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Die Seele des Wächters

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Rare Book

400 pages, Paperback

Published October 6, 2018

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Stephan R. Bellem

25 books8 followers

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Community Reviews

5 stars
5 (25%)
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2 (10%)
1 star
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Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for Jessi.
1,325 reviews41 followers
August 28, 2020
Inhalt:

»Fliegen wird die Welt verändern!«
Auf dem Kontinent Rhilok herrscht seit Jahrhunderten ein brüchiger Frieden zwischen den magischen Völkern gesichert von der ultimativen Vernichtungsmaschine: Dem Wächter.
So kann der junge Gnom, Rhaflit, seinem Erfindertum nachgehen. Nach der Armbrust, Morfius Gesetz und dem Demeterschen System ist seine dampfbetriebene Flugmaschine das Gespräch unter den gnomischen Ingenieuren.
Doch als die Orks plötzlich einen Krieg beginnen, muss er erkennen, dass nicht nur der Verantwortung für seine Heimat übernimmt, der eine Waffe trägt.
Mit einem Mal ist Rhaflits Prototyp die letzte Hoffnung auf Hilfe, bevor der Wächter erwacht und alles vernichtet …
Quelle: drachenmond.de

Meinung:

Die Axt spaltete den Orkschädel sauber in der Mitte und ließ das grüne Monster in einem roten Sprühregen hintenüberkippen.

Das Cover von dem Buch finde ich richtig cool. Man sieht den Drachen, welcher der Wächter sein soll und was gibt es schon cooleres als einen Drachen auf dem Cover? Es passt einfach zum Inhalt und man kann sich sofort denken, dass es sich hier um eine Fantasy-Geschichte handelt.

Der Schreibstil des Autors ist echt klasse. Man liest das Buch aus vielen verschiedenen Sichten, allerdings immer in der allwissenden Sicht. Somit begleitet man Zwerge, Gnome, Menschen und Elfen auf ihrem Weg. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und ka, auch echt schnell weiter.

Zu Beginn lernt man Rafhlit und Duibel kennen, zwei Gnome, die etwas Neues erfinden wollen. Doch schon bald kommen die Elfen in die Stadt der Zwerge und mit ihnen auch eine Bedrohung.

Viel zu lange lag dieses Buch auf meinem SuB und ich bereue es zutiefst, denn es hat mir von vorne bis hinten gefallen. Ich kann bereits jetzt sagen, dass mir das Buch unglaublich gut gefallen hat und jeder, der Fantasy mag, dieses auch lesen sollte. Der Einstieg ist mir recht leicht gefallen, obwohl es ziemlich viele Namen gibt, die man sich zuerst mergen sollte. Mit der Zeit weiß man zwar, wer wer ist, aber es kann doch verwirrend sein.

Die Geschichte wird aus einigen Perspektiven erzählt und ich weiß gar nicht, was ich viel verraten kann, ohne zu spoilern. Vielleicht zu den wichtigsten Personen. Ich mochte nicht alle, aber einige Charaktere sind mir doch sehr positiv in Erinnerung geblieben. Da hätten wir einmal die Hohe Tochter, die um jeden Preis den Frieden wahren will und die Erweckung des Wächters nur im äußersten Notfall in betracht zieht. Ich mochte sie wirklich gerne, obwohl sie viel zu selten vorkam. Obwohl die Hohe Tochter sehr vernüftig wirkt, hat sich doch eine Schwäche und diese ist ständig in ihrer Nähe. Ihr erster Krieger. Den ich zuerst sehr mochte und der sich dann als riesiger Idiot herausgestellt hat, aber lassen wir das. Über ihn und seine Entscheidungen könnte ich mich ewig und drei Tage aufregen.

Von den Zwergen und Gnomen hingegen mochte ich einfach jeden. Rafhlik war mir ein bisschen zu aufgedreht, aber auf seine Weise auch ziemlich liebenswert. Duibel konnte mich da schon mehr begeistern, da er ein richtig vielschichtiger Charakter ist. Ich konnte all seine Unsicherheiten und Bedenken nachvollziehen, aber auch seinen Ehrgeiz und Tatentrang sehen. Für mich ist er einfach der beste Protagonist in dem Buch.

Von den Orks gibts es recht wenig zu lesen. Sie greifen die Zwerge an und man bekommt wenig von ihnen mit, das fand ich etwas schade. Mehr gabs dann schon von den Menschen zu lesen. Dolantan hat es mir angetan, denn sein Herz ist rein und er trifft immer die richtigen Entscheidungen, da er eben auf dieses hört. Seine Geschichte mag tragisch sein, aber er hat sich in dem Buch so sehr weiter entwickelt, das hat mich wirklich beeindruckt. Es kamen insgesamt nicht viele Menschen vor, aber es hat dennoch gereicht. Die Mischung machts aus.

Die Geschichte selbst ist einfach der Hammer. Gut durchdacht und zu keinem Zeitpunkt langweilig. Ständig habe ich meinem Freund vorgeschwärmt, wie toll das Buch doch ist und dass ich gar nicht aufhören möchte. Alles deutet auf einen großen Kampf am Ende hin, den wir als Leser auch bekommen. Vielleicht hätte man ihn eine Spur länger schreiben können, aber ansich bin ich wirklich zufrieden damit, wie alles abgelaufen ist. Die Handlung erstreckt sich über mehrere Wochen, die Charaktere bekommen alle Zeit für ihre Entwicklung und es wird nichts überstürzt.

