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Leon Ritter #5

Mörderisches Lavandou

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Leon Ritters fünfter Fall
Die Feriensaison in Le Lavandou ist zu Ende, und der kleine Ort sollte sich vom sommerlichen Trubel erholen. Auch Rechtsmediziner Leon Ritter hat nun mehr Zeit, um seinen Lieblingsbeschäftigungen Café au lait trinken und Boule spielen. Da verschwindet eine Hotelangestellte in den einsamen Hügeln der Provence, und kurz darauf wird ihre Leiche gefunden. Damit sind auch Leon Ritters Hoffnungen auf einen beschaulichen Spätsommer dahin. Schnell gibt es einen ersten Verdächtigen, doch Leon zweifelt an dessen Schuld. Er stellt eigene Nachforschungen an und steht deshalb bald selbst in der Kritik. Die einzige, die noch zu ihm hält, ist seine Lebensgefährtin, Capitaine Isabelle Morell, doch plötzlich ist die stellvertretende Polizeichefin verschwunden...

480 pages, Kindle Edition

Published May 2, 2019

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About the author

Remy Eyssen

20 books7 followers
Remy Eyssen, geboren 1955 in Frankfurt am Main, arbeitete als Redakteur u.a. bei der Münchner Abendzeitung. Anfang der Neunzigerjahre entstanden seine ersten Drehbücher. Bis heute folgten zahlreiche TV-Serien und Filme für alle großen deutschen Fernsehsender im Genre Krimi und Thriller. Mit seiner Krimireihe um den Gerichtsmediziner Leon Ritter begeistert er seine Leserinnen und Leser immer wieder aufs Neue und landet regelmäßig auf der Bestsellerliste.

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Displaying 1 - 22 of 22 reviews
566 reviews3 followers
June 1, 2019
Etwas schwächer, aber immer noch sehr gut

Buchmeinung zu Remy Eyssen – Mörderisches Lavandou

„Mörderisches Lavandou“ ist ein Kriminalroman von Remy Eyssen, der 2019 bei Ullstein Taschenbuch erschienen ist. Dies ist der fünfte Band um den Gerichtsmediziner Leon Ritter.

Zum Autor:
Remy Eyssen (Jahrgang 1955) geboren in Frankfurt am Main, studierte Kommunikationswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität und besuchte die Deutsche Journalistenschule in München. Er verbrachte schon als Schüler viele Sommer mit Eltern und Geschwistern in der Provence. Auch später war er immer wieder in Südfrankreich, wohnte in Le Lavandou und in Bormes les Mimosas.
Remy Eyssen arbeitete als Redakteur bei der Münchner Abendzeitung, später als freier Autor für Tageszeitungen und Magazine. Schwerpunkte seiner Arbeit waren immer wieder Reportagen über große Kriminalfälle.
In den der 90er Jahre entstanden erste Drehbücher für eine Serie des Hessischen Rundfunks. Bis heute folgten mehr als 100 weitere Stücke für alle großen deutschen Fernsehsender im Genre Krimi und Thriller.

Klappentext:
Die Feriensaison in Le Lavandou ist zu Ende, und der kleine Ort sollte sich vom sommerlichen Trubel erholen. Auch Rechtsmediziner Leon Ritter hat nun mehr Zeit, um seinen Lieblingsbeschäftigungen nachzugehen: Café au lait trinken und Boule spielen. Da verschwindet eine Hotelangestellte in den einsamen Hügeln der Provence, und kurz darauf wird ihre Leiche gefunden. Damit sind auch Leon Ritters Hoffnungen auf einen beschaulichen Spätsommer dahin. Schnell gibt es einen ersten Verdächtigen, doch Leon zweifelt an dessen Schuld. Er stellt eigene Nachforschungen an und steht deshalb bald selbst in der Kritik. Die einzige, die noch zu ihm hält, ist seine Lebensgefährtin, Capitaine Isabelle Morell, doch plötzlich ist die stellvertretende Polizeichefin verschwunden...

Meine Meinung:
Dieser Band hat wieder alle Komponenten, die mich zum Fan der Serie gemacht haben. Figuren mit Ecken und Kanten, südländisches Flair, einen ausgeklügelten Plot und viel Spannung. Und doch hat er mir nicht so gut gefallen wie die Vorgänger. Lag es daran, dass der Autor wieder eine Prise mehr der erfolgreichen Zutaten verwenden wollte? Ich weiß es nicht, aber diesmal war die Atmosphäre wieder etwas dunkler und Leon Ritter wirkte noch etwas mehr wie der einsame Ritter, der trotz aller Schwierigkeiten den Fall im Alleingang lösen will. Auch Szenen aus der Sicht des Täters und der Opfer waren wie gewohnt enthalten, aber diesmal waren sie erneut etwas grausamer und brutaler. Auch gerät wieder ein Familienmitglied in den Fokus des Täters. Die Serie entwickelt sich in einer Richtung, die mir nicht zusagt. Es gibt mehr Gewalt und mehr Leon, aber darunter leidet die südfranzösische Atmosphäre. Gerade den Gegenspielern Leons geht diesmal etwas die Komplexität ab. Leon selbst gibt seiner Lebensgefährtin Anlass zur Eifersucht und das Verhältnis der beiden Figuren wirkt etwas abgekühlt. Positiv fällt mir die Entwicklung Momas auf, der von Folge zu Folge selbstständiger und selbstbewusster wird. Dies ist aber Jammern auf hohem Niveau, denn immer noch schreibt der Autor einen weit überdurchschnittlichen Krimi. Gerade im Bereich Spannung glänzt der Autor.

