Vor dem Hintergrund des voranschreitenden demografischen Wandels und der �konomischen Rezession, der Tōhoku-Dreifachkatastrophe im Jahr 2011 sowie des Diskurses um Natur- und Umweltschutzkonzepte, wie satoyama und satoumi, sind Japans Regionen wieder verst�rkt ins Zentrum der medialen und politischen Aufmerksamkeit ger�ckt. Bilder des l�ndlichen Japans dienen zum einen als nostalgischer Zufluchtsort und Projektionsfl�che urbaner Sehns�chte. Zum anderen stehen die Regionen Problemen, wie Bev�lkerungsschwund, Strukturschw�che und starker Alterung, gegen�ber, denen Initiativen zur Revitalisierung beizukommen versuchen. W�hrend sich die japanische Regierung au�enpolitisch bem�ht, sich durch "green softpower" eine internationale Vorreiterrolle in Umweltmanagement, -technologie und Nachhaltigkeit zu sichern, bilden subnationale, lokale und regionale Selbstbilder den Gegenpol in den politischen und medialen Diskussionen.
Der vierte Band der Reihe "Kultur- und Sozialwissenschaftliche Japanforschung" besch�ftigt sich mit aktuellen Entwicklungen in Bezug auf l�ndliche Regionen in Japan. Anhand gegenw�rtiger Fallbeispiele sowie zur�ckliegender Darstellungen von Japans Regionen diskutieren die Autorinnen und Autoren, welchem Zweck - sozial, politisch und wirtschaftlich - Repr�sentationen und (Re-)Konstruktionen von Natur, Land und L�ndlichkeit dienen.