Erich Koch-Weser hinterliess Tagebucher aus dem Zeitraum 1914 bis 1932. Die Aufzeichnungen des Kasseler Oberburgermeisters, der in der Weimarer Republik sechs Jahre an der Spitze der liberalen Deutschen Demokratischen Partei sowie Reichstagsfraktion stand und 1933 nach Brasilien emigrierte, gehoren zu den bedeutenden Quellen ihrer Zeit. Der vorliegende Band beleuchtet den Ersten Weltkrieg aus der Perspektive eines hohen preussischen Verwaltungsbeamten und Kommunalpolitikers. Koch-Wesers Tagebuchaufzeichnungen von 1914 bis 1918 eroffnen mentalitatsgeschichtliche Einblicke von bemerkenswerter Authentizitat. Aus der "Das Tagebuch ist ein guter Indikator der damaligen Stimmung, von der auch der Kasseler Oberburgermeister Erich Koch, trotz kritischer Reflexionen, nicht verschont blieb. ... bemerkenswerte Quelle sowohl zur Kasseler Stadtgeschichte wie auch zur Biographie Erich Koch-Wesers." Dusseldorfer Jahrbuch 2000, 71. Band"