Julia und Isabelle sind Freundinnen seit Studientagen. Jetzt, mit Mitte 40, haben sie viel von dem erreicht, was sie sich einst erträumt haben. Da erkrankt Isabelle an Brustkrebs und stirbt. Julia, die immer im Schatten ihrer lebenslustigeren Freundin stand, gerät in eine tiefe Lebenskrise. Doch dann erkennt sie: Ihr Glück findet sie nur, wenn sie ausbricht aus ihrem Alltagstrott. Die Erinnerung an den Mut ihrer Freundin weist ihr den Weg ...
Was für ein schönes Buch über eine Freundschaft zwischen zwei völlig unterschiedlichen Frauen.
Isabelle und Julia kennen sich seit 25 Jahren als Isabelle stirbt. Julia fällt erst einmal in ein tiefes Loch, weil Isabelle in all der Zeit ihre Konstante war. Das Ende und wie Julia sich berappelt, hat mir nicht ganz so gut gefallen, dafür aber der Rest des Buches.
Isabelle ist die Frau mit der Lebensfreude, die von innen strahlt und überall beliebt ist. Julia ist eher zurückhaltend, unsichtbar und manchmal auch etwas ängstlich. Wie die beiden zueinander stehen und dass nicht immer alles rosarot ist, erfährt der Leser ausführlich und in verschiedenen Zeitebenen. Die Autorin hat es sehr gut verstanden, dem Leser die Liebe der beiden Frauen zueinander nahezubringen, sowie die widerstreitenden Gefühle der beiden in manchen Situationen und auch Julias schreckliche Trauer.
Inhaltlich und sprachlich ist das Buch nicht sehr anspruchsvoll, es ist eher etwas für behagliche Momente trotz des traurigen Themas. Für Leser, die Frauenromane mögen, ist das Buch genau das richtige.
Isabelle und Julia kennen sich schon ewig und sind beste Freundinnen. Und doch haben sie beide Geheimnisse voreinander, von denen sie hoffen, dass sie die andere niemals entdecken wird. Als Isabelle an Brustkrebs erkrankt und erfährt, dass sie bald sterben wird, beginnt die Fassade immer mehr zu bröckeln. Und als das Unvermeidbare dann passiert, muss Julia lernen, ohne ihre Freundin im Leben zu bestehen...
„Diese Erwachsenen, solange sie leben, streiten sie sich. Bis dann einer tot ist." pos. 501
Der Schreibstil der Autorin ist sehr gewöhnungsbedürftig, denn auch, wenn die Sätze gut verständlich und flüssig sind, so sind sie meistens sehr kurz, beinahe abgehackt und teilweise auch etwas emotionslos, was ich aufgrund des Themas doch sehr bedauerlich fand. Zeitweise erschien es mir vom Stil her eher ein Sachbuch denn ein Roman zu sein, was mir den Einstieg in die Geschichte zusätzlich erschwerte. Manches ist unglaublich detailliert und ausführlich beschrieben, zum Beispiel Landschaften, anderes wiederum wurde völlig vernachlässigt, wie eben die emotionale Tiefe, die gerade bei diesem Buch und diesem Thema von besonderer Bedeutung gewesen wäre. Die Handlung wird in zwei Zeitachsen erzählt: Der Gegenwart, in der Isabelle bereits krank ist und ihren letzten Urlaub mit Julia und ihrer Tochter verbringt, und der Vergangenheit, als die beiden Frauen sich kennengelernt haben. So kommt nach und nach raus, wie sich zwei so unterschiedliche Frauen überhaupt näher gekommen sind und warum es dazu kam, dass sie über so lange Zeit Freundinnen geworden sind. Diese Art der Erzählweise finde ich meistens gut gelungen und hat mir auch hier ganz gut gefallen.
„Der Herbst ist da, endlich. Eine ehrliche Zeit, wie Julia findet. Schmuddelig, hässlich, kalt. So wie das Leben." pos. 2378
Auch die Story selbst war gerade zu Beginn sehr ausufernd und leider nicht sonderlich fesselnd. Das lag unter anderem aber auch daran, dass ich zu beiden Protagonistinnen keinen Zugang gefunden habe. Julia ist extrem naiv, scheu, irgendwie weltfremd und lässt sich von Isabelle einfach alles gefallen, während diese selbstbewusst, fröhlich und ohne Rücksicht auf Verluste ihr Leben genießt und dabei oft genug auch ihrer besten Freundin schadet - manchmal auch mit voller Absicht. Von Kapitel zu Kapitel wurden mir die Frauen, insbesondere Isabelle, unsympathischer, und ich konnte einfach nicht verstehen, wie man hier von Freundschaft sprechen kann. Diese Beziehung der beiden ist toxisch, Julia scheint geradezu abhängig zu sein von Isabelle und ihre "Freundschaft" ist geprägt von Betrug, Verrat, Verletzungen, Grenzüberschreitungen und Ausnutzen. Das ist per se schon keine Freundschaft und schon gar keine "tolle" und ich persönlich finde es schon beinahe ein bisschen gefährlich, das so darzustellen, als wäre diese toxische Verbindung eine schöne, tolle und absolut normale Freundschaft, denn das ist sie absolut nicht! Und Julia ist sich dessen nicht bewusst - nicht einmal nach Isabelles Tod als sie ein Geheimnis herausfindet, das so viel schlimmer ist als alles bisher passierte, das doch eigentlich dazu hätte führen müssen, dass sie realisiert, dass ihre Freundschaft keine war und dass sie beginnt, Isabelle zu hassen. Aber nein, sie ist kurz wütend, fährt zur Familie von Isabelle, trauert mit ihnen gemeinsam und lässt sich von allen sagen: "So war Isabelle nun mal." Und das akzeptiert sie einfach. Ja, so war sie halt. Aber so verhält sich keine beste Freundin und so sieht keine Freundschaft aus. Niemals.
„Die Trauer wird sich verwandeln. Sie wird bleiben, und zugleich wird sie dich mehr und mehr freigeben." pos. 3741
Während ich Julia und Isabelle immer weniger leiden konnte, gab es zwei, die ich wirklich toll fand: Mineke, Isabelles Mutter, und Anne, deren Freundin. Diese beiden fand ich unglaublich sympathisch und ich habe mich immer gefreut, von den beiden zu lesen. Ansonsten blieben die Charaktere allesamt ziemlich blass und man konnte durch die fehlenden Emotionen keine richtige Verbindung zu ihnen aufbauen.
„Was glaubst du, was bleibt, der Verrat oder die Liebe? Was hat Bestand?" pos. 3809
Das Buch hätte großartig werden können. Die Story hatte Potenzial, war aber einfach viel zu emotionslos und zu sachbuchartig, als dass sie mich hätte fesseln können. Anstatt traurig oder wütend über Isabelles Tod zu sein, war ich gelangweilt oder sogar gleichgültig. Das einzige Gefühl, das mir das Buch entlocken konnte, war Wut darüber, dass man die toxische Beziehung von Isabelle und Julia als tolle Freundschaft darstellt, was sie absolut nicht ist. Wenn Julia das am Ende realisiert hätte, hätte ich das Buch besser bewerten können, aber so leider nicht...
Fazit
Keinerlei Gefühle, obwohl das Thema doch genau das gebraucht hätte; abgehackte Sätze, die einem beinahe das Gefühl geben, ein Sachbuch zu lesen und eine ausschweifende, langatmige Geschichte über eine Freundschaft, die keine ist, sondern stattdessen eine gefährliche, toxische Verbindung, die auf gar keinen Fall gut tut - vor allem nicht Julia. Schade, dass sie das nicht einmal dann eingesehen hat, als sie ein Geheimnis herausgefunden hat, mit dessen Wissen ich Isabelle gleich nochmal umgebracht hätte. Aber da Isabelle "halt einfach so war" wird auch das geschluckt und so hinterlässt dieses Buch bei mir nicht nur das Gefühl von Langeweile und Gleichgültigkeit, sondern hinsichtlich des Freundschaftsthemas ganz viel Wut im Bauch.
Inhalt: Julia hat eine manisch-depressive Mutter und ist dadurch nicht sonderlich ans Leben angepasst. Als sie Isabelle kennenlernt kann sie endlich am Leben teilnehmen, doch als Isabelle erkrankt wird vieles anders ...
Schreibstil: Die Art wie der Text geschrieben ist, wie er erzählt wird ist gut. Es ist nicht wirklich klar, wo die Reise hingeht, was passiert. Dies wird durch unterschiedliche Erzählperspektiven noch verstärkt. Was allerdings gar nicht geht, ist der Inhalt des Buches. Krebs, Depression und toxische Freundschaft sind alles Themen, welches ein bisschen Einfühlungsvermögen brauchen und auch Hintergründe fehlen. Die hat Krebs, die ist depressiv und na und die ist halt so. Echt jetzt?! Zudem stimmt der Klappentext wenig mit dem Buchinhalt überein. Eine Freundschaft beruht auf Gegenseitigkeit. Hier ist Julia nur bei Isabelle, weil Isabelle halt da ist. Was Isabelle mit Julia verbindet ist und bleibt unklar. Ein kleines "Spielerchen" trifft es wohl eher.
Charaktere: Julia ist nicht fertig, warum ist sie so weltfremd, wenn nur die Mutter manisch-depressiv ist? Warum hat Julia noch nie ein Küchenutensil angefasst oder Fenster geputzt? Wie lebt dieser Mensch bzw. wie ist diese Person so alt geworden?
Isabelle hat noch nie etwas von Einfühlungsvermögen oä gehört. Wie kann man alles im Leben weglachen bzw. dies versuchen und sich innerlich auffressen lassen. Logisch, dass sie krank wurde und besser ist es, wenn sie weg ist. Das, was sie Julia angetan hat, geht gar nicht! Wieso schimpft man sowas Freundin?!
Auch die anderen Charaktere wirken konstruiert und unfertig. Wieso geht jeder Mann erst mit Isabelle und dann mit Julia ins Bett und warum stört Julia das nicht?! Sie werfen alle Fragen auf und man möchte jede nur klatschen ...
Cover: Das Cover wirkt nach einem entspannten Tag am See, alte Erinnerungen werden getauscht und es werden nette Abende - alles falsch. Wie der Klappentext.
Fazit: Ich habe beim Schreiben der Rezi immer noch Puls. Wie kann man eine solche toxische Freundschaft dulden und sein Leben lang so fertig durch die Welt laufen?! Es sind so viele Dinge, die einfach durch die Charaktere im Buch "weggelacht" werden - über schlimme Dinge spricht man nicht und das ist Freundschaft und Familie?! Nein, das ist krank! Daher 1 Stern und keine Leseempfehlung.
Julia und Isabelle sind beide Mitte 40 und seit dem Studium miteinander befreundet. Doch dann erkrankt Isabelle an Brustkrebs und stirbt. Julia, die immer im Schatten der lebenslustigen Isabelle stand, gerät daraufhin in eine tiefe Lebenskrise. Bis sie erkennt, dass sie ihr Glück nur findet, wenn sie aus ihrem Alltagstrott ausbricht, dauert es seine Zeit. Doch die Erinnerung an den Mut ihrer Freundin zeigt ihr den richtigen Weg.
Das Cover ist gut gewählt und mir gleich ins Auge gefallen. Zwei Frauen sitzen am Ende eines Stegs und schauen auf den See hinaus. Mir gefiel das Titelbild und auch der Klappentext sofort ausgesprochen gut und ich habe mich sehr gefreut, als mir von NetGalley und dem Piper-Verlag ein Rezensionsexemplar als E-Book zur Verfügung gestellt wurde. Vielen lieben Dank dafür!
Es fiel mir zu Beginn schwer, mich mit dem Schreibstil der Autorin anzufreunden. Die vielen, vergleichsweise kurzen Sätze empfand ich als gewöhnungsbedürftig und das störte meinem Lesefluss sehr. Die Rückblenden empfand ich als zu opak und sie erfolgten chronologisch nicht in der richtigen Reihenfolge. Um aber die Hintergründe der Freundschaft zu verstehen, waren sie unerlässlich. Die beiden Hauptpropagonisten sind Isabelle und Julia. Isabelle ist eine sehr spontane, sorglose und lebenslustige Frau, die sehr direkt und manchmal etwas zu übermütig ist. Julia dagegen ist eine sehr feinfühlige, zarte, empfindsame Frau. Die Beiden sind sehr unterschiedlich und doch verbindet sie eine intensive Freundschaft. Nach dem Krebstod von Isabelle versinkt Julia völlig in ihrer Trauer und findet nur schwer den Weg zurück. Es ist ein sehr emotionales Thema das die Autorin hier aufgegriffen hat. Sie hat sehr gefühlvoll mit ihrem Schreibstil die Stimmung, die ungeklärten Konflikte der Frauen und die Kraft der Freundschaft eingefangen. Allerdings blieben mir sowohl Julia, als auch Isabelle fremd und ich konnte mich nicht in sie hineinversetzen. Die Idee zu dem Buch ist sehr gut, Von mir gibt es 3 von 5 Sternen ⭐⭐⭐ und eine Leseempfehlung #NetGalley #Erzählmirwasschönes
Ich war vom Klappentext und Cover sehr angetan. Ich selber befinde mich in dem Alter der beiden Protagonistinnen, habe auch eine liebste Freundin und natürlich haben auch wir viele Höhen, aber auch Tiefen in unserer Freundschaft miteinander durchgemacht.
Leider konnte mich die Autorin mit ihrem Buch nicht erreichen.
Ich habe nicht verstehen können, wie diese beiden Frauen ihren "Zusammenhalt" als Freundschaft bezeichnen können. Ich habe keine der Beiden als symphatisch oder emphatisch empfunden Die Freundschaft ist gezeichnet von gegenseitigem Betrug und Verrat.
Die Charaktere waren in meinen Augen überzogen und in jeweils entgegen gesetzte Richtungen geschrieben, ist Isabelle offen, lebenslustig und nimmt sich was sie will, ohne Rücksicht auf Verluste und vor allem ohne Rücksicht auf ihre Freundin, so ist Julia farblos, unbehofen, weltfremd und nachgebend.
Ich bin während der ganzen Lesezeit nicht warm geworden mit den 2 Erzählsträngen, der eine der in der Gegenwart ist und der, der uns aus der Vergangenheit der beiden Frauen erzählt. Ich fand die Zusammenhänge oft suspekt und für mich nicht nachvollziehbar.
Einzig Anne und Mineke sind mir sympathisch durch ihre Art und Weise und um zu erfahren wie diese beiden mit dem Tod Isabelles umgehen habe ich das Buch zu Ende gelesen.
Zum Inhalt: Julia und Isabelle sind Freundinnen seit Studientagen. Jetzt, mit Mitte 40, haben sie viel von dem erreicht, was sie sich einst erträumt haben. Da erkrankt Isabelle an Brustkrebs und stirbt. Julia, die immer im Schatten ihrer lebenslustigeren Freundin stand, gerät in eine tiefe Lebenskrise. Doch dann erkennt sie: Ihr Glück findet sie nur, wenn sie ausbricht aus ihrem Alltagstrott. Die Erinnerung an den Mut ihrer Freundin weist ihr den Weg ...
Mein Dank richtet sich an den Verlag der mir ein Rezensionsexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt hat.
Zum Buch: Julia und Isabelle sind Freundinnen seit Studientagen. Jetzt, mit Mitte 40, haben sie viel von dem erreicht, was sie sich einst erträumt haben. Da erkrankt Isabelle an Brustkrebs und stirbt. Julia, die immer im Schatten ihrer lebenslustigeren Freundin stand, gerät in eine tiefe Lebenskrise. Doch dann erkennt sie: Ihr Glück findet sie nur, wenn sie ausbricht aus ihrem Alltagstrott. Die Erinnerung an den Mut ihrer Freundin weist ihr den Weg ...
Meine Meinung: Der gewöhnungsbedürftige Schreibstil hat es mir zu Anfang schwer gemacht, mich auf die Geschichte einzulassen. Die Sätze sind ziemlich einfach gehalten und sehr kurz. Man kommt den Protagonisten nicht sehr nahe, wodurch die Emotionen sich nur sehr gering nachempfinden lassen und manches Verhalten der Protagonisten nicht wirklich nachzuvollziehen ist. Besonders das Verhalten von Julia empfand ich als Besessenheit. Anderseits total naiv und unreif für ihr Alter. Die Rückblicke, auf den Beginn der Freundschaft und deren Entwicklung, sind nicht chronologisch eingefügt, was störend und verwirrend ist. Das Thema, welches emotional ist, konnte mich nur vom Thema her begeistern und nicht durch den Schreibstil, denn dem fehlt es eindeutig an Leidenschaft.
Fazit: Die Idee zum Buch finde ich sehr gut, wurde jedoch nicht ausreichend und tiefgründig wiedergegeben. Alles in allem ⭐️⭐️⭐️
Eher 2,5 Ich dachte mir, ich versuche mit diesem Roman mal etwas, das ich sonst nicht unbedingt lese. Aber zumindest was "Erzähl mir was Schönes" angeht, hat sich gezeigt, weshalb ich solche schicksalsschweren Romane eher nicht zur Hand nehme. Die Freundschaft zwischen den beiden an sich, ist durchaus realistisch geschildert. Allerdings zeigt sich meiner Meinung nach und nach, das sie auch ganz schön toxisch aufgeladen ist. Vor allem nachdem Isabelle gestorben ist, kommt eine Wahrheit ans Licht, die dafür sorgt, das man sich fragt, weshalb Julia und sie eigentlich Freundinnen waren. Mir persönlich ist Isabelle ziemlich unsympathisch und ich finde auch, das nicht so recht verständlich ist, weshalb die Freundschaft nach wie vor anhält. Es wirkt auf mich eher so, als ob die beiden Figuren sich aneinander klammern. Zu Mal Isabelle ganz schön manipulativ ist. Durch die Krebsdiagnose auf der einen Seite, aber auch die gemeinsame Geschichte, die man über ein paar Rückblenden erfährt, wird ziemlich viel Drama aufgebaut. Das wirkte für mich eher wie bei einem etwas kitschigen Liebesfilm und hat mich persönlich zugegebener Maßen wenig berührt. Ich denke mir was das alles zu viel des Guten. Vor allem das Geheimnis das dann enthüllt wird, das macht es fast schon unerträglich süßlich auf eine gewisse Art und Weise. Alles in allem ein Roman der einfach zu dick aufträgt und gleichzeitig sehr offensichtlich auf die Tränendrüse seiner Leser*innen drückt. Nicht mein Ding.
*Klappentext (übernommen)* Ein wundervoller Roman über die Kraft der Freundschaft
Julia und Isabelle sind Freundinnen seit Studientagen. Jetzt, mit Mitte 40, haben sie viel von dem erreicht, was sie sich einst erträumt haben. Da erkrankt Isabelle an Brustkrebs und stirbt. Julia, die immer im Schatten ihrer lebenslustigeren Freundin stand, gerät in eine tiefe Lebenskrise. Doch dann erkennt sie: Ihr Glück findet sie nur, wenn sie ausbricht aus ihrem Alltagstrott. Die Erinnerung an den Mut ihrer Freundin weist ihr den Weg ...
*Meine Meinung* "Erzähl mir was Schönes" von Lioba Werrelmann ist ein einfühlsamer, aber auch nachdenklicher Roman, der mich schnell in den Bann zog. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm zu lesen. Sehr eindrücklich beschreibt sie die ungewöhnliche Freundschaft von Julia und Isabelle. In Rückblenden wird der Verlauf ihrer Freundschaft beschrieben. Es ist ungewöhnlich, dass so verschiedene Menschen so lange befreundet sind. Julia ist eher zurückhaltend und unscheinbar, wogegen Isabelle lebensfroh und sehr selbstbewusst ist. Auch ist deren familiäres Umfeld sehr unterschiedlich, Julia hatte keine schöne Kindheit und Isabelle kommt aus gehobenen Verhältnissen. Ich hatte immer das Gefühl, dass Julia von Isabell abhängig ist. Sonst kann ich mir nicht vorstellen, warum sie manche Spielchen von Julia so über sich hat ergehen lassen. Nach und nach wird erst klar, dass die beiden Frauen nicht wirklich miteinander geredet haben und auch nicht immer ehrlich waren. Jeder hatte so seine Geheimnisse. Kann das Freundschaft sein?
Die Krise, in die Julia nach dem Tod ihrer Freundin fällt, hat die Autorin gut beschrieben. Manchmal hätte ich Julia gut schütteln können, wobei ich weiß, dass das es Tage gibt, an denen man sich einfach nicht anders verhalten kann.
*Fazit* Dieser Roman über eine ungewöhnliche Freundschaft hat mir gut gefallen, ich habe mit den Protagonisten geweint und gelacht. Manche Stellen haben mich sehr nachdenklich gemacht. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 Sterne.
Ein Buch über zwei ungleiche Frauen, seit langem beste Freundinnen, die sich gerade wegen ihrer Gegensätze lieben und brauchen. Und über die Auswirkungen einer Krankheit, die bei beiden das Bedürfnis hervorruft, den anderen möglichst wenig leiden zu lassen – und die beiden gerade dadurch und durch die daraus hervorgehenden Missverständnisse trennt. Man erlebt im Verlaufe der Geschichte ihre Vergangenheit, ihre letzte intensive Zeit zusammen und ihre Zukunft, in der die eine nur noch in der anderen weiterlebt. Ein Buch über Liebe, Freude, Verbundenheit und über Verlust, Schmerz und Neuorientierung, das seinen ganz eigenen Ton hat und leise, aber eindringlich daherkommt. Und das trotz der potenziell schweren und dunklen Thematik nicht herunterzieht. Klare Leseempfehlung von mir.