Die Merowinger muss man erklären: Die fränkischen, germanischen Herrscher, die im Norden Frankreichs, in Belgien und im Südwesten Deutschlands ansässig waren. Ab ca. 500 christlich (Clovis/Chlodwig), sind sie für den Übergang von Antike zu Mittelalter von Bedeutung. Wichtig ist auch die Entwicklung von brutalen Machtmenschen hin zu religiös überhöhten Symbolfiguren, die zuerst die Arbeit und dann die Macht abgaben, bis die Karolinger sie ablösten. Das ganze ist nur sehr eingeschränkt dokumentiert. Der Verfasser des Buches ist als Historiker so von seiner Quellenkenntnis durchdrungen und detailverliebt, dass ich ihm kaum folgen konnte. Das ist schade, wundert aber nicht wirklich, wenn man sich klarmacht, wie sehr die Herrscherdynastie im Mittelpunkt der überlieferten Texte steht.