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Hunkeler #8

Hunkeler und die Augen des Oedipus: Hunkelers achter Fall

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Der achte Fall des Kult-Kommissars: Ein havariertes Hausboot auf dem Rhein. Ein verschwundener Intendant. Ein handfester Theaterskandal. Eine unwahrscheinliche Liebe. Und ein paar alte Rechnungen. Peter Hunkeler vom Kriminalkommissariat Basel ermittelt. Hansjörg Schneiders Hunkeler-Krimis sind Bestseller, vier von ihnen wurden mit Mathias Gnädinger in der Hauptrolle verfilmt.

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Wo steckt der Theaterdirektor Bernhard Vetter? Sein Hausboot ist herrenlos beim Stauwehr von Märkt aufgefunden worden, von ihm selbst fehlt jede Spur. Und das wenige Tage, nachdem eine Inszenierung von ›König Ödipus‹ in Basel die Gemüter erhitzt hat – so sehr, dass eine Dame aus der feinen Gesellschaft dem Regisseur des Stücks mit ihrem Granatring zwei Zähne ausgeschlagen hat. Die Presse überschlägt sich mit Spekulationen: Liegt der Intendant auf dem Grund des Rheins? War es die Rache des Bürgertums an einem kompromisslosen Theatermann? Peter Hunkeler, Kommissär des Kriminalkommissariats Basel, steht sechs Wochen vor der Pensionierung. Aber ist er bereit, von der Bühne abzutreten? Mit gemischten Gefühlen taucht er ein ins Theatermilieu, zu dem er als junger Mann selbst gehört hat. Er begegnet alten Bekannten wieder, die alle mit dem Theaterdirektor eine Rechnung offen haben. Und gerät in die schillernde Halbwelt des Basler Rheinhafens, in das Niemandsland zwischen der Schweiz, Deutschland und Frankreich, wo ganz andere Mächte Regie führen.

Paperback

First published August 24, 2010

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Hansjörg Schneider

41 books19 followers

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1 star
2 (3%)
Displaying 1 - 3 of 3 reviews
720 reviews7 followers
March 9, 2019
Mein erster Hunkeler-Krimi und dann noch Teil 8. Denke aber, er ist gut auch als Einzelroman zu lesen. Atmosphärisch durch den Lokalkolorit erzählt, keine Mördersuche, sondern eher assoziativ Hunkeler in die Rente folgend. Als Theatermensch ist natürlich das Setting spannend, die Meinungslage, die hier über das Theater dargelegt wird, ist sehr amüsant und wohl auch wahr. Das ist schon ein Grund für diese nette, kleine, entspannende Lektüre für Zwischendurch.
Profile Image for sabisteb aka callisto.
2,342 reviews1 follower
August 30, 2013
Nur noch 6 Wochen sind es, bis Kommissär Peter Hunkeler in Pension geht, als es einen neuen, große Fall gibt: Der Direktor des basler Theaters, Bernhard Vetter, ist verschwunden. Da nicht klar ist, ob der Fall bis zu Hunkelers Pensionierung geklärt ist, bekommt bereits sein Nachfolger die Leitung übertragen. Hunkeler jedoch, wird noch immer gebraucht denn in jungen Jahren hatte er einige Kontakte zum Theater und hat daher noch so einige alte Bekannte in der basler Theaterwelt.
Als das havarierte Hausboot gefunden wird, mehren sich die Hinweise, dass es sich nicht nur um ein Verschwinden, sondern möglicherweise um einen Mordfall handelt, das ist jedoch ohne Leiche schwer zu beweisen.
Hat Vetters Verschwinden oder Tot mit der skandalösen Aufführung des Ödipus von Sophokles zu tun?

