Im Rom der ausgehenden Republik entwickelt sich aus der Erfahrung mit Personen der Zeitgeschichte ein Muster, mit dem ein spezifisches Bösesein gefaát werden kann. Dabei werden traditionelle rhetorische Topoi gesteigert und uebersteigert, aber auch neue Grundzuege abgeleitet und somit neue Topoi bestialische Grausamkeit, das Moment des Monströs-Unheimlichen, die Lust am Bösen, Kalkuel und System (,ratio nocendiæ), bis hin zur Vorstellung eines absolut Bösen. Maágeblichen Anteil hat dabei Cicero, eine zweite Phase ist vor allem mit Seneca zu verbinden; die christlichen Autoren werden z.T. unmittelbar anknuepfen. Die Studie gibt eine Zusammenstellung und sorgfältige Auswertung des umfangreichen einschlägigen Begriffs- und Motivinventars; dies bildet in Verbindung mit eingehenden Textinterpretationen die Basis fuer die Darstellung und Analyse der Entwicklung und ihrer Hintergruende.