Von der Euphorie des Verliebtseins über die ersten leisen Zweifel, die darauf folgenden Kämpfe und Verzweiflungsanfälle bis hin zur erneuten Annäherung – in seinem um zahlreiche neue Gedichte erweiterten Band "Im Namen der Liebe" erzählt Peter Turrini sachlich und ironisch, sarkastisch und zärtlich vom Lieben.
Peter Turrini is an Austrian leftist playwright. Born in Carinthia, Turrini has been writing since 1971, when his play Rozznjogd premiered at the Volkstheater, Vienna. A versatile author, he has written plays, screenplays, poems, and essays. Rather than presenting an authentic picture of reality, in Turrini's understanding it is the function of the theatre to exaggerate and, by doing so, to raise the consciousness of the public. He lives in Vienna and Retz, Lower Austria.
TURRINI, Peter: „Im Namen der Liebe“, Frankfurt 2018 Die erste Version dieses Gedichtbandes erschien 1993. Mit seiner Lebensgefährtin Silke Hassler als Herausgeberin erschien es im Jahr 2005 neu mit neuen Gedichten ergänzt. Die Gedichte spannen einen Bogen von der feurigen Liebe über erste Konflikte, Streit, Trennung und letztlich wieder zum positiven Teil, der Sehnsucht. Die Herausgeberin sagt es sehr schön: „Die Gedichtsammlung beginnt mit der Beschreibung des hingebungsvollen und nicht enden wollenden Glücks einer noch frischen Liebe, erzählt von den ersten Trübungen, steigert sich über den Betrug und die Lüge zur kämpferischen Auseinandersetzung, führt in die Verzweiflung, Zerstörung und den Irrsinn und endet schließlich in der Erschöpfung und Resignation der Liebenden.“ (Seite 125) Als doch positiver Mensch möchte ich ein Gedicht aus dem ersten Abschnitt hier wiedergeben: „Am Ende des Horizontes Brennt ein Feuer. Ich verständige sämtliche Feuerwehren Der Umgebung und eile mit ihnen an den Ort des Brandes. Dort brennt kein Haus. Kein Stadel, kein Strohhaufen. Dort stehst du. Du zeigst auf dein brennendes Herz lächelst und forderst mich auf auch das meine zu entzünden. Ich hätte ja genug Feuerwehren mitgebracht.“