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Die Eurasische Bewegung: Wissenschaft Und Politik in Der Russischen Emigration Der Zwischenkriegszeit Und Im Postsowjetischen Russland (Beitrage Zur Geschichte Osteuropas, 39)

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Seit der Transformationskrise des ausgehenden 20. Jahrhunderts erlebt die Ideologie des Eurasismus (evrazijstvo) in Russland eine unerwartete Renaissance. Die Vertreter der eurasischen Bewegung behaupten, Russland stelle aufgrund geographischer, kultureller, historischer und sprachlicher Kriterien einen eigenstandigen dritten Kontinent zwischen Europa und Asien dar. Aus der angeblichen Existenz Eurasiens in diesem Sinne leiten sie eine pseudowissenschaftliche Begrundung dafur ab, dass in Russland auch in Zukunft weder Demokratie noch Marktwirtschaft herrschen konnten. Statt dessen propagieren sie einen dritten Weg zwischen Kapitalismus und Sozialismus mit stark planwirtschaftlichen Zugen und einem autoritaren politischen System. Das Buch behandelt die Bewegung von ihren Anfangen im Kreise prominenter Wissenschaftler des antibolschewistischen Exils der 1920er Jahre bis hin zu ihrer Auffacherung in verschiedene Richtungen im heutigen Russland. Dabei wird gezeigt, dass der Antiokzidentalismus der Eurasier eine Variante der aufklarungskritischen und antimodernistischen Stromungen darstellt, die seit der Romantik mit konjunkturellen Schwankungen in ganz Europa verbreitet sind.

398 pages, Hardcover

First published November 30, 2007

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