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Unsere Mütter: Wie Töchter sie lieben und mit ihnen kämpfen

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Zwölf erwachsene Töchter erzählen von ihren Müttern. Von der egozentrischen Hippie-Mutter über die hingebungsvolle Pflegerin der schwerkranken Tochter bis zur kriegstraumatisierten Frau, die keine Bindung zu ihrem Kind aufbauen kann. Mal liebevoll, mal von mühsamen Loslösepozessen geprägt – dieser vielschichtige, tiefgründige und lebendige Erzählband regt zur Selbstreflexion an.Für die eine ist sie die engste Vertraute, für die andere ein ewiges Rätsel. Sie ist Seelentrösterin, Vorbild oder die größte Enttäuschung unseres Lebens. Wenn Töchter von ihren Müttern erzählen, geht es um Dankbarkeit, Verletztheit und Liebe. Da ist zum Beispiel die 30-Jährige mit den sieben Kindern, die ohne ihre Mutter verzweifelt wäre, und die Frau, die adoptiert wurde und ihre leibliche Mutter erst mit 64 Jahren fand.Uns begegnet die 17-Jährige, die mit ihrer Mutter aus dem syrischen Bürgerkrieg floh, und die 23-Jährige, die mit dem Suizid der Mutter zurechtkommen muss. Wir lernen die erfolgreiche Influencerin kennen, die sich von ihrer konsumkritischen Mutter Anerkennung erhofft, und die Frau, die erst nach dem schmerzhaften Ehe-Aus spürt, dass sie das Kriegstrauma ihrer Mutter in sich trägt. Im letzten Kapitel erklärt die bekannte Diplom-Psychologin und Bestseller-Autorin Stefanie Stahl, wie sich unsere frühe Mutterbindung auf unseren Alltag, unsere Beziehungen und unsere Einstellung zu uns selbst auswirkt. Sie gibt praktische Tipps, wie wir mit ausbleibenden Entschuldigungen, Übergriffigkeit und Desinteresse klarkommen und analysiert, warum manche Töchter noch als Erwachsene verzweifelt um die Liebe der Mutter kämpfen.Ein anregendes und anrührendes Buch für alle Töchter und Mütter.

241 pages, Kindle Edition

Published March 16, 2019

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Silia Wiebe

3 books

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Displaying 1 - 5 of 5 reviews
Profile Image for Anika.
1,009 reviews356 followers
May 11, 2019
Einen Tag vorm Muttertag beendet - das passt doch perfekt :D

Silia Wiebe legt hier eine Sammlung von Schicksalsberichten vor, die die Gemeinsamkeit haben, dass Töchter (und ein Sohn, was im Kontext absolut Sinn ergibt) vom Verhältnis zu ihren Müttern erzählen. Die Bandbreite der Geschichten schöpft so ziemlich alles aus: Von Vernachlässigung, Sehnsucht und Ausnutzung bis hin zu unerschöpflicher Liebe, Aufopferung und dem Wunsch nach Anerkennung. Da ist z.B. die Tochter, die ihre stest unzufriedene Mutter Ewigkeiten pflegt und sich darüber fast selbst vergisst, die adoptierte Tochter, die ihre leibliche Mutter sucht, und die junge Influencerin, die endlich von ihrer Mutter respektiert werden möchte. Es gibt die scheinbar verantwortungslose Hippie-Mutter und eine Mutter, die sich mit ihrer Tochter auf die Flucht begeben muss.

Die Töchter erzählen jeweils aus ihrer Perspektive, ohne einordnenden Kommentar, aber der ist auch nicht nötig, denn die Erzählungen sind gut niedergeschrieben. Abgerundet wird das Paket durch ein abschließendes Interview mit einer Psychologin sowie ein Nachwort, das noch einmal aktuelle Entwicklungen seit den Interviews zusammenfasst. Vor allem hier merkt man, wie respekt- und liebevoll Silia Wiebe dieses Projekt umgesetzt hat.