Fazit:
Auch wenn der Krimi nicht ganz das Niveau der Vorgänger erreicht, bleibt er überdurchschnittlich mit großer Spannung. Weil mir aber die Entwicklungsrichtung nicht zusagt, gibt es diesmal nur vier von fünf Sternen (85 von 100 Punkten). Es bleibt aber bei der Leseempfehlung.
Profile Image for Wal.li.
2,553 reviews70 followers
May 19, 2019
Ritter in Not

Nach dem Sommer kehrt Ruhe ein in Le Lavandou. Der Gerichtsmediziner Dr. Leon Ritter frönt seinem Hobby dem Boule-Spiel. Doch die Ruhe währt nicht lange. Ein aufgeregter Vater meldet seine Tochter als vermisst. Etwas, das die Polizei zunächst nicht ganz so ernst nimmt, schließlich ist die junge Dame schon 22 Jahre und sie hat einen Freund - welcher dem Vater nicht gefällt. Nur wenige Tage später wird die junge Frau tot aufgefunden und Dr. Leon Ritter wird mit der rechtsmedizinischen Untersuchung beauftragt. Für die ermittelnden Beamten liegt schnell auf der Hand, wer der Täter sein muss. Eine Meinung, die Leon Ritter nicht teilt.

Bereits zum fünften Mal stört Dr. Leon Ritter die örtliche Polizei mit seinen Querdenker-Ansichten. Wenn er das Kribbeln im Nacken spürt, kann er einfach nicht anders als selbst Nachforschungen anzustellen. Seine Freundin Isabelle, die selbst bei der Polizei ist, hat seine Herangehensweise zu schätzen gelernt. Damit steht sie allerdings relativ alleine auf dem Revier. Meist wird doch der einfachste Ansatz bevorzugt. Und im Moment herrscht sowieso Unruhe auf der Wache, denn eine junge Psychologin soll für besseres Teamwork sorgen, etwas, bei dem die Beamten gerne ihre Mitarbeit verweigern würden.

Auch im Nachsommer kommt das französische Flair auf. Man sieht Leon Ritter förmlich durch die Straßen von Le Lavandou flanieren, hier und da einen kleinen Stop einlegen und einen Kaffee trinken oder bei einer Partie Boule sein Geschick zu beweisen. Doch natürlich handelt es sich bei diesem Buch nicht um ein Urlaubsbuch, sondern um einen Krimi. Und so löst das zunächst ungewisse Schicksal einer jungen Frau einige Besorgnis aus. Wie es sich für einen Kriminalroman gehört, ist die bedauernswerte junge Dame bereits tot. In dem Spannungsfeld zwischen den etwas drögen Beamten und dem gewitzten Rechtsmediziner kann man verfolgen wie sich der anfangs simple Vermisstenfall zu einer fesselnden Mordermittlung entwickelt. Verdächtig unverdächtig sind dabei etliche Personen. Ein schöner nachsommerlicher Kriminalroman, der auch im Frühsommer gerne gelesen wird.
Profile Image for Lesezeichenfee.
510 reviews5 followers
August 27, 2019
Nichts für zarte Seelen

Fee erzählt von der Geschichte:
Der Rechtsmediziner, Leon Ritter, der ursprünglich aus Frankfurt in die Provence kam, freut sich auf einen beschaulichen Spätsommer, nachdem die Touris abgereist sind. Leider macht ihm ein Serienmörder einen Strich durch die Rechnung und so wird seine Lebensgefährtin Capitaine Isabelle Morell auch noch involviert. Es handelt sich um den 5. Teil der Serie.

Fees Meinung zum Buch:
Cover:
Wäre der Himmel nicht so düster, könnte der Leser tatsächlich denken, dass es sich um einen beschaulichen Urlaubsroman handelt. Oder doch zumindest um einen beschaulichen Krimi. Auch der Rückseitentext vermittelt eher einen spannenden und nicht so gruseligen Serienmörderthriller.
Mir gefällt das Cover und ich würde dem Cover eine 1 geben. Allerdings möchte ich das einschränken, denn ich bin sicher, es hagelt (leider) Abwertungen für den Thriller, weil er wirklich grausam ist. Auf dem Buch steht auch Kriminalroman und das ist wirklich das falsche Genre für diesen Psychothriller.

Lokalkolorit:
Dieser kommt in diesem Krimi leider etwas zu kurz. Es wird alles ’mal eben angerissen’, aber nicht ausführlich erklärt und erzählt wie die Landschaft ist und alles. Auch da hab ich schon weniger gelesen und ich mag die „Atmosphäre“ und „Beschaulichkeit“ von Lavandou.

Charaktere:
Die Charaktere sind sehr gut beschrieben, so dass ich sie mir vorstellen kann. Natürlich ist Leon Ritter mein Lieblingscharakter. Trotzdem finde ich, in diesem Buch ist er irgendwie zu sehr Hauptperson und die anderen „liebenswürdigen“ Charaktere gehen unter. Sein Privatleben wird zu sehr ausgebreitet, als dass es „nur“ ein Psychothriller ist. Andererseits lenkt das dann auch wieder etwas von der Grausamkeit des Thrillers ab. Trotzdem würde ich mir wünschen, dass die anderen Charaktere im nächsten Krimi wieder mehr „Raum“ bekommen.

Psychothriller:
Das ist nicht wirklich ein beschaulicher Krimi. Es ist eher ein sehr heftiger und wirklich grausamer Psychothriller. Solche Krimis ordne ich dann eher Drea Summer oder eben Stephen King zu. Vor allem wird auch sehr auf die Arbeit des Rechtsmediziners eingegangen und diese in vielen Einzelheiten erzählt. Das macht die Geschichte noch blutrünstiger und gruselig. Das passt nicht wirklich zur beschaulich-schönen Provence. Es gibt hier schon sehr „harte“ und wirklich grausame Szenen, die nichts für schwache Nerven sind und die ich mir in meinem Kopfkino nicht vorstellen möchte. Da sie sehr gut beschrieben sind, kann man sich als Leser gar nicht dagegen wehren, die Szenen vor sich zu sehen.

