Folge 4: In ihrem neuen Fall sind der Kater mit dem besonderen Riecher für Schurken und Verbrechen und die Journalistin Alexandra in Belgien unterwegs. Doch statt auf einem Pralinenfestival landen die beiden auf dem Rittergut der jüngst verstorbenen Madame Maupu. Fälschlicherweise für Erben gehalten, geraten sie in die Testamentseröffnung - und dadurch direkt in ihren nächsten Fall! Denn Madame hinterlässt ihren Erben auf den ersten Blick nur wertloses Zeug. Doch der Schein trügt und es gibt jemanden, der das auch ganz genau weiß...
Die Serie: Kater Brown, der Kater mit der Spürnase, merkt schnell, wenn etwas faul ist - aber die Menschen verstehen seine Hinweise einfach nicht! Bis auf Alexandra Berger. Seit sie gemeinsam ihren ersten Mordfall aufgeklärt haben, weicht der Kater der Reisejournalistin nicht mehr von der Seite. Für Alexandras Reportagen vom schönen Landleben kommen sie viel herum - und stellen fest, dass das Verbrechen auch in der größten Idylle zu Hause ist. Humorvoll und spannend erzählt entlarvt das Ermittlerduo scheinbar harmlose Todesfälle und macht sich auf die Suche nach dem Mörder.
In der letzten Zeit habe ich vermehrt Krimis gelesen, in denen Haustiere ermitteln. Deswegen musste auch der Kater Brown-Krimi her. Für mich war es der erste Fall, den ich von ihm gelesen habe. Aber das war kein Problem. Gleich am Anfang werden nochmal extra die Personen bzw. der Kater beschrieben, sodass man gleich weiß, mit wem man es zu tun hat. Der Einstieg in die Geschichte fiel auch super leicht, ich hatte an keiner Stelle das Gefühl, das mir Vorwissen fehlt. Auch wenn Kater Brown hier im Mittelpunkt steht und er ein Gespür für Verbrechen hat, ist die Geschichte nicht aus seiner Sicht, sondern aus der seines Frauchens geschrieben. Es gibt also keine sprechenden Tiere, was ich gut fand, da es das ganze etwas realistischer macht - soweit man das sagen kann. Kater Brown ist mir gleich ans Herz gewachsen. Denn anscheinend hat er nicht nur ein sehr gutes kriminalistisches Gespür, sondern auch sonst seinen eigenen Kopf. Das sagt man ja Katzen generell nach. Die Geschichte beschreibt nur einen Zeitraum von einem Wochenende und hält sich auch nicht mit großen Drumherum auf. Ich fand es gut, dass man sich ausschließlich auf den Fall konzentriert, der anfangs gar keiner zu sein scheint. Etwas schade fand ich allerdings, dass man sehr schnell hinter den Täter bzw. hinter das Motiv kommen kann. Es gab einige Anspielungen, die sehr leicht zu durchschauen waren. So war die Auflösung dann keine allzu große Überraschung mehr. Hier hätte es ruhig noch ein bisschen verzwickter sein dürfen. Der Schreibstil war sehr flüssig und schön zu lesen. Ich konnte mich gut in die Geschichte hineinversetzen und mir alles gut vorstellen. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, einen Stern Abzug gibt es für das vorhergesehene Ende.