Als Tochter konnte ich die Vergleiche natürlich nicht lassen. Auch die Beziehung zu meiner Mutter ist nicht immer einfach - aber welche ist das schon? Bei einigen Geschichten dachte ich mir also schon, dass es schön wäre, wenn meine Mutter auch etwas mehr wie die eben geschilderte wäre. Andererseits waren auch viele Geschichten dabei, bei denen ich glücklich war, dass meine Mutter so ganz anders ist - und dieses Gefühl überwog dann letztlich auch :)
Profile Image for Luise.
18 reviews
October 5, 2023
Kein Ratgeber - vielmehr eine Sammlung interessanter Kurzgeschichten über die unterschiedlichsten Mutter-Tochter-Beziehungen, die unterhalten und zum Nachdenken anregen.
Profile Image for Minnie.
1,342 reviews45 followers
August 20, 2019
Vielleicht lag es an mir, aber ich hatte eine total falsche Vorstellung von dem Buch.
Ich habe mir psychologische Tiefe und Analysierungen und Interpretationen von gestörten Mutter-Tochter-Beziehungen anhand verschiedener Beispiele vorgestellt. Zumindest hätte ich mir das gerne gewünscht. Der Großteil des Buches erzählt von (realen) Personen aus der Ich-Perspektive, wie deren Beziehungen zu ihrer Mutter war. Insgesamt war das Paket gut gefüllt: Kontrollzwängen, Suizid, Adoption, Unverständnis, Traumata, Krieg, etc. Mich haben die verschiedenen Ich-Perspektiven in dem Fall gestört, dass ich einfach mit dem meisten Frauen nicht wirklich mitfühlen konnte. Sie erzählten pro Kapitel ihre Lebensgeschichte und wie die gestörte Beziehung zu ihrer Mutter verlaufen ist. Einige Geschichten hatten Potential das noch tiefer führen zu lassen: vielleicht aus Sicht eines/r Psychologen/in noch mal Revue passieren zu lassen, Ratschläge zu geben, etwaige Ursachen zu suchen, vielleicht eine oder zwei Studien in den Raum zu werfen, aber nichts da.
Stattdessen blieb es bei den Geschichten.
War für mich inhaltlich einfach zu wenig.

Und das kleine Pseudo-Interview mit der Frau Stahl am Ende hätte man sich wirklich schenken können.
Profile Image for emily star ✨.
221 reviews
April 3, 2019
„Unsere Mütter“ beleuchtet unterschiedlichste Lebensgeschichten, die in diesem Buch ein vielschichtiges Bild über die ganz besondere Beziehung von Müttern und Töchtern entstehen lassen.

Im Vordergrund stehen die persönlichen Stories erwachsener Töchter, die die Autorin für einen Beitrag in ihrem Buch gewinnen konnte. Eine spannende Einleitung, ein Gespräch mit einer bekannten Psychologin sowie ein Kapitel zum Thema „Was danach geschah“ runden das Buch ab.

Empfehlenswert für alle, die sich für das Thema Mutter-Tochter-Beziehung interessieren und hoffen, Anregungen zu finden. Es ist jedoch kein Arbeitsbuch. Die Einzelschicksale nehmen den Großteil des Textes ein. Gut geeignet als Ausgangspunkt, um sich mit dem Thema zu befassen. Wer sich jedoch Tipps und Ratschläge therapeutischer Art verspricht, sollte zu einem Ratgeber greifen.
1,075 reviews15 followers
April 12, 2019
Danke an den Klett-Cotta Verlag und NetGalley für ein Leseexemplar.

Jede Frau ist Tochter, nicht alle werden Mutter. Diese Sammlung von Berichte unterschiedlichster Frauen ist bemerkenswert und ging mir sehr nahe - es wird mit einer großen Offenheit und Ehrlichkeit erzählt. Natürlich fand ich nicht alle Geschichten persönlich ansprechend, aber alle waren lesenswert und interessant.

Allerdings ist das Buch kein Ratgeber - am Ende des Buches ist ein Interview mit der Psychotherapeutin Stefanie Stahl, zum Thema Mutter-Tochter Beziehungen, die mir nochmal Anstöße zum Nachdenken gab.

Ein spannendes und bereicherndes Leseerlebnis!
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