Ich kenne des Roman nicht, der diesem Hörspiel zugrunde liegt, sondern nur die Verfilmung des schweizer Fernsehens, diese jedoch hat erneut herzlich wenig mit dem Hörspiel zu tun, bis auf wenige Motive. Hier handelt es sich um komplett andere Konstellationen und Motive und auch komplett andere Täter. Erstaunlich, wirklich, denn beide Varianten funktionieren sehr gut. Die Fernsehversion ist deutlich einfacher gestrickt, der Hörspiel dafür verzwickter, vielschichtiger und komplexer.
Erneut bleibt es spannend bis zum Schluss, obwohl nichts verschwiegen wird. Die Ermittlungen sind sauber durchgeführt und man kann problemlos miträtseln. Der Trick, den der Autor anwendet, ist so einfach wie genial. Erneut mischen sich verschiedene Fälle, die sich überschneiden. Motive, Gründe und Ursachen müssen zugewiesen werden, damit klar wird, was jeweils für welche Tat Motiv und Ursache war.
Hunkeler ist auch deutlich intelligenter und gebildeter als in der Verfilmung. Da wird er von seiner Freundin ins Theater geschleppt und ist bereits Rentner. Im Hörspiel (und wohl auch im Buch), liebt Hunkeler das Theater, genießt die provokative Aufführung (die im Film deutlich zensiert wurde) und liest und zitiert Hölderlin.
Natürlich ist man auch diesmal nicht wirklich vor Klischees gefeit. Die Vorgesetzten und Nachfolger Hunkelers sind dümmer und arrogant, das wahre Genie ist der einsame Wolf, der geniale Ermittler Hunkeler, der oldstyle Cop, der noch mit Zetteln arbeitet und keinen PC verwenden kann oder will.

Die Sprecher sind hervorragend, alles topp Profis, nie fällt einer unangenehm auf. Die Vertonung, Abmischung und Umsetzung ist auf höchstem Niveau, Kino für die Ohren. Das ist auch kein Wunder, Hunkeler ist der schweizer Wallander, für ihn ist das Beste gerade gut genug.
Die Dialektpassagen halten sich in diesem Hörspiel in Grenzen, es ist also auch soweit für Norddeutsche und Zuhörer geeignet, die nicht im Dreiländereck Schweiz/Frankreich/Deutschland beheimatet sind.
Auch wenn man die früheren Fälle von Hunkeler nicht kennt, kann man dem Fall problemos folgen. Dieser Fall ist in sich abgeschlossen und funktioniert komplett für sich allein.

Profile Image for Hazard.
36 reviews
June 1, 2011
Hansjörg Schneider schickt Kommissär Hunkeler in Hunkeler und die Augen des Ödipus in die wohlverdiente Pension. Dessen letzter Fall dreht sich um den verschwundenen Theaterintendanten Vetter. Der Fall wird nicht mehr zur Dienstzeit des Kommissärs gelöst und so macht er sich als Privatmann auf, um im Theater- und im Hafenmilieu auf eigene Faust zu recherchieren.
Das Buch liest sich gut, die Sprache ist flüssig und recht einfach gehalten. Schneider kreiert interessante Charaktere, die allerdings nicht alle zu überzeugen wissen. Etwas nervig ist, dass Hunkeler permanent in irgendeine Kneipe einkehrt, egal wann, egal wo und des Öfteren von nicht nachvollziehbaren Gemütsschwankungen heimgesucht wird; vielleicht liegt das aber auch nur daran, dass er gerade eine große Veränderung in seinem Leben durchmachen muss.
Schneider wählte für dieses Buch mit dem Basler Theater und dem Rheinhafen im Dreiländereck interessante Milieus und kann diese auch gut beschreiben. Dabei legt er gar nicht so viel Wert auf die Lösung des Falles, die eher in den Hintergrund tritt, als viel mehr auf die Charakterstudie der beteiligten Personen. Wer also einen spannenden Krimi erwartet sollte sich nach anderen Büchern umsehen.
Insgesamt halte ich das Buch für einen soliden Roman - jedoch keinen lesenswerten Krimi, was der Klappentext eigentlich aussagt - der vor allem reizvoll ist, wenn man die beschriebene Umgebung Basels zumindest ein wenig kennt.
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