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Irgendwie alles Sex.

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In diesem Buch geht es um die Lebens- und Liebespraktiken der Deutschen. Und um die Macken und Moden unseres Geisteslebens. »Die Deutschen sind doof. Sie finden Heike Makatsch sexy und halten Robert Schneider für einen Dichter.« – Während die Generation Golf vor dem eigenen Spiegelbild gähnt, macht Matthias Altenburg ernst. Seine »Stories zur Lage« sind Anschläge auf den Zeitgeist. Altenburg streunt durch die Supermärkte und Cafés, durch die Fußgängerzonen und Museen. Er geht durch die Hölle und blinzelt in den Himmel – immer aber schaut er mit einem Indianerblick auf das Land und seine Bewohner. Mit sichtlichem Vergnügen veralbert er die Würdenträger des Kulturbetriebs und kniet vor seinen eigenen Göttern nieder. Kaum ein Held oder Feigling dieser Jahre, den er nicht porträtiert hätte. »Irgendwie alles Sex« versammelt Geschichten, Essays und Kolumnen. Sie erzählen vom Sterben, Staunen und Taumeln, von guten Büchern und schlechten Menschen, von Naomi Campbell und Marcel Proust, von toten Freunden und untoten Dichtern, von Marburg, Paris und der dreckigsten Insel der Welt.

285 pages, Paperback

First published January 1, 2002

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Matthias Altenburg

9 books1 follower
Matthias Altenburg, geboren 1958 in Fulda, ist ein deutscher Journalist und Schriftsteller. Unter dem Pseudonym Jan Seghers schreibt er erfolgreich Krimis.

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Profile Image for Jörg.
489 reviews53 followers
December 25, 2024
Ich kannte Matthias Altenburg nur von seinem Buch Landschaft mit Wölfen. Eines der besten Bücher, die ich letztes Jahr gelesen habe. Bekannter ist er unter seinem Pseudonym Jan Seghers als Krimiautor über den Helden Kommissar Marthaler. Weiterhin bekannt scheint er als Journalist, Kritiker und Kolumnist zu sein, was mir wiederum nicht bekannt war. Irgendwie alles Sex ist eine Sammlung von Essays und Kolumnen, die vorher in diversen Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht wurden.

Ich hatte gehofft, hier das zu finden, was ich an Landschaft mit Wölfen mochte. Pointierte Einsichten in das moderne Stadtleben und Eindrücke aus Frankfurt, wo sowohl Altenburg als auch ich leben. Beides ist vorhanden. Aber leider verwässert. Zu divers sind die Essays. Zu viele Themen werden behandelt um durchweg einem Leser zu gefallen. Ein Schwerpunkt sind Kritiken zu literarischen Werken. Zum einen zu Klassikern wie der Recherche von Proust, zum anderen zu neuerer deutscher Literatur. Besonders die Letzteren sind sowohl sehr speziell vom Geschmack Altenburgs geprägt. Weder von Hermann Peter Piwitt noch von Gisela Elsner habe ich je gehört. Hier wie auch bei anderen kritischen Betrachtungen haben die 22 Jahre seit Veröffentlichung die Obskurität der Subjekte befördert. Mein Versuch, einen besprochenen Film von Oskar Roehler aus den 90er Jahren zu finden, war nicht einmal im Ansatz erfolgreich.

Weiterhin hat Altenburg für meinen Geschmack zu viel Zeit verbracht mit der Betrachtung des Lebens als Schriftsteller, sowohl seines eigenen als auch anderer. Dafür hätte ich mir mehr Essays mit lokalem Bezug gewünscht. Diejenigen, die diesen haben, sind mit Abstand meine Favoriten. Hervorheben möchte ich die beiden Essays "Abends in Deutschland" und "Blaue Stunde", die beide in einer Kneipe in der Weserstraße in Frankfurts Bahnhofsviertel spielen und einen bunten Cast aus Säufern und Prostituierten darstellen, der zwar jedes Klischee bedient aber die Geschichten haben mich zum Lachen gebracht. Auch die beiden Geschichten "Das Kassel-Gefühl" und "Der König von Baunatal" sind lesenswert, vielleicht auch über Hessen hinaus.
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