Viele Frauen stehen heute finanziell auf eigenen Füßen. Aber es gibt immer noch Frauen, die sich auf einen Versorger verlassen und darauf vertrauen, dass die große Liebe schon hält. Die Realität sieht leider anders aus. Nach einer Trennung droht gerade Frauen, die ihren Beruf für die Familie aufgegeben haben, häufig eine schmerzhafte Altersarmut.
Helma Sick und Renate Schmidt rufen die Frauen auf, die Notwendigkeit ihrer finanziellen Unabhängigkeit zu erkennen und entsprechend zu handeln. Und sie benennen, was Politik und Wirtschaft verändern müssen, damit Frauen Familie und Beruf besser vereinbaren können.
Es ist Zeit für die finanzielle Emanzipation Pflichtlektüre für alle jungen Frauen Ein kämpferisches Plädoyer für finanzielle Eigenständigkeit Zwei prominente Autorinnen mit großer Expertise und Glaubwürdigkeit
Recherche-Read: Für mich als Mann definitiv Augen öffnend, ermuntern die Autorinnen ihre Leserinnen dazu, bloß nicht der rosaroten Brille zu trauen - lieber unromantisch als arm im Alter.
Dazu gibt es einige Erfahrungsberichte (?) sehr arschiger Dickmoves, die Kerle durchziehen, und so einen seelischen und finanziellen Flurschaden hinterlassen. Auch interessant, welche (finanz-)politischen Regelungen Abhängigkeitsdenken und -strukturen fördern.
Insgesamt sehr warnend, ein paar Handlungsempfehlungen mehr wären vielleicht hilfreich(er). Aber den Autorinnen geht es mehr um die Dringlichkeit. Dafür kann das Buch nichts: Zahlen sind von 2015. Erschreckend genug, dass sich so viel seitdem nicht getan hat.
Der Titel klingt vielversprechend, jedoch liefert das Buch nur gefühlt 90% Fallbeispiele ab (Gefühlt 85% der Szenarien sind diese, wie es einer Frau nicht ergehen sollte und die restlichen 15% sind positive Beispiele). Wie ich mein Geld sinnvoll anlege, um später nicht in Altersarmut zu Enden, hat mir das Buch nicht aufgezeigt. Dass ein Mann keine Altersvorsoger ist, war mich schon vorher bewusst. In meinen Augen ist es kein Buch für Frauen aus meiner Generation (1990iger), da es nicht für diese Zielgruppe verfasst wurde. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass es eher die Generation meiner Mutter anspricht und auch überwiegend beinhaltet. Für mich war das Lesen leider Zeitverschwendung.