Was passiert in der Zeit, bevor die Cairanische Epoche anbricht? Wie verändert sich die Milchstraße, was geschieht mit ihren Bewohnern? Sechs Kurzromane, sechs Schauplätze, sechs Die verlorenen Jahrhunderte werden in diesen Texten zum Leben erweckt. Anna Patoman zählte zu den tatkräftigsten und bekanntesten Flottenkommandanten der jüngsten Zeit. Zu vielen Dingen hatte sie ihre eigene, nicht öffentlichkeitstaugliche Meinung, mit der sie nicht hinter dem Berg hielt. Am Ende ihrer Dienstzeit, während die Symptome des Weltenbrands die Menschen quälten, zog sie sich auf einen abgelegenen Planeten der Milchstraße zurü nach Abaq, einer Welt der Sonne Oroba. Jahrelang lebte die ehemalige Admiralin abgeschieden und in Ruhe unter den Abaqa. Doch als ein seltsamer Kult auf sich aufmerksam macht, muss sie erkennen, dass ihre Dienste wieder gefragt sind … Kann sich ein Mensch aus seiner Verantwortung stehlen, ab wann muss er sich ihr stellen? Rüdiger Schäfer vermengt einen Science-Fiction-Krimi mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen – ein spannendes Lehrstück über Menschen und ihre Verantwortung …
Rüdiger Schäfers Novelle der Reihe "Die verlorenen Jahrhunderte" spielt etwas 70 Jahre nach der Auslösung des Weltenbrandes; und dessen Löschung, Protagonistin der Geschichte ist die ehemalige Flottenadmiralin der LFT Anna Patoman. Die Auswirkungen des Weltenbrandes sind in der Milchstraße immer noch zu spüren, die Völker der Milchstraße haben sich unter die Erde zurückgezogen und fristen ein schmerzvolles Dasein. "Die Welten brennen zwar nicht mehr, doch noch immer ist die Galaxis weit von einem geordneten Mit- und Nebeneinander entfernt". Anna Patoman hat sich nach ihrer Karriere in der LFT auf den arkonidischen Planeten Abaqa zurückgezogen und führt ein einsames, schmerzhaftes, aber auch eigenbestimmtes Leben. Die meisten Abaqu haben sich unter die Oberfläche zurückgezogen, um den Auswirkungen des Weltenbrands zu entgehen. Terroristen einer Bewegung, die glauben, die Regierung hält ein Gerät zurück, mit dem man den Schmerz des Weltenbrandes bekämpfen kann, überfallen ein Krankenhaus, in dem Anna gerade in Behandlung ist. Sie glauben, dass Anna immun gegen die Auswirkungen ist, weil sie an der Oberfläche lebt, deshalb wollen sie ihr das Gehirnwasser abpumpen, um daraus ein Gegenmittel zu entwickeln. Dass sie dabei sterben würde macht für die Terroristen keinen Unterschied. Nach einigen absurden Handlungs-Aktionen kann Anna den Anführer überzeugen, dass es kein Gegenmittel gibt und dass man die Schmerzen irgendwie überstehen muss... In diesem Band wird zum ersten Mal erwähnt, dass die Auslösung des Weltenbrands durch Adam von Aures doch die gigantische Katastrophe für die Milchstraße war, die Schilderungen von Anna Patoman über die Lage in der Milchstraße sind deprimierend, dass sie keine Nachrichten von der Erde mehr erhält liefert auch ein Schlaglicht auf den aktuellen "Mythos-Zyklus", der ca. 430 Jahre nach diesen Ereignissen stattfindet... Eine kleine Geschichte mit einer minimalen Handlung, die mir aber einige Aha-Erlebnisse über die "verlorenen Jahrhunderte" vemittelt haben...