Auf Mörderjagd in Sü Alpenkrimi mit Humor und Charme Eindrucksvolle Berggipfel, sanft geschwungene Weinberge und kleine Städte und Dörfer, die sich in die Täler Südtirol kennen wir als malerische Urlaubsregion. Doch in Heidi Trois Krimi wird bald Die Idylle ist trügerisch. Lorenz Lovis, Mitte vierzig, Junggeselle und geschasster Beamter der Staatspolizei Brixen steht vor einer schwierigen Soll er den Bauernhof seines verstorbenen Onkels weiterführen – ganz ohne Erfahrung als Landwirt? Doch bevor er seiner neuen Berufung zum Bauern folgt, sind seine ermittlerischen Fähigkeiten Ein Unbekannter wirft dahingemetzelte Uhus auf das Grundstück von Baron Carlo Cavagna. Ein dummer Jungenstreich oder doch ein Sabotageakt gegen Cavagnas umstrittenes Luxushotelprojekt? Als in der Jagdhütte des Barons eine Leiche gefunden wird, beginnt es im beschaulichen Brixner Talkessel ordentlich zu rumoren. - Unterhaltsamer Regionalkrimi für Fans von Franz Eberhofer und Kommissar Kluftinger - Spannende Urlaubslektü humorvoll und mit einem Augenzwinkern erzählt - Gewieft und sympathische Ermittler-Figur als Südtiroler Matula Schauplatz Start der Krimireihe um Privatdetektiv Lorenz Lovis Zunächst findet Lorenz Lovis die Vorstellung, als Privatermittler zu arbeiten, »Ich sehe schon die Schlagzeilen vor Privatdetektiv ermittelt im Mordfall! Wann hat es hier nochmal den letzten Mord gegeben?« Doch seine Neugier ist geweckt, und er nimmt die Fährte auf – allerdings eher gemächlich. Und nicht, ohne jede Stolperfalle mitzunehmen, die sich vor ihm auftut. Ein bisschen selbstironisch, ein bisschen hemdsärmelig – Heidi Troi entwirft einen höchst liebenswürdigen Ermittler, dem es aber nicht am nötigen Spürsinn fehlt. Die Autorin ist eine geborene Südtirolerin und lebt in Brixen. Dort leitet sie das von ihr gegründete Theaterpädagogische Zentrum. Sie kennt die Schauplätze ihrer Krimireihe wie ihre Westentasche. Entdecken Sie zusammen mit Privatdetektiv Lorenz Lovis die Abgründe der Südtiroler Bergwelt!
Nach dem Tod seines Onkels Sebastian, bei dem er seit seinem fünfzehnten Lebensjahr aufwuchs, erbt der Mittvierziger Junggeselle Lorenz Lovis den Messner-Hof. Seine Begeisterung hält sich jedoch in Grenzen. Denn eines ist Lorenz auf keinen Fall – ein Bauer. Als Angestellter der italienischen Staatspolizei in Brixen hat er von Landwirtschaft überhaupt keine Ahnung, auch an Interesse mangelt es ihm. Er ist daher unsicher, ob er das am Totenbett des Onkels gegebene Versprechen, den Bauernhof weiterzuführen, einhalten will und vor allem kann.
Andererseits sind auch seine beruflichen Aussichten alles andere als rosig. Der Dienst unter seinem verhassten Chef Commissario Botta ist die Hölle und geprägt von ständigen Drangsalierungen, Beleidigungen und Demütigungen. Und als Lorenz von diesem dermaßen provozieren wird, dass er seinen Job und damit jahrelange „Knechtschaft“ als Schuhabstreifer hinschmeißt und kündigt, scheint der Hof so etwas wie Halt zu bieten. Der anfänglichen Erleichterung, sich nicht mehr den Schikanen ausgesetzt zu sehen, folgen unmittelbar Existenzängste. Wovon soll er leben und wie die Schulden abbezahlen, die Onkel Sebastian in den letzten Jahren angehäufte, auch wenn Knecht Paul, der Ahnung von der Bewirtschaftung hat, und Angelika, die ebenfalls auf dem Hof wohnt und sich um das leibliche Wohl kümmert, ihre Unterstützung zusagen.
