Mit fast 500 Seiten kein leichtes Unternehmen, weder für die Autorin noch den Leser, doch trotzdem ein gelungenes Werk. Erfolgreich widerspricht Frau Eisenhuth die lineare Meistererzählung der amerikanische Präsenz in West-Berlin, eine Erfolgsgeschichte die quasi direkt von der Luftbrücke und der Mauerbau zum Mauerfall springt. Mit der Einblendung von den verschiedenen Meinungen diversen Gruppen anhand eines sehr umfangreichen Quellenfundus bietet sie ein nuancierter Bild der Beziehungen zwischen den Amerikaner und den Berliner.
Allerdings ist das Buch im letzten zirka 100 Seiten am interessantesten, denn es geht hier um weniger recherchierten Gebieten wie US-Soldaten als Touristen in Ost-Berlin, Terrorismus gegen US-Einrichtungen, und der Verlust der Alliiertenpräsenz an Bedeutung in den 1970er und 80er.