Auf den ersten Blick scheint die Welt in Gerold Späths Geschichten in Ordnung, doch hinter den idyllischen Fassaden öffnen sich bald die Abgründe, treten Tragödien offen zutage. Kunstvoll legt der Autor die Fallstricke aus. Ob in Venedig, auf dem Zürichsee, in Alaska oder in Mexiko – die Lebensläufe und Familiengeschichten driften ab ins Groteske und führen oftmals ins Verderben. Gerold Späth entfaltet einen Erzählkosmos, der Leser und Leserinnen unweigerlich in seinen Bann zieht. Der Band versammelt eine Auswahl alter und neuer Geschichten dieses sprachgewaltigen Erzählers.
Gerold Späth ist ein Schweizer Schriftsteller. Gerold Späth ist in eine Orgelbauerdynastie in Rapperswil hineingeboren. Nach der Sekundarschule absolvierte er eine Lehre als Kaufmann. Späth arbeitete bis 1975 im Familienbetrieb. 1970 erschien sein Debütroman «Unschlecht». Seither hat er unzählige Romane, Erzählungen, Hörspiele und Theaterstücke verfasst – viele davon tragen sich in Rapperswil zu: «Rapperswil ist der Raum, in dem meine Geschichten wohnen, hier bin ich aufgewachsen, hier habe ich die Übersicht und die Durchsicht», so Späth. Späth wohnt heute nicht nur in Rapperswil, sondern auch in Irland und Italien.