Die Studie behandelt das f�r die Politische Philosophie des Aristoteles zentrale Motiv der Bezugnahme auf Natur und nat�rliche Gegebenheiten am Beispiel der Aussagen zur Sklaverei. Die in diesem Zusammenhang behauptete Ungleichheit unter den Menschen - die Konzeption einer Sklavennatur - scheint im Widerspruch zu zentralen Lehrst�cken von Aristoteles' allgemeiner Anthropologie zu stehen, insbesondere zu der These von der Vernunftbegabung des Menschen, zu seinem Streben nach Eudaimonia, das sich gerade in der Bet�tigung der Vernunft erf�llt, und zu der Bestimmung des Menschen als politisches Lebewesen. Unterbreitet wird ein Vorschlag, wie dieser Widerspruch aufgel�st werden kann: Die Menschennatur birgt eine Variationsbreite m�glicher Realisierungen. Sie umspannt die Extreme der Orientierung am Logos einerseits und des Lebens nach angeborenen Instinkten andererseits und weist ein gro�es Spektrum auf, das vom Animalischen zum G�ttlichen reicht. Dabei k�nnen Handwerker und arbeitende Freie durchaus hinter Sklaven zur�ckfallen, wie einzelne, Barbaren' zu Philosophen aufzusteigen verm�gen.