Das Ende hat mir, wie der ganze Rest auch schon, sehr gut gefallen. Wie es sich bei Fantasy gehört gibt es sehr viele Verluste, aber auch neue Allianzen und Freundschaften. Ich hätte bei dem Buch noch ewig weiterlesen können und es gab keinen Punkt, der mich irgendwie gestört hätte.

Fazit:

Ich bin begeistert. Wie ich es schon am Beginn der Rezension gesagt habe. Für mich hat bei diesem Buch einfach alles gepasst und ich kann mir kein besseres Ende vorstellen. Jetzt bin ich umso mehr gehyped auf die anderen Bücher des Autors, mal sehen, ob diese mir genauso gut gefallen. Klare Empfehlung, 5 Sterne.
243 reviews1 follower
June 30, 2026
Fliegen wird die Welt verändern
Von nichts träumt der ehrgeizige Gnom Rhaflit mehr, als davon, eines Tages zu fliegen. Er ist einer der angesehensten, aber auch verrücktesten Ingeneure in der Zwergenstadt Invar und riskiert Jahr für Jahr seinen Hals bei seinen Flugversuchen. Während er wieder über beide Ohren in seiner Arbeit steckt, bricht Krieg über das geteilte Land Rhilok herein und die Zwerge sind von jeder Hilfe abgeschnitten. Plötzlich ist die Flugmaschine das einzige, das die Zwerge noch retten kann, bevor der Wächter, eine uralte göttliche Macht, erwacht und die ganze Welt mit Vernichtung überzieht…

Im Fantasy-Einzelband „Die Seele des Wächters“ nimmt uns Stephan R. Bellem mit in die mittelalterliche Welt Rhilok. Sie ist voller Leben und verschiedener Kulturen, es gibt Zwerge und Elfen, Menschen und Gnome und jede Menge Orks, die den Frieden bedrohen. Mit anderen Worten: Es erinnert ein wenig an Mittelerde. Alle Fans von klassischer, epischer Fantasy kommen hier sicher auf ihre Kosten und können sich sogar noch von einer überraschenden Portion Steampunk unterhalten lassen.

Um in der Geschichte anzukommen, muss man zu Beginn jedoch etwas geduldig sein, der Einstieg ist recht lang. Richtig in Fahrt kommt die Handlung erst nach ungefähr einem Drittel des Buches, dann geht es aber wirklich Schlag auf Schlag. Es ist dem Autor sehr gut gelungen, mit bereits bekannten Motiven eine komplexe und glaubwürdige Welt zu erschaffen, vor allem im Rahmen eines Einzelbandes. So begleiten wir nicht nur die Zwerge und Gnome in den Krieg, der über ihr Zuhause hereinbricht, wir lernen auch das Schicksal eines menschlichen Meuchelmörders kennen, der nach seiner Bestimmung sucht und verzweifeln an der Seite eines treuen Elfenkriegers, der nicht entscheiden kann, ob er sein Herz und Gewissen über seinen Schwur stellen soll. Mein einziger Kritikpunkt, abgesehen vom etwas längeren Einstieg wäre, dass es, vor allem im Bereich der Zwerge und Gnome, ähnlich wie bei Tolkien, fast keine weiblichen Charaktere gibt. Aber vielleicht sollte eben die eine Protagonistin, die mutig zur Axt gegriffen und sich gegen dieses Vorurteil gewehrt hat, auch genau das zeigen.

Man könnte meinen, es geht in diesem Buch nur darum, den Krieg zu gewinnen und die Bösen zu schlagen, doch der Autor überrascht an dieser Stelle und macht aus seinem Buch eine erstaunlich reflektierte Geschichte, in der es nicht die eine bösartige Macht gibt und die richtige Seite auch ein wenig eine Frage der Perspektive ist, in der auch die göttliche Prophezeiung nicht immer richtig liegt. So ist die Handlung nicht ganz vorhersehbar, auch wenn sie sich im bekannten Rahmen anderer Geschichten bewegt, und kann langfristig an die Seiten fesseln, mit schnellen, dynamischen Perspektivwechseln zwischen sehr vielen Protagonisten, verrückten Experimenten und dem klassischen Fantasy-Abenteuer-Gefühl.

Am Ende wird mehr als eine Schlacht geschlagen und mehr als eine Brücke gebaut und so bleibt unter dem Strich eine abenteuerliche, aber auch nachdenkliche Geschichte, die kein Blatt vor den Mund nimmt, aber die Gewalt kritisch beäugt und ein mutiges, optimistisches Ende schenkt, das das Buch perfekt abrundet. Schade, dass dieses Buch nicht bekannter ist, denn es beweist: Die klassische Fantasy ist durchaus nicht ausgestorben.
Profile Image for Sandra.
350 reviews1 follower
August 11, 2020
Das Cover ist doch recht düster und hat mich ehrlich gesagt nicht sofort angesprochen. Der Klapptext machte mich dann aber doch neugierig.

Der Schreibstil von Stephan R. Bellem ist flüssig und schnell zu lesen.
Fiel der Einstieg ins Buch mir noch etwas schwer konnte es mich nach und nach immer mehr fesseln. Es lang vielleicht an den Charakter-Namen, die ich mir zu Beginn einfach nicht merken konnte.
Das Buch umfasst 23 Kapiel plus Pro- und Epilog.

Die Charaktere sind wirklich sehr vielschichtig. Es gibt Gnome, Zwerge und Elfen. Dabei haben mich besonders Rhaflit und Duibel schnell begeistert, mit ihrer Art und das faszinierende an Erfindungen.

Eine packende Fantasy-Story mit wundervollen lebendigen Charakteren. Noch kleinen Einstiegs Schwierigkeiten konnte es mich begeistern und lege es jeden Fantasy-Fan ans Herz.
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