Und ist die Idee, als Privatdetektiv zu arbeiten und so etwas wie der „Südtiroler Matula“ zu werden, wirklich die Lösung?
Noch immer voller Zweifel kommt neben einer Anfrage einer besorgten Mutter über den Aufenthalt ihres Sohnes der Auftrag des ortsansässigen „Barons“ Carlo Cavagna gerade recht. Lorenz soll ermittelt, wer tote Uhus auf dessen Grundstück wirft. Bringt dadurch jemand seinen Unmut über die umstrittenen Baupläne für ein Wellnessluxushotel gigomantischen Ausmaßes zu Ausdruck und will diese vereiteln? Doch nicht nur die sinnlos gemeuchelten Vögel bereiten Lorenz Kopfzerbrechen. Als sein Auftraggeber in der eigenen Jagdhütte in Flammen aufgeht, ist es mit der ohnehin trügerischen Ruhe im malerischen Brixner Talkessel vorbei. Ehe Lorenz Luft holen kann, steht er selbst unter Mordverdacht.
In „Feuertaufe“ von Heidi Troi ist von Anfang an die Hingabe zu ihrer Heimat Südtirol zu spüren. Die Autorin hat mich jedenfalls mühelos in eine wunderschöne Umgebung mit beeindruckenden Berggipfeln, grünen Tälern und Wäldern, Gewässern, Weinbergen, Städten und Dörfern versetzt, ohne dass ich jemals dort gewesen bin. Aber ihre Darstellung von Land und Leuten ist so detailliert, warmherzig und vorstellungsintensiv, dass ich Flachländerin mich sogleich eingeladen fühle.
„Die Ausläufer des Brixner Talkessels lagen vor ihm. Nach Osten hin, noch ganz in Sonne getaucht, schirmte die Plose Brixen vor allem Unbill ab, nach Westen hin erledigte der Radlsee dieselbe Arbeit. Die Sonne hing nur noch ein paar Fingerbreit über dem Kamm des Kühbergs und würde bald dahinter verschwinden und den Talkessel in Schatten und Kälte zurücklassen. Noch aber schickte sie ihre Strahlen ins Tal und tauchte alles in ein freundliches Licht.“
Der Erzählton, den Heidi Troi anschlägt, ist wohltuend undramatisch und behutsam. Sie kommt ohne die erschreckende Beschreibung von brutaler Gewalt aus, allerdings auch ohne Verklärung der tödlichen Situationen. Tatsächlich schafft sie es mit einer besonderen Form von Zuwendung und Hingabe, Leichtigkeit und viel Humor, dem Geschehen die Schwere zu nehmen.
Lediglich die italienischen Sätze, denen keine sofortige Übersetzung oder Erklärung folgen, gestalten sich für jemanden, der die Sprache nicht beherrscht, etwas umständlich.
Hiervon einmal abgesehen sorgen vor allem der Witz und die Ironie, mit denen die Autoren ihre Figuren ausgestattet hat, für amüsante Unterhaltung. Ich habe bei den schlagfertigen Dialogen und Gesprächen sehr oft geschmunzelt und sogar herzhaft gelacht.
Freude macht es insbesondere, den Protagonisten Lorenz Lovis kennen und seine reizende sympathische Art, mit den Dingen umzugehen, schätzen zu lernen.
Lorenz ist ein netter Kerl, wenn auch ungewöhnlich und aus der Sicht seiner Freunde ein Zauderer, der zu feige für das Geschenk ist, das ihm in Form des Hofes in bester Tallage mit Obstwiesen, Weinberg, Gemüsefeldern und sogar einer Alm in dichter Nähe zur Stadt in den Schoß gefallen ist. Enormer Tatendrang zeichnet ihn nicht unbedingt aus, und oft stolpert er über die eigenen Füße. Trotz seines Zögern und seiner Bedächtigkeit trägt er einen schlauen Kopf auf seinen Schultern, den er indes bislang wenig genutzt hat, so dass er sich deshalb von seinem Bauchgefühl leiten lässt. Neugier kann ihm nicht abgesprochen werden, seine Ermittlungsmethoden sind etwas unorthodox und seine Ausstattung mit einem Steinzeit-Handy hoffnungslos veraltet.
Aber er hat bemerkenswerte Unterstützer an seiner Seite: Paul, der den Hauptteil der Hofarbeit stemmt. Angelika, die (fast) immer eine positive Energie ausstrahlt, obwohl sie als Krankenschwester sich nahezu täglich mit schwerer Krankheit und Tod auseinandersetzen muss. Die drei Jungen Matthias, Iwan und Erik, die mehr Ahnung von moderner Technik haben, als Lorenz jemals von sich sagen kann. Und erwähnt werden muss noch Alma. Das Araucana-Huhn ist stets bereit, sich die Probleme ihres Herrchens "anzuhören".
Lorenz Lovis hat die „Feuertaufe“ bestanden. Die kurzweilige Lektüre überzeugt mit einem Gesamtkonzept, einer Mischung aus Lokalkolorit und authentischem Ermittler, in der es die eine oder andere Wendung und Überraschung gibt. Sie ist ein gelungener und empfehlenswerter Start der Krimireihe um den Südtiroler Privatdetektiv.
Diesem Krimi glaubt man alles, nur nicht, dass er ein Erstlingswerk ist! Die Autorin Heidi Troi führt ihre Leserinnen nach Südtirol, in den Brixener Talkessel, und macht sie dort mit Lovis Lorenz bekannt, einem Polizisten, der unverhofft den Messnerhof erbt. So widerwillig er sich mit seiner neuen Verantwortung als Landwirt auseinandersetzt, so leidenschaftlich widmet er sich seinem Ermittlungsauftrag, der mit toten Uhus beginnt. Schon bald stirbt ein größeres Kaliber und auch Lovis droht es, an den Kragen zu gehen... Als Leserin habe ich Lovis schnell ins Herz geschlossen und bin ihm mit Vergnügen und gespannt durch die lebendige und detailreiche Szenerie gefolgt. Daran, wie gekonnt die Autorin Heidi Troi, den Spannungsbogen zieht, Szenen aufbaut, Dialoge zuspitzt, Witz fliegen lässt und Kulissen lebendig beschreibt, erkennt man ihren Theater-Hintergrund. Kurz: Feuertaufe ist ein handfester Krimi, bei dem die Menschen nicht in Blut, Gewalt und Tod versinken, sondern Motive, Gefühle und Leben haben. Feuertaufe ist ein spannendes Lesevergnügen mit ehrlichem Lokalkolorit und damit auch ein wunderbarer Ausflug nach Südtirol. Feuertaufe erzählt eine Geschichte, die alles hat, was eine gute Geschichte braucht! Ein Volltreffer! Deshalb freue ich mich schon auf den nächsten Fall, dem Lovis am Ende der Geschichte entgegenbrettert.
Der Onkel Sebastian war Lorenz Lovis` einzige Familie. Doch nun ist er nach einer schweren Erkrankung verstorben. Der letzte Wunsch des Verstorbenen: Lorenz möge den Hof übernehmen. Dieser lässt sich als Polizist seit Jahren von seinem Chef drangsalieren. Bietet sich jetzt etwa eine bessere Alternative? Lorenz Lovis nimmt die letzte Schikane nicht mehr hin, er kündigt. Nicht bedacht hat er, dass er von der Landwirtschaft keine Ahnung hat. Seine Mitbewohner auf dem Hof machen ihm das allerdings schnell klar. Und Schulden hatte der geliebte Onkel auch. Geld muss her. Lorenz Lovis sieht sich als Privatdetektiv, bei seiner Vorgeschichte als Polizist müsste das doch genau das Richtige sein.
