Nach seinem Abitur im Jahr 1963 machte Lothar Trolle eine Ausbildung als Handelskaufmann und arbeitete danach zeitweise als Transportarbeiter und Bühnentechniker am Deutschen Theater Berlin. Er studierte von 1966 bis 1970 Philosophie bei Wolfgang Heise an der Humboldt-Universität Berlin. Seitdem lebt er als freischaffender Autor. In den Jahren von 1983 bis 1987 gab er im Selbstverlag zusammen mit Uwe Kolbe und Bernd Wagner die Literaturzeitschrift Mikado heraus. 1991 wurde er von Peter Eschberg als Hausautor an das Schauspiel Frankfurt berufen. Den Durchbruch erlebte Lothar Trolle, als Frank Castorf 1992 sein zwei Jahre zuvor entstandenes Stück Hermes in der Stadt am Deutschen Theater Berlin inszenierte. Von 1994 bis 1999 war er Hausautor am Berliner Ensemble. 1978 und 1991 erhielt er den Kinderhörspielpreis von Terre des Hommes, 1998 den Hörspielpreis der Akademie der Künste und wurde 2007 der 26. Stadtschreiber zu Rheinsberg. Lothar Trolle ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland.