Für die Sieben Heere Nafarroas war die Eroberung des friedfertigen Landes Akitanien nicht mehr als ein einfach auszuführender Auftrag. Aber ihr Hochmut kam die Elitekrieger teuer zu Mithilfe akitanischer Zauberer gelang es einer Gruppe aufständischer Dörfler, eines der Heere auszuschalten und eine Revolution anzuzetteln, die mehr und mehr im Land um sich greift. Ein finaler Vernichtungsschlag soll die Widerstandskämpfer nun ein für alle Mal ausmerzen, und diesmal nimmt Nafarroa ihren unberechenbaren Gegner Achtzehntausend Soldaten ziehen in eine alles entscheidende Schlacht gegen die tausend Mann starken Aufrührer. Doch sie kämpfen gegen einen Gegner, für den es kein Zurück mehr gibt. Denn je mehr Blut die Akitanier für ihr Land vergießen, umso grimmiger und verzweifelter verteidigen sie ihre Ideale.
4🌟 Ich finde es gut wie diese Reihe geendet ist und auch die letzten paar Kapitel haben mir gut gefallen aber wie sie zu diesem Entschluss gekommen sind ging mir viel zu schnell 🙈 ich mag dass es jetzt mehr Charaktere gab die wirklich an ihren Handlungen gezweifelt haben und das es ein paar große Tode gab aber manche Tode waren einfach für nichts und wieder nichts wobei das vielleicht auch die Message war die der Autor angestrebt hat😅
Das dritte Buch beinhaltet ein noch größeres Blutbad als seine Vorgänger und ich weiß nicht, ob ich es ertragen hätte, wenn der Erzählstil anders gewesen wäre. Es hat etwas von einem kommentierten Bericht und dadurch behielt ich eine gute Distanz zu den Charakteren. Trotzdem war es furchtbar, als Personen starben, die ich seit dem ersten Band begleitet hatte. Ebenfalls fand ich, dass sich eine Verschiebung beim Begleiten der Figuren vollzogen hatte. Zum einen lag es daran, dass ein paar, die man im ersten Buch noch begleiten konnte, hier im dritten Buch sterben, aber andere, die noch leben, werden zur Seite gedrängt. Eigentlich bleiben wir zum größtenteil bei Baresin und das fand ich schade, weil ich so nicht erfuhr, ob das Verhalten und die Entscheidungen von beispielsweise Varlie oder Tautun Baresins Pläne zum Scheitern verurteilen könnten.
Die Handlung fand ich etwas schwächer als in den anderen beiden Büchern. Es konnte mich nicht so mitreißen wie die Vorgänger. Trotzdem war sie spannend und ich habe mit der Widerstandsbewegung gedanklich mitgekämpft, gleichzeitig die Nafarroaner bemitleidet und gehofft, dass es irgendwie zu einer diplomatischen, friedlichen Einigung kommen kann. Die Geschichte zeigt nicht nur die Schrecken eines Krieges, sondern auch, dass selbst ein Sieg eine Niederlage für den Sieger ist. Eine Schlacht ist vielleicht gewonnen, aber der Preis ist einfach zu hoch, um nicht zu versuchen, andere nicht-tödliche Wege zu gehen.
Das Ende hatte ziemlich am Tempo gewonnen. Entscheidungen fielen Schlag auf Schlag und irgendwie fand ich es schade, dass ich durch die immer weniger werden Figuren, in deren Gedanken man wirklich eingetaucht war, Blickwinkel auf die Geschehnisse verloren habe.
Ich hoffe ein bisschen, dass es noch einen weiteren Teil geben wird. Nafarroa, seine Königin und deren Probleme haben doch ziemlich mein Interesse geweckt. Und ich bin neugierig, ob Baresins Plan wirklich funktionieren kann. Und Abelion und seine Magie könnten dann auch gerne noch mehr in den Mittelpunkt rücken.
Fazit: Der dritte Band Sieben Heere - Befreiung ist weiterhin spannend zu lesen, obwohl ich die Handlung im Vergleich zu den ersten beiden Büchern als etwas schwächer empfand. Der Erzählstil sorgt für die nötige Distanz bei all dem Töten und getötet werden. Trotzdem ist das Buch nichts für Leute, die kein Blut "sehen" können.
Zum Abschluss der Trilogie kam kurz nochmal ein Gefühl der Gleichförmigkeit auf. Insgesamt entwickelt sich jedoch viel Dynamik, bevor die losen Enden sinnvoll zusammengeführt werden.
... eine Sache muss ich noch los werden: was, verdammt, hat sich der Piper Verlag eigentlich bei der Cover Gestaltung der drei Bücher gedacht? Das ist weder passend noch ansprechend. Wäre Tobias O. Meißner kein automatischer "Kauf ich"-Autor für mich, hätten mich die Cover tatsächlich von einem Kauf abhalten können.