Plötzlich war sie weg. Kaum hat Ben begriffen, dass die faszinierende Nesrin mit den blauen Haaren etwas für ihn empfindet, da ist sie verschwunden. Hinterlassen hat sie nur einen Zettel mit einer Adresse in Amsterdam. Doch dort ist sie nie angekommen. Als Ben seiner Freundin hinterherreist, macht er eine merkwürdige Begegnung nach der nä Ein Junkie empfiehlt ihm zu verschwinden, im Hostel wird er überfallen, dann taucht plötzlich Nesrins Bruder Emre auf. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Nesrin und geraten dabei in einen Sumpf aus krimineller Forschung, Menschenversuchen, legalen Drogen und großen Geschäften. Im ein skrupelloser Pharmakonzern und ein Mädchen mit blauen Haaren. Ob Nesrin noch zu retten ist?
Side Effect von Lukas Erler ist ein Actionthriller für Jugendliche, der mich leider nicht begeistern konnte. Zum einen leidet das Buch an einem langweiligen Hauptcharakter, dessen einzige Charaktereigenschaft es ist, einem Mädchen hinterher zu schmachten. Die Nebencharaktere sind zwar deutlich interessanter, aber in den nicht mal 200 Seiten findet sich gar nicht die Zeit wirklich auf ihre Hintergrundgeschichte einzugehen. Die Geschichte an sich beginnt unrealistisch und endet unrealistisch. Die Handlungen der Charaktere sind meist unüberlegt und völlig unsinnig, gehen in der Regel aber immer erfolgreich und ohne negative Konsequenzen aus. Besonders viel Spannung schafft der Roman aber auch nicht aufzubauen, ein Problem, was sich erneut durch die Länge des Buches erklären lässt. Das Ende fühlt sich unverdient und zu schnell erreicht an und lässt mich als Leser mit einem leeren Gefühl zurück. Die Prämisse an sich ist interessant, die Umsetzung jedoch nicht. Mit Überarbeitungen und vor allem einer Ausbauung der recht kurzen Geschichte, hätte dieses Buch einen soliden Jugendroman abgegeben. Völlig hoffnungslos ist dieses Buch nämlich nicht, aber die einzelnen Lichtblicke, wie interessante Dynamiken zwischen den Charakteren oder tiefsinnigere Gespräche, werden letztendlich doch von den negativen Seiten des Buches überschattet.
Die Wahrscheinlichkeit dass drei Teenagers so was schaffen wurden ohne einen Kratz daraus zu bekommen ist so niedrig. Die Hauptgestalt war diese typische blank-page Gestalt die eigentlich nichts interessantes an sich hat. Seine einzige Sache war seine Liebe fur Nesrin. Null Charakter. Die Geschichte war ziemlich interessant und der Rest der Gestalten waren ja toll, aber ich glaube nicht, dass die Errinnerung dieses Buches lang in meinem Gehirn bleiben wird. War doch ein fun Read.