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Rywig #2

Hab Mut, Katrin!

Katrin ist immer von ihren älteren Brüdern verwöhnt worden. Nun ist sie achtzehn und noch ziemlich unselbständig. Eines Tages wird sie gezwungen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Zum Glück lernt sie Beate kennen, die ihr Mut macht und sie in ihre fröhliche Familie aufnimmt. Allmählich gewinnt Katrin Selbstvertrauen - und sie lernt Bernd kennen...

189 pages, Hardcover

First published January 1, 1961

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About the author

Berte Bratt

46 books9 followers
Pseudonym für Annik Saxegaard

Annik Saxegaard wurde am 21. Mai 1905 in Stavanger geboren. [...] Später zog die Familie nach Oslo um, wo Saxegaard 1925 ihr Abitur machte. Zunächst versuchte sie sich als Schauspielerin, merkt aber schnell, dass hier nicht ihre eigentliche Stärke lag. Sie verdiente bereits zu dieser Zeit Geld mit dem Schreiben, außerdem arbeitete sie im Rundfunk.

Als ihre Eltern sich scheiden ließen, zog Saxegaard mit ihrer Mutter nach Bergen. Hier leitete sie eine Rundfunksendung, hielt Vorträge, schrieb Werbetexte und begann schließlich Tiergeschichten für Kleinkinder zu verfassen. Nachdem diese zu Erfolgen wurden, veröffentlichte sie zunächst einen Roman. Danach begann sie Mädchenbücher zu schreiben, die ihr vor allem in Deutschland zu großer Popularität verhalfen. Unter dem Pseudonym Berte Bratt wurde sie zu einer der meistgelesenen Mädchenbuchautorinnen in Deutschland, mit einer Gesamtauflage von über 5 Millionen Exemplaren. Einige ihrer Romane wurden zunächst als Lore-Romane unter dem Pseudonym Nina Nord veröffentlicht, außerdem verwendete sie das Pseudonym Ulla Scherenhof (Gina-Reihe).

1958 zog sie nach Deutschland. Ab diesem Zeitpunkt schrieb sie ihre Bücher fast ausschließlich auf Deutsch. Sie wohnte in Kiel zusammen mit einer deutschen Freundin und lebte dort bis zu ihrem Tod am 16. August 1990." (Wikipedia.de)

http://www.goodreads.com/author/show/...

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January 21, 2021
Katrin findet zu sich selbst

Es ist Juni, und in Haus Eschenheim, Silberfjord, Norwegen, erwacht Katrin. Nicht nur wird sie heute ihren Führerschein machen, nein, es ist auch noch ihr 18. Geburtstag. Im Haus wohnt sie mit ihren beiden älteren Brüdern zusammen, dem 28jährigen Andreas, der bei einer Bank arbeitet, und Paul, der Jurist wird. Als Katrin 12 Jahre alt war, starb ihre Mutter, die den älteren Geschwistern eine liebevolle Stiefmutter gewesen war, drei Jahre später starb auch der gemeinsame Vater. Seitdem hatte sie mehr recht als schlecht den Haushalt übernomen für die Brüder, während die 14 Jahre ältere Schwester Lena bereits verheiratet ist und in Bergen lebt mit ihrem Mann Ulf.

Am Tag von Katrins Geburtstag nun stellt ihr Andreas seine Kollegin Anja Harbeck vor und lädt sie auch gleich mit ein. Die 22jährige bietet überall ihre Hilfe an, aber Katrin reagiert trotzig. In einer Aussprache mit Andreas wirft Anja ihm vor, man habe Katrin verzogen, sie gleichzeitig nie wie eine Erwachsene behandelt, ja, sie geradezu sträflich vernachlässigt damit, nie über Perspektiven, Pflichten und Möglichkeiten mir ihr zu reden. Doch Anja hat eine „Geheimwaffe“ – ihre Lieblingscousine Beate. Im Gespräch mit Beate nun kommt Katrin darauf, vielleicht einen technischen Beruf lernen zu wollen – und wird prompt als eine Art „Haustochter“ zu deren Familie eingeladen. Das Leben in Oslo hält einige Überraschungen bereit…

Dieses Buch ist lose der zweite Band um die Familie Rywig nach „Bleib bei uns, Beate!“ – ja, genau diese Lieblingscousine ist die Hauptperson im ersten Band. Beide können aber auch einzeln gelesen werden. Beate ist inzwischen verheiratet mit ihrem früheren Arbeitgeber, dem Arzt Gerhard Rywig, und heißgeliebte Stiefmutter des inzwischen fast 19jährigen Bernt, Student der Medizin, der Zwillinge Sonja und Senta, 16, und von Hans Jörgen, 10. Dazu hat sie selbst noch den 3jährigen Stephan bekommen. Es machte mir viel Freude, die Familie wiederzutreffen, die mit viel Lebensfreude und Liebe auch Katrin zur Seite steht.

Allerdings habe ich ziemliches Verständnis für Katrins Reaktion auf Anja: man sollte dann als großer Bruder doch vielleicht eine Verlobte nicht gerade am Geburtstag der Schwester einfach so einladen und diese damit vor vollendete Tatsachen stellen: feige, unsensibel, egoistisch. Nicht ganz verstanden habe ich Katrins mangelnde Sprechfertigkeit: selbst sie verziehende Brüder haben doch sicher mit ihr geredet? Oder haben die mit ihr „Baby-Sprech“ genutzt? Egal, das sind Ningeligkeiten. Das 1962 zuerst auf Norwegisch erschienene Buch gefällt mir auch heute noch. Und am Ende wird noch ein Dieb gefasst, zwei junge Frauen finden ihre Traumberufe und die Liebe und am Ende steht ein großer Urlaub.

5 Sterne.
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