Schreibstil:
Da es leider kein normaler Provence-Kriminalroman war, habe ich dann doch schon etwas länger zum Lesen benötigt. Teilweise gab es auch ein wenig langweiligere Längen, für die ich sehr dankbar war, um Luft zu holen. Der Thriller ist wirklich sehr gut geschrieben, sehr spannend mit allem was dazugehört. Spannung kommt dazu noch extra auf, weil Leon Ritter und seine „Familie“ involviert werden. Den „fast“ Fehltritt fand ich jetzt nicht so toll, weil er mit Isabelle Morell zusammen ist. Allerdings war er für die Spannung der Geschichte nötig. Mir hätte es besser gefallen, wenn Leon Ritter nicht so „locker“ damit umgegangen wäre. Er kann sich einfach nicht wirklich komplett auf Isabelle einlassen. Das finde ich schade, denn als Leserin würde mir das sehr besser gefallen.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Als Leserin könnte ich mich getäuscht fühlen von einem wunderschönen und beschaulichen „Urlaubs“-Cover mit der Aufschrift Kriminalroman. Bekommen habe ich einen grausamen, spannenden Psychothriller mit viel Einblick in das Privatleben von Leon Ritter. Der Thriller ist sehr gut geschrieben und dank den „Längen“ bzw. „Pausen“ konnte ich wieder Luft holen. Trotzdem wünsche ich mir für die nächsten Serienteile von Leon Ritter wieder etwas mehr Beschaulichkeit, Lokalkolorit und ein deutliches Zeichen, dass Isabelle und er zusammen sind. Da Remy Eyssen einen wirklich super spannenden Psychothriller geschrieben hat, bleibt mir nichts anderes übrig, als 5 Sterne zu geben.
102 reviews2 followers
September 11, 2024
Es hätte so ein schöner Spätsommer im idyllischen Feriendörfchen Le Lavandou in der Provence werden können – nur noch wenige Touristen, der Sommertrubel ist vorbei. Doch dann verschwindet eine junge Frau und wird wenige Tage später tot aufgefunden. Sie wurde bestialisch gequält und brutal ermordet. Für den Vater der Ermordeten steht der Täter sofort fest – es kann nur ihr Freund gewesen sein, Pierre Roussel, Mitarbeiter einer Stuntshow, die in Le Lavandou ihr Winterlager aufschlagen wollen.
Statt den provenzalischen Spätsommer zu genießen, machen sich der deutsche Rechtsmediziner Leon Richter und seine Lebensgefährtin, die stellvertretende Polizeichefin, Isabelle Morell, auf die Suche nach dem Täter. Kurze Zeit später wird eine zweite Frauenleiche, ähnlich grausam zugerichtet, gefunden. Die lokalen Autoritäten machen Druck, fürchten negative Auswirkungen auf den Tourismus. Auch der lokale Polizeichef erwartet eine schnelle Lösung, will unbedingt schnell einen Täter präsentieren, um seiner Karriere einen Schub zu verpassen.
Auch ohne Kenntnis der Vorgängerbände – „ Mörderisches Lavandou“ ist der 5. Fall für Leon Richter - kann man der Geschichte problemlos folgen. Es gibt diverse Hinweise auf die Vergangenheit von Leon Richter, wie es dazu kam, dass ein deutscher Rechtsmediziner im beschaulichen Le Lavandou gelandet ist, wie aus ihm und Isabelle Morell ein Paar geworden ist, etc. Für Leser, die nicht mit dem 1. Fall der Reihe angefangen haben, durchaus hilfreiche Informationen. Spätestens, wenn man ein zweites Buch aus der Reihe liest (ich hatte schon den aktuellsten Fall – „Verräterisches Lavandou“, der 10. Fall für Leon Richter, gelesen), fangen diese Wiederholungen aber an, etwas zu langweilen. Ich verstehe zwar die Notwendigkeit dieser Wiederholungen, ansonsten müsste man die Reihe mit dem 1. Fall beginnen und könnte nicht zwischendurch einsteigen. Bei mir führt das allerdings normalerweise dazu, dass ich spätestens nach dem dritten Fall aus einer Reihe wieder aussteige.
Beliebtes Stilmittel ist der Prolog, so auch in dieser Geschichte. Beschrieben wird hier wie der Täter seines ersten Opfers habhaft geworden ist, natürlich ohne genaue Hinweise. Dadurch entsteht sofort Spannung und bleibt durch das ganze Buch bestehen, da man ständig grübelt, wem man dieses Vorgehen zutrauen würde. War es der Gärtner Joseph Talbot, der als Jugendlicher Tiere gequält hat und später wegen Leichenschändung in der Psychiatrie gelandet ist? Oder der Maler Antoine, der mit Vorliebe Skizzen von menschlichen Gliedmaßen anfertigt? Es gibt noch weitere unsympathische Zeitgenossen in Le Lavandou: den Tabakladenbesitzer Michel mit seiner ziemlich rechtsextremistischen Einstellung, den Buchhändler Nortier, bei dem Leon seine Zeitungen kauft, der ihm aber nicht sehr sympathisch ist oder der Pfarrer Père Dumont, der mit seinen pädophilen Neigungen kämpft. Verwirrende Hinweise, falsche Fährten und dramatische Entwicklungen halten das Spannungslevel bis zum Schluss aufrecht!
Nach wie vor sind mir Leon und Isabell, die sich weder durch den Druck von Polizeichef oder lokalen Autoritäten in ihrer Ermittlungsarbeit beindrucken lassen, sehr sympathisch und die Beschreibung von Land und Leuten versetzen mich sofort in die Provence. Auch mit „Mörderisches Lavandou“ ist Remy Eyssen die perfekte Mischung aus spannendem Krimi und Beschreibung der provenzalischen Idylle gelungen.
Von den diversen Krimireihen mit Lokalkolorit, die es inzwischen gibt, ist die Reihe um Leon Richter sicher eine der besten! Falls ich mal wieder Sehnsucht nach der Provence verspüre, werde ich noch zu einem weiteren Fall von Leon Richter greifen. Die gesamte Reihe wird es eher nicht werden, ein so eingeschworener Leon Richter Fan bin ich dann doch nicht.
Profile Image for Elisabeth Bulitta.
134 reviews3 followers
July 2, 2019
Mordfälle waren für Leon wie Puzzles, und er war der Spielverderber.
Zum fünften Mal ermittelt der deutsche Rechtsmediziner Leon Ritter in Remy Eyssens „Mörderisches Lavandou“ in seiner Wahlheimat an der französischen Mittelmeerküste. Dieser 496-seitige Kriminalroman ist im Mai 2019 bei Ullstein erschienen.
Der Herbst hält Einzug in Le Lavandou – eigentlich eine beschauliche Zeit. Wenn da nicht das Verschwinden der jungen Françoise Bonnet wäre. Kurz darauf wird ihr Fuß, etwas später der Rest ihres Leichnams gefunden. Als dann auch noch eine weitere junge Frau verschwindet, erhärtet sich der Verdacht, es könnte sich um einen Serientäter handeln. Ritter unterstützt die Recherchen der Polizei nach bestem Wissen und Gewissen, verfolgt seine eigenen Spuren und bringt sich und seine Familie damit selber in Gefahr …
Wenngleich es sich hier um den fünften Band einer Krimireihe handelt, war es für mich kein Problem, mit diesem Fall in die Reihe einzusteigen. Dem Autor gelingt es geschickt, die Figur des deutschen Rechtsmediziners so einzuführen, dass man auch als Neueinsteiger/in in die Reihe dem Geschehen problemlos folgen kann, die Charaktere kamen mir von Anfang an vor wie alte Bekannte.
Der Roman ist von Anfang bis Ende spannend zu lesen, wobei der Spannungsbogen durchaus variiert. Bis kurz vor Ende tappte ich beim Lesen vollkommen im Dunkeln, was Motiv und Täter betrifft. Unterstützt wird dieser Effekt dadurch, dass wiederholt neue Verdächtige auftauchen, Zusammenhänge zwischen den Fällen aber über lange Zeit verborgen bleiben. Immer wieder werden die Beschreibungen der Ermittlungen und Szenen aus der Gefangenschaft der Entführten unterbrochen durch Schilderungen aus der Sicht „des Mannes“, der sich später als Täter entpuppt. So hat man als Leser/in reichlich Gelegenheit, sich beim Lesen den Kopf zu zerbrechen.
Sehr gut gefallen hat mir der Gegensatz zwischen den schönen Landschaftsbeschreibungen der provenzalischen Küste sowie dem immer wieder auftretenden „Savoir-vivre“ der Franzosen auf der einen und den doch recht brutalen Verbrechen auf der anderen Seite, wobei der Autor allzu voyeuristisch Darstellungen vermeidet. Auch etwas zarter besaitete Krimiliebhaber/innen sollten den Roman also lesen können. Zudem kommt ein feiner Humor nicht zu kurz, wenn dem Ermittler Didier z.B. die eine oder andere eher unangebrachte Bemerkung aus dem Mund rutscht.
Leon Ritter an sich erschien mir beim Lesen sehr sympathisch und menschlich. Geradlinig, doch nicht ohne Selbstzweifel, verfolgt er seine Spuren, auch wenn es für ihn nicht immer ein leichter Weg ist. Aufschlussreich, ohne belehrend zu wirken, sind auch die Einblicke in seine Arbeit als Rechtsmediziner. Alles in allem hat Eyssen hier einen sehr ansprechenden Protagonisten geschaffen, der unaufdringlich und ruhig auch schwierige Situationen meistert und trotz einiger Irrwege alles tut, um seinen ihm Anvertrauten in der Not zur Seite zu stehen. Doch auch alle anderen Charaktere sind liebevoll gestaltet.
Lediglich die Figur des Priesters Dumont fand ich beim Lesen etwas undurchsichtig, wenngleich auch sein Schicksal am Ende Mitleid erregt. Sehr gut dargestellt ist hier der Zwiespalt zwischen Wahrung des Beichtgeheimnisses und dem Wunsch, der Gerechtigkeit Genüge zu tun.
Insgesamt präsentiert Remy Eyssen mit „Mörderisches Lavandou“ einen Krimi, der spannend unterhält, logisch aufgebaut und von Lokalkolorit durchzogen ist. Bis auf die oben erwähnte Ungereimtheit hat mir das Buch sehr gut gefallen, weshalb ich es mit viereinhalb von fünf Lesesternen gerne anderen Krimiliebhaber/innen zur Lektüre weiterempfehle.
Profile Image for Sandra8811.
860 reviews4 followers
September 3, 2019
Keine ruhige Nachsaison. Auch für Quereinsteiger in die Reihe geeignet

Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
Ich habe das Buch bei der Vorablesen Summer Reading Challange gewonnen. Ich habe aber vorher schon mit dem Gedanken gespielt mir das Buch zu holen, da ich den Klappentext interessant fand.

Cover:
Der düstere Himmel auf dem Bild und der eindeutige Titel verraten gleich, dass es sich um einen Krimi oder Thriller handeln muss. Ich finde das Cover gut gewählt, auch wenn man schon recht oft solche Kulissen auf Büchern sehen kann.

Inhalt:
Im kleinen Ort Le Lavandou sollte es eigentlich Ende der Ferienzeit etwas ruhiger und entspannender werden, allerdings nicht dieses Mal. Nicht nur, dass Rechtsmediziner Leon Ritter gerne seine Zeit mit etwas anderem verbringen würde als Leichen und Leichenteile zu obduzieren, auch gerät sein Privatleben und seine Familie auf einmal in Gefahr.

Handlung und Thematik:
Zuerst möchte ich anmerken, dass ich bisher noch kein Buch von Remy Eyssen gelesen habe, obwohl ich seine Bücher schon mehrfach in der Hand gehalten habe. Die Handlung beginnt gemächlich, nimmt aber dann Fahrt auf. Man kann der Story gut folgen, auch wenn es mir manchmal schon etwas zu langsam voran ging. Am Anfang gab es einiges Vorgeplänkel, wodurch man sich aber vielleicht besser reinfinden kann in die Gegend und die Personen. Die Handlung war in sich stimmig und die Ermittlungen und Leons Bezug dazu hat gepasst.

Charaktere:
Leon war mir sympathisch. Vor allem die Konstellation seiner Familie fand ich cool. Die Dynamik zwischen ihm, Isabelle und ihrer Tochter Lilou fand ich klasse. Vor allem Lilou hat mir sehr gut gefallen.
Es kamen noch einige andere Charaktere vor, aber da ich (wie immer in Krimis und Thriller) nicht spoilern möchte, werden sie hier nicht beschrieben.

