Angefangen zu lesen im Zug nach Kempten -
Ankunft Hemingways und seiner Frau in Venedig theatralisch in Szene gesetzt, reflektiert über die Perspektive Sergios, eines aufstrebenden Journalisten aus einer Fischerfamilie, der eine Sensationsstory wittert und seine ganze Familie mit Sohn, Tochter und Frau einsetzt, um Hemingway näher zu kommen. Macht Spaß zu lesen - dann einige Längen, passend zu Hemingways Midlifecrisis und seinen sich wiederholenden alkoholischen Vorlieben… Dann übernimmt Paolo, der Sohn Sergios, fast die Hauptrolle und bringt Schwung in die Story, öffnet die Augen Hemingways, weiser als der verirrte Meister selbst.
Aufgehört zu lesen erst Wochen später zuhause an einem verregneten Nachmittag, da die Geschichte zu konstruiert ist? Oder zu nahe an der Wirklichkeit? Titel perfekt gewählt - danke für das Buch, Herr Ortheil. Geliebt habe ich Ihren Sizilienroman.