Force est de reconnaître que le résultat est original, personnel, très éloigné du juge Ti de Van Gulik, et offre au lecteur un aperçu des Tang qu'il ne trouvera nulle part ailleurs.
Les nouvelles enquêtes du juge Ti sont traduites en tchèque (Garamond), en espagnol (Ediciones Paidos Iberica), en portugais (Europress) et en bulgare.
Lenormand est parallèlement l'auteur de récits pour les enfants, dont le cycle de L'orphelin de la Bastille (éditions Milan), qui lui permet d'épancher sa passion pour la Révolution française.
La première enquête d'une nouvelle série signée Frédéric Lenormand, auteur de mon Voltaire chouchou et qui nous plonge cette fois-ci dans le Paris de la Première Guerre Mondiale. On y découvre une capitale désertée par une grande majorité des hommes en âge de partir au front. Raymond Février, inspecteur de police, décide de devenir Loulou Chandeleur et de continuer à pourfendre le crime en jupons plutôt que de périr dans les tranchées. C'est toujours aussi drôle, on en apprend beaucoup sur la réalité de cette rude période de l'Histoire, et ça se dévore comme des petites douceurs ! Ma chronique : http://unjour-unlivre.fr/2018/01/seul...
Kommissar Raymond Février, klein und schnurrbärtig, hatte sich immer zu den Guten gezählt. In Paris haben Anfang des 20. Jahrhunderts längst die Frauen das Ruder übernommen, um die Arbeitsplätze der Männer zu besetzen, die in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs verheizt werden. Der Einberufung an die Front versucht Raymond zu entgehen, indem er sich als Frau verkleidet und in einer Detektiv-Agentur anheuert. Die Agentur Burnett hat das Problem der gesamten französischen Wirtschaft, der Eigentümer ist an der Front und seine unerfahrene Tochter Cecily kann den Chef längst noch nicht ersetzen. Mit Perücke, Schminke und zu kleinen Trippelschühchen ausstaffiert, macht Ray sich in der Rolle der Detektivin Louise Chandeleur jedoch schnell unentbehrlich. Rays Auftreten als Loulou kann nach menschlichem Ermessen nicht unbemerkt bleiben; denn er kann sein Polizistengehabe und sein berufliches Wissen einfach nicht verbergen. Die Rolle zwickt ihn noch hinten und vorn. Für den komplizierten Fall der Familie Schlésinger scheint er jedoch exakt der richtige Ermittler zu sein.
Die Schlésingers gehören dem gehobenen jüdischen Bürgertum an und werden von jemandem erpresst, der offenbar nicht zögert, seine ernsten Absichten Mord für Mord anzukündigen und die Taten auch durchzuführen. Loulous und Cecilys Ermittlungen sollen nun klären, warum Paul Schlésinger eine absolut nicht standesgemäße Ehe mit einer Arbeiterin einging. Das Detektivpaar ermittelt quer durch Paris und lässt Leser der Gegenwart in eine vom Krieg niedergedrückte Stadt und ihre Hinterhöfe blicken. Schlechte Zeiten bringen nicht gerade die menschlichsten Seiten hervor. Das Lästern der Figuren über Männer, die gern noch ein Weilchen länger an der Front bleiben könnten, damit ihre Frauen weiter einen eigenen bezahlten Arbeitsplatz und größere Freiheiten behalten, könnte man durchaus zu zynisch finden.
In zeitgemäß verschnörkelter Sprache und mit schnellen Szenenwechseln entfaltet sich ein komplizierter Fall vor Lenormands Lesern. Das rosa Cover sollte nicht die falsche Erwartung wecken, dass sich der Roman ohne Anstrengung zwischendurch lesen lässt. Die Ermittlungen werden nicht einfacher durch Rays Rollenwechsel, da der Erzähler seine Figur weiter als Mann denken lässt, Ray jedoch in Dialogen als Loulou auftritt. Neben Rays wirklich groteskem Auftritt erzählt der Autor durchaus interessante Fakten aus einer Großstadt im Krieg – und das mit leichter Hand. Ob man über Krieg, Kriegsversehrte und den Tod an der Front in süffisantem Ton schreiben sollte, darüber kann man geteilter Meinung sein.