Schreibstil:
Remy Eyssen hat einen eher einfachen Schreibstil, der durch die ganzen französischen Wörter und Sätze doch sehr abwechslungsreich ist. Auch wenn ich die Bedeutung der Sätze oft nicht gleich direkt verstand, so konnte ich dem Buch gut folgen. Cool fand ich auch die Art der Beschreibungen: zuerst wird die schöne Gegend beschrieben und dann der erste Leichenteil-Fund. Man ist den Ermittlern zwar immer einen Schritt voraus, dennoch wars interessant. Manche Stellen waren etwas langwieriger, aber nicht so sehr, dass es arg störte. Übrigens Achtung für Tierliebhaber: Hier gibt es nicht nur tote Menschen, sondern auch Tiere ;-)

Persönliche Gesamtbewertung:
Ein spannendes Buch in der Provence. Auch wenn ich nicht immer Fan des Französischen bin, so hat mir das Buch gefallen. Die Handlung war schlüssig und vor allem Leon und seine Familie sehr sympathisch. Auch wenn manche Passagen ein bisschen schleppender waren, so war es das Buch trotzdem wert zu lesen!
Profile Image for Kerstin.
829 reviews
June 9, 2019
In "Mörderisches Lavandou" wird Leon Ritter mit grausamen Verbrechen konfrontiert. Das Vorgehen des Täters ist recht speziell und bei der Untersuchung der Leiche kommen entsetzliche Einzelheiten zu Tage, die vermuten lassen, dass hinter dem Fall mehr steckt, als es den Anschein hat. Ich muss sagen, dass ich die Schilderungen fast zu detailliert fand, da ich sie in diesem Ausmaß nicht von der Reihe gewohnt war, doch die Ermittlungen waren trotzdem interessant und ich wollte wissen, welche Motivation hinter diesem Vorgehen steckte. Es war lange nicht ersichtlich, was den Täter antrieb und auch die Kapitel aus seiner Sichtweise gaben nur wenige Hinweise, was natürlich zu Spekulationen anregte. Die Auflösung war meiner Meinung nach überzeugend, hätte aber etwas ausführlicher behandelt werden können, da am Ende alles ziemlich schnell ging.

Wie schon in den vorherigen Bänden wurde die Arbeit in der Rechtsmedizin sehr interessant dargestellt, auch wenn sie mir dieses Mal fast ein wenig zu kurz kam. Die Ermittlungen, die Ritter eigenmächtig anstellt, wurden jedoch ebenfalls gut und fesselnd geschildert, ebenso wie das Vorgehen der anderen Charaktere. Aus der Inhaltsangabe geht bereits hervor, dass der Fall für Leon persönlich wird, zum einen, weil er in Schwierigkeiten gerät, zum anderen, weil seine Lebensgefährtin plötzlich verschwunden ist. Diese Aspekte hatten letztlich eine geringere Bedeutung, als ich erwartet hatte, aber sie spielen durchaus eine große Rolle und dadurch ist es umso entscheidender, dass aufgeklärt wird, was hinter den Vorkommnissen und Funden steckt. Der Autor hat gut dargestellt, wie Leon versucht, die Wahrheit herauszufinden, aber es war nicht gerade schön zu sehen, wie er in diese Situation geraten ist. Ich fand es auch etwas seltsam, wie die Leiter der Ermittlungen mit allem umgegangen sind, doch es wurde immerhin erklärt, wieso sie so gehandelt haben.

Ein wenig schade war, wie Leons Privatleben in diesem Band dargestellt wurde. Er hat ein paar Entscheidungen getroffen, die ich schwer nachvollziehbar fand und es kam mir etwas bequem vor, wie der Konflikt aufgelöst wurde, doch zugleich wurde der innere Tumult des Protagonisten glaubwürdig dargestellt und ich fand gut, dass sein Verhalten thematisiert wurde. Die Balance zwischen diesen Szenen und der Arbeit am Fall ist definitiv gelungen und ich mochte, wie die beiden Bereiche sich im Laufe der Handlung mehr und mehr vermischt haben.

Alles in allem würde ich "Mörderisches Lavandou" mit 4 Sternen bewerten. Es ist ein gut geschriebener, fesselnder Krimi, der den Leser mit einem überraschend grausamen Fall konfrontiert, aber auch mit ruhigen Momenten dienen kann. Die Ermittlungen waren interessant und obwohl mir am Ende alles ein wenig zu schnell ging, war die Auflösung passend.
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Herzlichen Dank an den Verlag und Vorablesen für den Gewinn.
Profile Image for Havers.
900 reviews21 followers
May 6, 2019
Der Sommer ist vorbei, die Touristen haben die Heimreise angetreten, es kehrt wieder Ruhe ein in Le Lavandou, der provenzalischen Kleinstadt am Fuß des Massif des Maures im Département Var. Die Entspannung ist jedoch nur von kurzer Dauer, da eine Joggerin verschwunden ist. Spurlos? Nicht ganz, ihr abgeschnittener Fuß taucht fachmännisch arrangiert an exponierter Stelle im Ort auf, und kurz darauf wird auch ihre Leiche gefunden. Leon Ritter, der deutsche Arzt, mittlerweile als Gerichtsmediziner für die örtliche Polizei tätig, wird hinzugezogen und bestätigt die Identität der Toten. Aber sie soll nicht das einzige Opfer bleiben, es scheint, als ob ein Serientäter sein Unwesen treibt, der sich in gefährlicher Nähe zu Ritters „Adoptivfamilie“ befindet. Es gibt verschiedene Verdächtige, die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, aber bringen wenig Erkenntnisgewinn. Und es scheint, als ob der Killer seinen Verfolgern immer einen Schritt voraus ist…