In seinem ersten Fall nach seiner gescheiterten Polizeikarriere backt Lorenz Lovis erstmal kleine Brötchen. Eine besorgte Mutter bittet ihn, herauszufinden, was ihr 13jähriger so treibt. Es muss ja nicht gleich Mord und Totschlag sein. Außerdem trauert Lorenz noch um seinen Onkel. Bauer werden wollte er nie, aber Onekl Sebastian war Vater und Mutter, nachdem Lorenz Eltern früh verstarben. Und er will auch den Weinberg retten, der seit einiger Zeit sabotiert wird. Wäre dies nicht seine eigene Sache, wäre es schon der zweite Fall. Und wenn er die Sache mit den Uhus klärt, wäre das schon der dritte Fall. Und wären da die Schulden nicht, ginge es dem Lorenz fast gut.
Obwohl der Lorenz häufiger mal durch den Matsch stapft und immer die falschen Schuhe anhat, verbreitet dieser Detektivroman ein Gefühl von Wärme und Geborgenheit. Der Lorenz Lovis wirkt zwar manchmal etwas phlegmatisch, hat aber doch Intuition und ein helles Köpfchen. Mit der Landwirtschaft hat er es zwar wirklich nicht so, aber ein Gespür wie er den Hof zusammenhält, das hat er. Auch durch seine Fälle spaziert er eher. Leicht ist sein Neuanfang nicht, aber er findet Rückhalt, mit dem er nicht gerechnet hat. Und so entsteht dieses heimelige Gefühl, dass diesen Krimi ausmacht. Dazu kommen noch die freundlichen Schilderungen von Land und Leuten, die auch an einem verregneten Tag echtes Urlaubsfeeling aufkommen lassen.
Lorenz Lovis, ehemaliger Polizist, erbt den hoch verschuldeten Bauernhof seines verstorbenen Onkels. Soll er ihn weiterführen, so ganz ohne Erfahrungen als Landwirt? Bevor er sich entscheidet, übernimmt er erstmal einen Auftrag als Privatdetektiv.
Ich war sehr gespannt auf diesen Krimi, weil mich sowohl die Beschreibung als auch das tolle Cover angesprochen haben. Ich bin danke des flüssigen und sehr gut lesbaren Schreibstils sehr gut in die Geschichte hinein gekommen. Die Beschreibungen haben mir gefallen und ich konnte mir alles gut vorstellen. Auch der Humor kam nicht zu kurz, was mir prima gefiel. Toll war auch der Dialekt, der in passendem Umfang seinen Platz in der Geschichte bekam. Dadurch wirkte alles sehr realistisch und es passte einfach super zu einem Regionalkrimi. Die Charaktere hat die Autorin wunderbar gezeichnet. Ich fand sie individuell und sympathisch und konnte mich gut in sie hineinversetzen. Lorenz Lovis fand ich von Beginn an sehr sympathisch, so dass ich Freude hatte, ihn bei seinen Ermittlungen zu begleiten. Diese hat er teilweise recht unkonventionell bestritten, doch genau das hat mir gefallen. Ein richtig toller Protagonist, von dem ich unbedingt mehr lesen möchte. Der Kriminalfall hat mir super gefallen. Die Spannung wurde gut aufgebaut und steigerte sich immer weiter, so dass ich stets am Buch gefesselt war. Ich konnte bestens miträtseln und mir meine eigenen Gedanken machen und ich hatte viele Fragen im Kopf. Die Auflösung am Ende war stimmig und schlüssig und bildete somit einen runden Abschluss.
Ich kann diesen Krimi sehr empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen.