Jugendliche sind ein beliebtes Thema offentlicher Untersuchung. Ihre Werte werden beleuchtet, ihre Probleme mit Beunruhigung registriert. Selbst kommen sie allerdings selten zu Wort. Der vorliegende Band liefert einen Perspektivwechsel: Zentral ist hier die Analyse von Gesellschaft durch die jugendlichen Forschungs-TeilnehmerInnen. Jugendliche sind Teil und gleichzeitig ProduzentInnen von Gesellschaft. Sie so zu sehen heisst, gangige Modelle von Partizipation und Zugehorigkeit zu hinterfragen. In ihren Beitragen zu nationaler und kultureller Zugehorigkeit, zu Geschlechterrollen und Normvorstellungen analysieren bundesdeutsche und kanadische Jugendliche differenziert die eigene Gesellschaft. Im Fokus stehen die Moglichkeiten, sich im Kontext von gesellschaftlichen Konzepten der Hierarchisierung, Differenz und Zugehorigkeit zu verorten