Mit „Mörderisches Lavandou“ ist die Leon Ritter-Reihe beim fünften Band angekommen, und ich verfolge sie bereits seit dem ersten Teil. Wie schon in den Vorgängern gelingt es Remy Eyssen sehr anschaulich, die Atmosphäre dieser Kleinstadt sowie die provenzalische Landschaft zu beschreiben. Auch die Schilderung der Personen sowie deren Beziehungen zu Ritter werden ausführlich erläutert. Das ist zwar nett zu lesen, aber mehr auch nicht. Denn wenn man mit der Reihe bereits vertraut ist, generiert das Längen, die immer wieder die Spannung ausbremsen und das Tempo aus der Geschichte nehmen. Im wahrsten Sinne tödlich für einen Kriminalroman, der mehr sein will als gewöhnliche Feel good-Lektüre für den Frankreichurlaub. Denn auch wirkliche Fortschritte im persönlichen Umfeld des Rechtsmediziners sucht man vergeblich. Es gibt zwar vorsichtige Ansätze, die sich aber recht schnell in Luft auflösen. So bleibt am Ende nur ein konventionell erzählter, leicht durchschaubarer Krimi übrig, der sich kaum von der üblichen Dutzendware unterscheidet. Für mich mit Abstand der schwächste Band der Reihe!
Profile Image for Angi.
167 reviews2 followers
May 6, 2019
Dies ist bereits der fünfte Band der Reihe um den Rechtsmediziner Leon Ritter und ich habe alle mit größter Begeisterung verschlungen.

Das Besondere an den Büchern ist die wunderschöne Atmosphäre, die der Autor dank seines lebendigen Schreibstils und der ausführlichen Beschreibungen von Natur, Land und Leuten erschafft. Es ist für mich jedes Mal wie ein kleiner Urlaub, eine echte Auszeit - trotz der vielen schrecklichen Morde, die immer geschehen.

Auch in diesem Band landen einige Frauen auf Leons Obduktionstisch, die leider einem absolut irren Serienmörder in die Hände gefallen sind. Die Passagen, die die unvorstellbaren Qualen der Opfer beschreiben, sind für zartbesaitete Leser vielleicht nicht so gut ertragbar.
Man hofft und bangt jedes Mal, dass es doch noch gut ausgeht, aber die Polizei ist leider mal wieder viel zu sehr auf gute Publicity bedacht und hört zu wenig auf Leons untrügliches Gespür für die wirklich kniffligen Fälle. Er soll auch in diesem Buch wieder mundtot gemacht werden, weil er sich nicht so verhält wie es einige Vorgesetzte gerne hätten.
Doch er verlässt sich auf sein Gefühl, entgegen aller Widerstände und liegt auch diesmal damit absolut richtig. Obwohl es am Ende noch sehr knapp und gefährlich wird ...

Leon, seine Freundin Isabelle und deren Tochter Lilou sind mir schon sehr ans Leserherz gewachsen. Auch einige andere liebgewonnene Charaktere sind wieder mit von der Partie, was mich sehr freut.
Man fühlt sich schon richtig wie zu Hause, egal ob bei Isabelle oder auf Leons altem Hof, im Bistro, auf dem Bouleplatz oder am wunderschönen Strand ... so viele wunderbare Schauplätze, denen Remy Eyssen so viel Leben einhaucht mit vielen Details über Essen, Landschaft und mehr.

Eine Krimireihe mit sympathischen Charakteren, viel Spannung, sehr blutigen Mordfällen, unvorhergesehenen Wendungen und Überraschungen - und das alles vor der wunderschönen, einzigartigen Kulisse der malerischen Provence. Kann ich nur empfehlen!
274 reviews3 followers
June 19, 2019
Die Ruhe nach dem Sturm
Eigentlich sollte in Le Lavandou nun Ruhe einkehren. Der Sommer ist zu Ende, die Feriengäste soweit alle zu Hause und die Gassen in dem kleinen Ort sind ruhig. Auch Doktor Leon Ritter, der aus Frankfurt nach Frankreich kam und sich zwischenzeitlich sehr gut in dem kleinen Ort eingelebt hat, hofft auf ein bisschen mehr Ruhe. Keine übermütigen Badegäste mehr, die sich einfach in die Fluten stürzen und zu viel Sonne getankt haben und zu guter Letzt bei Leon Ritter auf der Pritsche landen. Doch die Ruhe währt nicht lang. Eine junge Frau, die in einem Hotel arbeitet verschwindet beim Joggen. Der Vater der jungen Frau befürchtet das Schlimmste, da es überhaupt nicht zu seiner Tochter passt, dass sie sich nicht meldet. Auf einmal taucht ein Teil der Leiche auf und es dauert auch nicht lange, bis Leon Ritter die Leiche komplett auf dem Tisch hat. Eines steht schnell fest. Es wird zu weiteren Leichen kommen, wenn die Polizei den Täter nicht schnell schnappen kann. Eine solche Brutalität hat Leon Ritter in seiner Laufbahn noch nicht erlebt. Ein erster Tatverdächtigter findet sich schnell. Aber Leon Ritter glaubt nicht an die ersten Ermittlungsergebnisse. Er geht weiteren Indizien auf die Spur und gerät schon bald in den Vordergrund der Ermittlungen. Und der Fall rückt noch näher als seine Partnerin Isabelle Morell, die auch die stellvertretende Polizeichefin ist, verschwindet.
Natürlich möchte ich es mir nicht nehmen lassen ein paar eigene Eindrücke zu dieser Story zu hinterlassen. Ich habe bisher alle Teile von Leon Ritter gelesen und ich muss sagen die Bücher sind immer ein kleiner Ausflug in die Provence. Wenn da nur diese blutigen Taten nicht wären. Aber genau das ist die perfekte Mischung. So kann man den langen Sommer bis zum eigenen Urlaub sehr gut überbrücken. Ich kann hier ohne Bedenken 5 Sterne vergeben!


733 reviews5 followers
June 16, 2019
Meine Meinung zum Buch:
Als großer Fan der Vorgängerbücher der Reihe, waren meine Erwartungen unsagbar hoch an "Mörderisches Lavandou" und nicht nur das, so langsam sehnte ich mich, nach dem unverwechselbar französischen Flair, aus der deutschen Feder von Remy Eyssen.
Doch was macht diese Kriminalromane so einzigartig?
Für mich ist es die Mischung aus atmosphärischer Sommerstimmung, spannenden Fällen und einem sehr gelungenen Schreibstil und den interessanten, manchmal auch brutalen Einblicken in die Arbeit eines Rechtsmediziners.
Und genau diese angeführten Kriterien, kommen auch in diesem Band nicht zu kurz.
Doch worum geht es: Im Zentrum der Geschichte, steht der Rechtsmediziner Leon Ritter, der sich gerade von der Strapazen der letzten Zeit erholen möchte und was wäre besser, als in dem sommerlichen Ferienidyll le Lavandou zu erholen, doch als plötzlich eine Hotelangestellte verschwindet, ist es mit der Ruhe vorbei und Ritter befindet sich im Alltagstrott vor sommerlicher Kulisse wieder.

