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Geistig-moralische Wende. Die Erschöpfung des deutschen Konservatismus

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Nach 13 Jahren Großer Koalition wird klar, dass sich neben der Sozialdemokratie auch der Konservatismus und seine traditionelle politische Heimat, die CDU, in einer tiefen Identitätskrise befinden. Das zeigen nicht zuletzt das Aufkommen der AfD und ministeriale Revolutionsaufrufe gegen die vermeintliche liberale Kulturhegemonie.Erstaunlicherweise waren schon bei der Wahl der schwarz-gelben Kohl-Regierung 1983 ähnliche Töne zu hö Gegen die Vorherrschaft der 68er-Ideen sollte eine "geistig-moralische Wende" dem Konservatismus wieder zu seiner rechtmäßigen Stellung verhelfen. Doch während zur gleichen Zeit Reagan und Thatcher die Gesellschaft nachhaltig umgestalteten, ist der geistig-moralische Aufbruch hierzulande fast völlig vergessen; grundlegende Strukturreformen blieben den rot-grünen Nachfolgern überlassen. Doch warum?In seiner Untersuchung der Erschöpfung des Konservatismus unternimmt Thomas Biebricher eine Reise in das politisch-kulturelle Klima der letzten Jahre der alten Bundesrepublik und der Wendezeit und beschreibt die wachsende Orientierungslosigkeit zwischen Neue Rechte und Neoliberalismus. Auf diese Weise erzählt er zugleich die Vorgeschichte des Zerfalls unseres klassischen politischen Koordinatensystems, dessen Zeugen wir heute werden.

365 pages, Kindle Edition

Published December 14, 2018

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Thomas Biebricher

13 books6 followers

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Profile Image for Claudius.
69 reviews2 followers
January 4, 2026
Von Biebricher habe ich bereits ,,Mitte/Rechts" gelesen und war hellauf begeistert. Ich bin durch dieses 600 Seiten Werk gepflügt. Daher nahm ich das selbe für seine Studie über den deutschen Konservatismus an, ist der mir doch deutlich vertrauter von Ereignissen und Personal her. Jedoch war die Gemengelage eine deutlich andere.

Biebricher legte den Schwerpunkt in meinen Augen deutlich mehr auf Ideen-, als auf Ereignisgeschichte. Das war zwar immer etwas, was ich dachte was mir gefallen würde, nur war es diesmal echt zu viel für mich. Zu viele Namen, zu viele Konzepte und meistens waren Unterschiede nur marginal, wodurch sich eine gewisse Redundanz ergab.

Das fiel mir besonders bei Kapitel 1 (Was ist konservativ?) 3 (Neokonservatives Denken) und auch sonst bezieht sich Biebricher immer wieder rück auf diese Vorannahmen.
Irgendwann sind die ganzen Gehlens, Lübbes, Burkes, Noltes (Paul wie Ernst), Ritter, Udo di Fabio und mehr einfach zu viel.

Positiv hervorzuheben sind aber z. B. das Kapitel zu Merkel und ihrer Regierungszeit. Wann immer es ereignisgeschichtlicher wird, verstand ich wieso Biebricher die ,,Krise des Konservatismus" anders definiert und wenn überhaupt deutlich vor Merz, Laschet oder Merkels ,,Sozialdemokratisierung" der CDU sieht.

Stattdessen arbeitet er toll heraus wie sich der Konservatismus ja aufgrund seiner Reaktivität meist in einem inhaltleeren Zustand befand, nicht erst seit dem Regieren ,,des auf Sicht Fahrens".

Generell ist es gut geschrieben und durch die häufige Betonung der konservativen Kernanliegen, autoritärer Staat aufgrund der schon von Grund auf fehlerhaften Natur des Menschen, Institutionen die ihn kontrollieren, intaktes und souveränes Staatsgebiet und -volk, bleibt dies im Gedächtnis.

Jetzt steh ich aber vor dem Dilemma dem Buch auf goodreads genauso viel wie dem mir deutlich besser gefallenen Buch ,,Mitte/Rechts" zu geben. Das fühlt sich irgendwo falsch an und andererseits glaube ich dass ich irgendwann später mit mehr Wissen einen noch größeren Gewinn hieraus ziehen kann.
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