Die Geschichte hat mir im Großen und Ganzen sehr gut gefallen. Es hatte aber ein paar Sachen die mir weniger gefallen haben als andere. Für meinen Geschmack wurde auf den letzten 50 Seiten versucht viel unterzubringen wofür man mehr Zeit gebraucht hätte. Natürlich hat das Buch nur 300 Seiten aber es hätte auch manche Sachen nicht unterbringen müssen. Beispielsweise finde ich, hätte man die Beziehung zwischen Loulou/Ray und Cecily besser freundschaftlich halten sollen, denn so hätte ich persönlich sie am Liebsten gemocht. Dass Cecily für Loulou romantische Gefühle entwickelt fande ich als Idee nicht schlecht, vor allem weil diese Gefühle ja eigentlich aus Bewunderung dafür stammen wie emanzipiert Loulou ist, leider war für mich hingegen die Umsetzung nicht so gut wie sie hätte sein können, was aber bei einem so kurzen Buch auch schwer ist unterzubringen. Ich mochte sowohl Loulou/Ray als auch Cecily sehr gerne und auch ihre Unterschiede und Gemeinsamkeiten haben mich persönlich sehr interessiert. Jedoch wurde in dem Buch schon so viel thematisiert, dass diese Beziehung auch nicht genug Platz in dem Buch gefunden hätte, die wichtig gewesen wäre. So finde ich, dass man diesen Teil hätte ruhig weglassen können.
Was mir dafür umsomehr gefallen hat war der Schreibstil den ich als unglaublich schön zu lesen und sehr besonders empfunden habe wie auch die Ausarbeitung der Charaktere und die Beschreibung der Umgebung im Bezug zu der Zeit in der die Geschichte spielt. Im Buch bekommt man ganz viele Einsichten in das Leben verschiedener Menschen mit verschiedenen Hintergründen und welchen Bezug diese Umstände zu ihrer Meinung und ihren Gedankengängen haben. So wird ein dreidimensionales Bild von Paris zur Zeit des ersten Weltkriegs gemalt. Auch gefiehlen mir die Abschnitte in denen von den Gebäuden, den Häusern oder dem alltäglichen Leben geschrieben wurde unheimlich.
Daher würde ich das Buch auf jeden Fall jedem empfehlen der nach einer kurzen, lustigen, leichten Sommerlektüre sucht, das einem aber etwas Einsicht in der Leben während des Ersten Weltkriegs in Paris gibt.
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Raymond Février se pensait à l’abri de la mobilisation en tant qu’inspecteur de police... malheureusement, le funeste message parvient finalement jusqu’à lui. Rien que l’idée d’aller sur le front le fait paniquer. Il décide alors de se travestir en femme, devenant Loulou Chandeleur, et de faire disparaître son alter ego masculin. Cherchant une occupation, il se fait engager par Miss Barnett, patronne d’une agence de détectives. Leur première enquête ne tarde pas à tomber et les voilà toutes deux sur la trace d’un odieux maître chanteur qui n’hésite pas à mettre ses menaces à exécution.
Le duo d’enquêtrices fonctionne bien, la naïveté innocente de Miss Barnett étant contrebalancée par l’expérience de Loulou, ce qui permet au lecteur de s’y attacher très facilement. L’intrigue est pleine de rebondissements - personnellement, je n’ai pas arrêté de changer d’avis quant au coupable - et menée d’une main de maître par l’auteur. Ce dernier nous offre également une ballade dans Paris alors que la première guerre mondiale vient d’éclater. L’ambiance est si bien retranscrite qu’on a l’impression d’y être (le danger en moins !).
Des personnages forts, une intrigue solide, un univers intéressant... et Frédéric Lenormand ne s’arrête pas là. En effet, le vrai plus de ce roman c’est le ton est léger et l’humour omniprésent. C’est facile, en lisant Seules les femmes sont éternelles on passe son temps à sourire - oui, même quand il y a un nouveau meurtre !
En conclusion, une nouvelle série à suivre de près, autant pour les personnages que pour l’époque choisis par l’auteur !
17/20 - Un héros qui se transforme en héroïne pour pouvoir continuer d'exercer ce qu'il fait le mieux, mener l'enquête dans un Paris en pleine guerre mondiale !
une facette de la Grande Guerre sur laquelle je ne m'étais jamais appesantie... lorsqu'il faut un homme grimé en femme pour faire avancer la condition féminine, c'est-à-dire se demander ce qu'il se passera après !