as war also Band 9. Ich freu mich jedes Mal, wenn ein neuer Band rauskommt und ich ihn direkt lesen darf. Gleichzeitig bin ich mega traurig, weil ich die Geschichte nur so weginhaliere, sodass ich, wenn ich mir wirklich Mühe gebe, das Lesevergnügen auf zwei Tage strecken kann, bis ich wieder gefühlte Ewigkeiten auf den neuen Band warten muss. Es ist Freud und Leid zu gleich, aber ich liebs.
Ich finde die gesamte Reihe sehr gut erzählt, es ist immer spannend, es gibt immer Überraschungen. Wenn neue Figuren eingeführt werden, wirkt das nicht gekünstelt, die Nebenprotagonisten, die eine Rolle spielen, haben immer eine Hintergrundgeschichte, die wir erfahren. Auf der einen Seite entwickelt sich die Hauptstory dadurch unfassbar langsam, auf der anderen Seite lernt man ein ganz neues Universum kennen. Noch besser als der Erzählstil, gefällt mir natürlich der Zeichenstil. Ich gucke jedes einzelne Bild so unfassbar gerne an. Vor allem die Kämpfe sind so gut gestaltet.
Wieder ein sehr gelungener Band, mit einem kleinen Manko, das ich auf Unwissenheit schieben möchte und was sich dadurch nicht auf die Bewertung auswirken wird.
Im ersten Kapitel wird der Ausdruck 'Jedem das Seine' genutzt, was ein Spruch am Eingang eines KZ (Buchenwald) war. Auch hier möchte ich hervorheben, dass es keine Unterstellung oder dergleichen ist, lediglich zur Aufklärung dient. 'Jedem das Seine' hat sich sehr eingebürgert, aber sollte mit diesem Wissen nichts mehr im deutschen Sprachgebrauch zu suchen haben.
Weil das ein sensibles Thema ist, möchte ich nochmals erwähnen, dass diese Rezension meine eigene Meinung widerspiegelt. Meine Meinung ist es, dass hinter der Übersetzung kein anderer Gedanke stand, als eine gute Übersetzung zu machen, weswegen dieser Ausdruck nun zu keinen Punktabzügen führt.
Ich liebe diese Reihe dennoch und ich glaube, wenn man mehrere Bände hintereinander weglesen kann, ist das Lesevergnügen nochmal viel größer.
Irgendwann kommt bei vielen Reihen der Moment, in dem die Storyline in die Länge gezogen wird. Und dann gibt es Biaoren. Jeder Band ist intensiv, bildgewaltig, actionreich, lehrreich und fesselnd. Verwässerte Handlung? Fehlanzeige!
Die Kämpfe sind wirklich fulminant. Die Spannung fesselt einen derart an die Geschichte, dass man das Buch nicht weglegen möchte. Dabei wurden wir dieses Mal mit einigen (er)klärenden Rückblenden bedacht, die Licht in so manche Dunkelheit bringen.
Doch ein die Reise der Truppe um Daoma geht weiter, die dieses Mal mehr im Fokus steht. Man bekommt zwar einen kurzen Blick auf die anderen beiden Handlungsstränge, aber der Fokus liegt ganz klar auf Daoma und seiner Truppe.
Mit Band 9 sind wir schon recht tief in der Storyline und bisher habe ich keinen Qualitätsabfall feststellen können. Ich bin immer noch beeindruckt von der künstlerischen Leidenschaft die Xianzhe Xu hier an den Tag legt. Gerade die Kämpfe sind ein echter Augenschmaus.
Daoma reist mit seiner Truppe am Schlusspunkt von Band 8 weiter. Er kommt am Jadetor an... Shu dürstet nach Blut. Es folgt eine Trennung von einer Person. Außerdem gibt es einen interessanten Background von Xiaoqi. Allgemein gibt es in diesem Band zur Abwechslung und meinen Geschmack eher ruhige und wenige Kampfszenen. Inhaltlich geht es dafür mit der Handlung und einigen Hintergrundinformationen weiter. Zudem ist die Beziehung zwischen Daoma und Xiaoqi hier sehr im Fokus, was mein absoluter Favorit war, denn man kann hier den Charakter Daomas sehr gut erkennen und viele seiner Handlungen verstehen und nachvollziehen. Mehr will ich auch gar nicht zum Inhalt verraten.
Die Zeichnungen Xus sind wieder voller Hingabe, Mühe und man erkennt den Spaß, den es ihm bereitet, diese Mangas zu erschaffen. Daher empfehle ich den Comic jeder Person, die schon die ersten 8 Bände verschlungen hat und nun gebannt ist, wie es weitergeht.