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Warum Frauen glauben, sie könnten nicht einparken und Männer ihnen Recht geben: Über Schwächen, die gar keine sind; Eine Antwort auf A. & B. Pease

Es ist eine deutliche Antwort auf "kommerziell so erfolgreiche Bücher", auf Bücher, die Frauen und Männer samt ihrem räumlichen Denken in zwei genetisch unterschiedliche Klassen einordnen wollen. So nicht, sagen die beiden Autoren, eine Neurobiologin und eine Psychologin, und wollen Mann und Frau nicht leichtfertig abgestempelt sehen.

Fundiert und faktenreich kommt hier eine Replik, der man den gleichen Erfolg wünscht wie jenen Büchern, die -- frei nach Motto "eigentlich haben wir es schon immer gewusst" -- klarmachen, warum Frauen nicht einparken und Männer sich so hervorragend orientieren können. Das seien Bücher, denen es in "erster Linie um die Auffrischung banaler Geschlechterklischees" gehe, behaupten zwei Frauen, die zusammen mit 13 Kollegen eine "Reise durch die aktuellen Forschungsergebnisse zum "kleinen Unterschied" antraten.

Erziehung, Umwelt, gesellschaftliche Einflüsse, Prägungen durch Elternhaus und Partnerschaft, das Verhältnis zum eigenen Ich, Gewohnheiten, es sind viele und unterschiedliche Faktoren, die mitspielen und bewirken, wie sich Mann oder Frau in einem Raum zurechtfindet. Dass es Ansätze gewisser geschlechterspezifischer Unterschiede gibt, das wollen die Autoren nicht leugnen und in Frage stellen, aber vehement und sachlich sehr überzeugend machen sie klar: Auch eine Frau, die gut einparken kann, ist eine Frau, so wie ein Mann, der mal den Überblick verliert, dennoch ein richtiger Mann sein kann.

13 Kapitel, alle nochmals übersichtlich untergliedert, versehen mit Zeichnungen, Skizzen, Testbeispielen und Statistiken machen das Lesen leicht und kurzweilig. Eine Tatsache, die für das Bemühen der Autoren spricht, "die trockene Sprache der Wissenschaft zu verlassen". Wen also Klischees über Mann und Frau weniger interessieren als etwa "brandneue wissenschaftliche Befunde aus Psychologie und Neurowissenschaften", der wird diese hochspannende Aufklärungslektüre nicht bereuen. --Barbara Wegmann

240 pages, Paperback

First published January 1, 2004

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123 reviews
November 23, 2024
Ich hab tatsächlich das Buch, auf das das Buch hier eine Antwort ist, vor ungefähr 4/5 Jahren gelesen und auch wenn ich mich nicht mehr an alles erinnern kann, war das Buch hier dadurch noch interessanter. Letztendlich sind beide bei der Frage gelandet was Ursache und was Wirkung ist, wobei dieses Buch einen deutlich höheren wissenschaftlichen Anspruch hatte. Genervt hat mich die ständige Wiederholung a la " Wie im Kapitel zuvor bereits erwähnt wurde, ist das und das der Fall". Das weiß ich wohl, immerhin habe ich das Kapitel vor zwei Seiten noch gelesen....
Sagen wir mal so:
Ich würde mir das Buch nicht kaufen, aber wenn man es zufällig im Bücherregal seiner Mutter findet, kann man es sich definitiv mal anschauen.
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83 reviews15 followers
July 21, 2011
Das Buch räumt mit dem Blödsinn auf, die betrieben wird, wenn es um die "wissenschaftliche Bestätigung" der Unterschiede zwischen Frauen und Männern geht. Das macht das Buch korrekter, ehrlicher und vor allem realistischer, aber auch wissenschaftlicher. Viele Leser, die die eher einfach gestrickte "Mann-Frau" Literatur genießen und sich in ihren Urteilen durch selektiv interpretierte und gezielt ausgesuchte Ergebnisse bestätitgt fühlen, finden dieses Buch "zu wissenschaftlich" (Zitat einer Leserin). Das kann ich verstehen. Leider heisst das auch, dass vielen Lesern entgehen wird, dass ihre lustige Lieblingsliteratur, die so schön in den Klischees herumstochert, eigentlich alles andere als korrekt ausgeführte Wissenschaft ist.

Kurz: Das Buch ist eins der wenigen Bücher, die bezüglich der Mann-Frau Beziehung keinen halbwissenschaftlichen Unsinn erzählt, aber leider etwas trocken geschrieben. Und noch viel trauriger ist, dass man natürlich gar nicht wissen möchte, dass die Geschlechterklischees so wie sie in anderen Büchern dargestellt sind, einfach nicht stimmen. Sollte man aber. Tun sie der Gesellschaft einen Gefallen - lesen sie es, und räumen sie im Gespräch mit diesen Mann-Frau Unsinn auf, wenn sich die Gelegenheit bietet.
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