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Ethik der Wertschätzung: Tugenden für eine ungewisse Welt

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Corine Pelluchon entwickelt eine Tugendethik, die uns hilft, mit den Herausforderungen unserer modernen Gesellschaften umzugehen. Dabei legt sie den Schwerpunkt nicht in erster Linie auf die Prinzipien unserer Handlungen. Vielmehr geht es ihr um unsere konkrete Motivation, um die Vorstellungen und Affekte, die uns dazu bringen, aktiv zu werden.
Diese Ethik der Besinnung hat ihre Quelle in den Moralphilosophien der Antike, aber lehnt deren Essentialismus ab. Stattdessen gründet sie sich auf Demut und der Erfahrung der Verletzlichkeit. Wo Bernhard von Clairvaux die Besinnung auf die Erfahrung der Unvergleichbarkeit und somit auf den Glauben stützt, definiert Pelluchon sie über die "Transdeszendenz". So bezeichnet sie eine Selbstbetrachtung, durch die das Subjekt seine Verbindung zu den anderen Lebewesen wahrnimmt und durch die das theoretische Wissen um die Zugehörigkeit zu einer gemeinsamen Welt zum gelebten Wissen wird. Eine solche Haltung kann dazu führen, sich konkret zu engagieren.

304 pages, Hardcover

Published April 1, 2019

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About the author

Corine Pelluchon

32 books23 followers


Corine Pelluchon est professeur à l’université de Franche-Comté. Spécialiste de philosophie politique et d’éthique appliquée, elle a notamment publié Leo Strauss, une autre raison, d’autres Lumières (Vrin, 2005, Prix François Furet 2006), L’Autonomie brisée (PUF, 2009) et Éléments pour une éthique de la vulnérabilité (Cerf, 2011, Grand Prix Moron de l’Académie française 2012).

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76 reviews12 followers
August 22, 2019
Umweltethik, Tierethik, Ethik des Miteinanders. Manchmal etwas preachy, aber das ist in unserer aktuellem Lage auch notwendig.

Dies war mein erster Eindruck noch zu Beginn des Buches. Am Ende angelangt kann ich sagen, dass es sich um äußerst wichtiges Buch handelt, aber auch um philosophisches/wissenschaftliches. Zum einen ist Pelluchons Argumentation damit immer gut fundiert, denn sie leitet ihre Aussagen stets von der Geschichte der Philosophie und anderer Wissenschaften her, zum anderen ist vieles leider damit für Leser außerhalb des Fachs nur schwer nachzuvollziehen. Ich habe, trotz Studium der Philosophie und Kenntnis der meisten der verwendeten Fachbegriffe, auch manches nicht verstanden und bedauere das etwas. Es macht es auch schwerer dieses Buch anderen zu empfehlen, obwohl es sehr empfehlenswert ist. Man möchte allerdings seinen Mitmenschen durch solch eine Empfehlung Kopfzerbrechen bereiten. Es wäre schade, wenn es hier bei vielen Worten und wenig Wirkung bliebe.
Eine Stelle, die mir (unter zu vielen sehr zitierwürdigen Stellen) besonders gefiel:
„Das Subjekt der Wertschätzung dagegen wirft auf den anderen einen Blick, der ihn individualisiert. Obwohl die Wertschätzung nicht mit der Bewunderung identisch ist, teilt sie mit ihr wie mit der Liebe die Gabe, den anderen fühlen zu lassen, dass er unersetzlich ist.“ (S. 265)

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