Mit einer großen Leichtigkeit schafft der Autor die Balance zwischen unterschiedlichen Stimmungen und einem durchaus spannenden Fall und dem soliden, gut eingebrachten Privatleben der Ermittler, ohne dass dies zu sehr in den Vordergrund denkt. Für ist dieser Band, ein klassischer Kriminalroman, der den Leser zum Mitraten animiert und sommerliches Feeling versprüht.

Mein Fazit:
Wer die Hitze Frankreichs, das Flair des Mittelmeers und pure, klassische Spannungsmomente erleben möchte, der ist in diesem Kriminalroman genau richtig.
460 reviews2 followers
May 27, 2019
"Spannend"

Nach dem Ende der Feriensaison kehrt langsam wieder Ruhe ein in Le Lavandou und der Rechtsmediziner Leon Ritter kann nun wieder entspannen. Doch dann verschwindet eine Frau, deren Leiche kurze Zeit später aufgefunden wird. Schnell gibt es einen Verdächtigen, doch Leon zweifelt an dessen Schuld. Er stellt eigene Nachforschungen an und gerät dabei selbst unter Verdacht.

Dies ist bereits der fünfte Band der Leon-Ritter-Reihe. Für mich war es das erste Buch, doch ich hatte keine nennenswerten Schwierigkeiten, mich in der Geschichte und bei Leon Ritter zurecht zu finden.
Der Schreibstil ließ sich hervorragend lesen und ich fühlte mich mittendrin in der Story. Die Beschreibungen sowohl der Personen als auch der Umgebungen etc. waren detailreich und bildhaft, so dass ich mir alles bestens vorstellen konnte. 
Leon Ritter samt seiner Familie wurde toll und authentisch beschrieben. Ich fand ihn sehr kompetent und äußerst sympathisch.
Die Spannung wurde richtig gut aufgebaut und gehalten. Ich konnte viel überlegen und rätseln, wer der Mörder sein könnte. Der Kriminalfall war wirklich prima aufgebaut, führte mich auf falsche Fährten und hat mir einfach sehr gut gefallen. Dass es recht heftig und blutig wurde, hat mich überhaupt nicht gestört.

Ein spannender Krimi, der mir sehr gut gefallen hat. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.
Profile Image for Sir Gerry.
128 reviews6 followers
June 22, 2019
Mörderisches Lavandou - ein gelungener Kriminalroman!
.
Im Mittelpunkt dieses auf 493 Seiten angelegten Krimis aus dwm Ullstein Verlag stehen der deutsche Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter und Vizepolizeichef Isabelle Morell. In dem beschaulichen südfranzösischen Örtchen Le Lavandou ereignen sich zwei bestialische Morde am junge Frauen und Ritter muss diesen Fall (mit)  aufklären, was ihn und Morell schnell in große Gefahr bringt.
.
Der deutsche Autor Rene Eyssen hat hier bereits den fünften Band seiner Krimireihe um Dr.  Ritter geschrieben. Man taucht sofort in provenzialisches  Flair ein und genießt geradezu die sommerliche bzw. spätsommerliche  Athmosphäre. Ich hatte stets das Gefühl, in Südfrankreich zu sein. Es ist einfach  wunderbar zu lesen, wie er das Mittelmeer und die Landschaft mit Flora und Fauna beschreibt.
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Der Schreibstil des Autors ist flüssig, man taucht geradezu in Le Lavandou ein und spürt die dortige Wärme und Gerüche und Geräusche. Das Ganze lief bei mir wie in einem Film ab.  Man fliegt von Kapitel zu Kapitel.
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Die beiden Protagonisten sind mir auf Anhieb sehr sympathisch gewesen, es ist, als ob ich die beiden schon seit Jahren kennen würde. Die weiteren zahlreichen Nebencharaktere sind ebenfalls sehr gut gezeichnet und absolut glaubwürdig. Hier hat sich der Autor eine feine kleine Welt aufgebaut.
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Die Spannung ist von Anfang an gegeben und steigert sich kontinuierlich. Ich wusste bis zum Schluss nicht, wer denn der Mörder war.
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Ein absolut empfehlenswerter Kriminalroman, dem ich vier von fünf Sternen gebe. Ich werde mir die vier vorherigen Bücher auf jeden Fall holen.
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853 reviews
May 1, 2019
Geradliniger Krimi

Mörderisches Lavandou ist ein weiterer Fall um den Rechtsmediziner Leon Ritter in Frankreich. Als Deutscher in der Provence hat er eine Sonderstellung.
Diesmal ist die Umgebung aber eigentlich weniger wichtig. Ein paar gute Beschreibungen der Provence gibt es aber, aber für meinen Geschmack zu wenig und zu schwach. Das drückt die Atmosphäre, die sonst eine Stärke der Krimireihe war.

Krimi und Thriller um Serienmörder wecken nicht selten den Sadismus des Lesers und Remy Eyssen bedient diese Leser diesmal leider. Ein Mörder quält und verstümmelt junge Frauen. Wer das nicht wirklich genießen kann, hat vielleicht nicht viel von dem Roman.

Leon wird privat am Fall beteiligt als seine Lebensgefährtin, die Polizistin Isabelle Morell entführt wird. Die Zeit drängt, den der Mörder kennt keine Gnade.

