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Plastik im Blut: Wie wir uns und die Umwelt täglich vergiften

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Wir leben in einem Plastikzeitalter mit gravierenden Folgen für die Umwelt und für den Menschen. Plastik ist biologisch nicht abbaubar und zerfällt teilweise erst in mehreren hundert Jahren in immer kleinere Teile. Dabei setzt es gebundene Chemikalien frei und zieht weitere Chemikalien aus der Umgebung an, so dass Mikroplastik-Teile wie kleine Giftmülltransporter im Meer schwimmen, bis sie in die Nahrungskette gelangen. Aus Plastik, das uns umgibt und mit dem unsere Nahrung in Kontakt kommt, können sich ebenfalls giftige Chemikalien lösen, die wir einatmen und die wir essen. Fatal: Jeder von uns hat heute bereits Chemikalien aus Plastik im Blut. Exponentiell zu dem signifikanten Anstieg der Plastikproduktion in den letzten 50 Jahren nahmen die sogenannten Zivilisationskrankheiten wie Allergien, Asthma, Rheuma, Arthritis, Diabetes, Alzheimer, Autoimmunerkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen, Schilddrüsenerkrankungen, Magen-Darm-Krankheiten, Parodontitis und chronische Infektionen zu. Alle diese Erkrankungen haben eine Entzündungskomponente, was dafür spricht, dass das Immunsystem keine zusätzlichen Reize mehr toleriert. Auch hormonbedingte Erkrankungen nehmen signifikant zu. Viele Wissenschaftler machen die Umwelthormone dafür verantwortlich – wie Chemikalien aus Plastik, die im Körper ähnlich wie Hormone wirken.
Dieses Buch richtet sich an alle, die die Umwelt und sich selbst schützen wollen. An diejenigen, die glauben, dass Plastik nur ein Problem für Menschen ohne Wertstofftonne ist. An alle, die „natürlich“ gesund leben wollen.
So dass wir in Zukunft kein Plastik mehr im Körper haben.

160 pages, Paperback

Published November 1, 2017

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May 18, 2023
War oke. Zeitweise hatte ich das Gefühl, dass wir hier wieder in alternative Welten abgleiten - fast sämtliche Aussagen sind völlig unbewiesen - wobei die Autorin immerhin eher die Worte "könnte ... verursachen" verwendet. Die Gesundheitstipps, insbesondere im Hinblick auf elektromagnetische Wellenvermeidung, wirkte derart unseriös, dass ich dieses Kapitel übersprungen hab. Eigenartige Zitier"kultur", definitiv keine klassische wissenschaftliche Arbeit (daher auch öfter der eher unseriöse Eindruck). Drei Rechtschreib-/Grammatikfehler entdeckt, das wirkt auch etwas unprofessionell. Auch die Bilder sind oft unnötig und platzfüllend, ohne korrekte Bildbeschriftung - was soll mir das Bild einer behandschuhten Hand mit Blutröhrchen sagen? Worin liegt der Informationsgehalt?
Ganz besonders eine Stelle hat mich sehr geärgert: Verglichen wurde die sogenannte "Ökobilanz" von Plastik- vs. Glasflaschen. Hierbei scheinen Mehrwegplastikflaschen jenen von Glas überlegen zu sein - dies passt allerdings nicht in das Narrativ der Autorin, sodass sich die Argumentation zurechtgebogen wird: "Aber unabhängig davon, wie gut die Ökobilanz ist, man muss sich entscheiden, auf was man den Schwerpunkt legen will: Plastik ist nicht biologisch abbaubar und bleibt, wenn es in die Umwelt gelangt, als giftiger Müll teilweise über Jahrhunderte erhalten. Die Recyclingquote von Plastik ist nicht gut." Damit widerlegt sie allerdings ihre eigene Argumentation einen Absatz darüber, wonach die Ökobilanz von Baumwollbeuteln besser sei, als jene von Plastikbeuteln. Wenn ich nun aber den Schwerpunkt beliebig wählen kann - Ökobilanz vs. ??? -, wozu dann überhaupt eine Ökobilanz? Und was umfasst der Begriff "Ökobilanz" dann überhaupt, wenn Plastikmehrwegflaschen eine bessere haben als Glasmehrwegflaschen? Oder konkreter: Worin liegt dann tatsächlich der Vorteil der Glasmehrwegflaschen? Wie kann Plastik eine bessere Ökobilanz haben als Glas, wo es im gesamten Buch um die Schädigung des Ökosystems durch Plastik geht..? --> Unsaubere bis gar keine Begriffsdefinitionen.
Insgesamt wirkt das Buch eher polemisch und folgt dem aktuellen Narrativ der Medienwelt. Es scheint ein ganz massives "argument picking" stattzufinden - die unterstützenden Informationen werden eingeblendet und ausgebaut, die kontradiktiven werden grob gestreift oder - wie im obigen Beispiel versucht darzulegen - wegargumentiert, oft mit eher emotionalen Argumenten als rationalen.
Genauso wird während des gesamten Buches fast ausschließlich über Bisphenol A gesprochen, der stellvertretend für alle Plastikarten herangezogen wird. Ich bin leider nicht viel schlauer geworden, ob nun andere Plastikarten womöglich weniger bedenklich sind, da wir ja wissen, dass bereits geringe chemische Strukturunterschiede zu komplett anderen Wirkungen führen können. Grenzwerte werden gar nicht genannt - was ist eigentlich "viel" Bisphenol A im Blut/Urin? Auch die Symptomkomplexe, die angeblich allesamt auf "Plastikvergiftung" zurückführbar sind, sind derart unspezifisch, dass sie auf so unglaublich viele Umwelteinflüsse zurückgeführt werden können - auch elektromagnetische Wellen und Felder, zu viel Zucker, zu viel Metalle, zu viele Pestizide, Antibiotika und andere Medikamente, Feinstaub, Klimawandel, Stress, Lebensstil etc. etc. werden immer wieder von den unterschiedlichsten Autoren als vermeintliche Auslöser der aufgeführten Krankheiten angeführt. Gefährlich, hier von Kausalzusammenhängen zu sprechen.
Leider sehr oberflächliches und typisch "alternatives" Ratgeberbuch, das nicht gerade objektiv aufklärt. Ich weiß nicht viel mehr über das Thema Plastik und vor allem über Mikroplastik, außer das er ziemlich sicher schlecht ist. Ich weiß nichts über die Entsorgung: Was geschieht mit der angeblich giftigen Schlacke? Welche Gifte sind da überhaupt enthalten? Wieso kann man Plastik nicht gut recyceln? Ich hätte mir einfach mehr Details gewünscht. Ich würde das Buch nur mit Vorsicht an all jene empfehlen, die kritisch hinterfragen und mit kühlem Kopf entscheiden können, wie viel von den Inhalten tatsächlich in den Alltag übernommen werden sollten (die Tipps zur Plastikreduktion eventuell).
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