Vom Kleinsein und vom Größerwerden, von Christenlehre und Ernst Thälmann, von Gruppenratswahl und Schnäppchen im Gemü Kathrin Aehnlich erzählt von einer ostdeutschen Kindheit in den Sechzigerjahren, wie sie viele erlebt haben. In abgründig-ironischen Geschichten entlarvt sie Rollenklischees und Sprachhülsen und führt eine Welt vor, in der der Duft der großen weiten Welt genauso verlockend scheint wie ein Pioniernachmittag im Kosmonautenzentrum.
Kathrin Aehnlich ist eine deutsche Schriftstellerin. Sie schreibt Erzählungen, Hörspiele, Hörfunkfeatures und dreht Dokumentarfilme.
Kathrin Aehnlich studierte zunächst an der Ingenieurschule für Bauwesen in Leipzig und arbeitete drei Jahre in einem Baubetrieb, bevor sie von 1985 bis 1988 ein Studium am Institut für Literatur „Johannes R. Becher“ in Leipzig absolvierte. Danach arbeitete sie als Redakteurin für die unabhängige Wochenzeitung Die andere Zeitung und seit 1992 beim Mitteldeutschen Rundfunk in der Feature-Redaktion des MDR.
Ihr Roman Alle sterben, auch die Löffelstöre war Pflichtlektüre für die Abschlussprüfung 2009 an baden-württembergischen Realschulen.
Kathrin Aehnlich gehört dem PEN-Zentrum Deutschland an.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Erzählt wird das Heranwachsen in der DDR aus der Ich-Perspektive der Autorin. Für mich war es ein Genuss und eine Reise zurück in ein Land, das es nicht mehr gibt. Eine Reise zurück in meine eigene Kindheit und Jugend, welche ich selbst als schön empfunden habe. Während der Lektüre sind alte Erinnerungen aufgeklopft, alte Gefühle wieder belebt. In Erinnerung schwelgend hab ich jede Zeile genossen. DDR Jugend-Lebensgefühl pur, jedenfalls für mich, da ich fast alle Gegebenheit auch selbst so oder sehr ähnlich erlebt habe. Wie ein blättern im alten Fotoalbum. Schön!