Was bleibt ist ein geradliniger Kriminalfall.
2,269 reviews13 followers
May 15, 2019
Zum Inhalt:
Die Ferien sind zu Ende und in Le Lavandou kehrt wieder Ruhe ein. Bis ein Mord passiert und damit ist auch die Ruhe für den Rechtsmediziner Leon Ritter zu Ende. Schnell gibt es einen ersten Verdächtigen, doch Leon zweifelt an dessen Schuld. Er stellt eigene Nachforschungen an und steht deshalb bald selbst in der Kritik, mehr noch plötzlich steht er unter Verdacht.
Meine Meinung:
Ich tue mich oft sehr schwer mit Büchern, die in Frankreich spielen. Hier war das überhaupt nicht so. Ich fand das Buch ausgesprochen gut und unterhaltsam. Die Geschichte war gut konstruiert und wurde auch sehr gut und interessant geschrieben. Der Schreibstil war richtig gut und die Protagonisten ihrer Rollen entsprechend gut ausgearbeitet. Die Kombination aus Leon und Isabelle ist gut und funktioniert.
Fazit:
Hat mir gut gefallen.
Profile Image for Angelika Altenhoevel.
260 reviews
July 10, 2019
Zum Inhalt:
Die Ferien sind zu Ende und in Le Lavandou kehrt wieder Ruhe ein. Bis ein Mord passiert und damit ist auch die Ruhe für den Rechtsmediziner Leon Ritter zu Ende. Schnell gibt es einen ersten Verdächtigen, doch Leon zweifelt an dessen Schuld. Er stellt eigene Nachforschungen an und steht deshalb bald selbst in der Kritik, mehr noch plötzlich steht er unter Verdacht.
Meine Meinung:
Ich tue mich oft sehr schwer mit Büchern, die in Frankreich spielen. Hier war das überhaupt nicht so. Ich fand das Buch ausgesprochen gut und unterhaltsam. Die Geschichte war gut konstruiert und wurde auch sehr gut und interessant geschrieben. Der Schreibstil war richtig gut und die Protagonisten ihrer Rollen entsprechend gut ausgearbeitet. Die Kombination aus Leon und Isabelle ist gut und funktioniert.
Fazit:
Hat mir gut gefallen.
214 reviews24 followers
July 29, 2019
mörderisches Lavandou ist ein typischer Sommerkrimi, den man an den Strand mitnimmt. Es ist gut geschrieben und man braucht zwar etwas um bei den verschiedenen Nebencharackteren durchzusehen. Immerhin geht es um einbestimmtes französisches Gebiet. Manche Sachen waren sehr vorraussehbar andere haben mich in die Irre geführt. In der Mitte habe ich den Punkt erreicht, bei dem ich einfach nicht mehr interessiert war. Die Hauptcharacktere sind gut geschrieben aber die persönlichen Verwicklungen werden nicht interessanter. Der Täter ist schon recht grausam und mysteriös. Trotzdem werde ich es wohl nicht nochmal lesen. Gute Lektüre für Reisen, nichts was einen länger oder mehrmals unterhält.
Nettes Cover
Profile Image for Shanoe.
1,945 reviews17 followers
October 3, 2025
Ich bin raus. Ich mag den Ermittler nicht mehr, seine überhebliche Art, die geringe Selbstreflektion, wie er die Menschen behandelt, von denen er behauptet, er würde sie schätzen, das geht mir gegen den Strich. Zudem laufen die Krimis immer nach dem gleichen Schema ab, im Vergleich zu anderen Reihen ändert sich die Art der Verbrechen kaum, es gibt keine anderen thematischen Schwerpunkte und auch sonst ist einiges sehr repetitiv. Schade, weil den ersten Band mochte ich eigentlich noch recht gern, aber je länger die Reihe gegangen ist, desto weniger konnte ich damit anfangen.
263 reviews1 follower
July 7, 2020
Eine durchdachte Story, die Charaktere sind toll beschrieben und das Ganze sehr ansprechend erzählt- wie auch in den vorherigen Romanen dieser Reihe
261 reviews
June 19, 2019
Ein netter Provence Krimi, der Lust auf Urlaub macht und das Provence-Feeling gut rüber bringt!
Auch der Krimi selber ist gut geschrieben .
Profile Image for Daniel.
520 reviews73 followers
September 8, 2021
Erneut werden junge Frauen im Urlaubsort Le Lavandou entführt. Zunächst werden nur abgetrennte Füße gefunden, sowie eine entstellte Leiche einer der Entführten. Capitaine Isabell Morell sowie ihr Lebensgefährte, der Gerichtsmediziner Leon Ritter ermitteln in dem Fall. Es wird wie immer Druck von der Lokalpolitik auf sie ausgeübt, da Lavandou eine Auszeichnung erhalten soll. Zusätzlich ist Polizeichef Zerna ebenfalls skeptisch gegenüber Leon und seinen Meinungen sowie Ergebnissen.

Nach fünf Teilen ist der Formel für die Ritter Krimis klar, viele kurze Kapitel. Gute Beschreibungen und Wechsel zwischen Täter und Ermittler-Perspektive.
Allerdings ist das mindestens schon der zweite Fall in dem junge Frauen entführt werden, somit wird das Ganze etwas repitiv. Insgesamt aber wieder ein guter Roman, für des aber sicher Vorkenntnisse der Serie bedarf.

Leider nicht der stärkste Teil der Serie.
Profile Image for Inge H..
444 reviews7 followers
May 3, 2019
Lavandou die 5.
Der Autor Remy Eyssen schreibt mit seinem Roman „Mörderisches Lavando„ den 5. Teil seiner Serien mit dem Rechtsmediziner Leon Ritter.
Diese Krimireihe liest sich gut. Für mich ist es der 2. Krimi der Reihe. In diesem Krimi ist die Mordserie mit den Verstümmelungen und Grausamkeiten an jungen Frauen, für doch zu gruselig. Wenn ich mir vorstelle, was die erleiden, das kann ich gar nicht ab. Trotzdem musste ich weiter lesen.
Ich war entsetzt, das die Polizei nichts heraus bekam. Der Mörder konnte einfach weitermachen. Er verstand es seine Spuren zu verwischen. Er musste seine Taten aber immer ins Bild setzten.
Remy Eyssen hat einen guten Schreibstil. Ich war von dem Krimi gefesselt. Das Flair von dem provenzalischen Le Lavandou kommt gut an.
Für Krimileser ist der Roman bestimmt spannend.
Displaying 1 - 22 of 22 reviews

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