Los Seis de Crenshaw son una pandilla pequeña que empieza a tener poder en el sur de Los Ángeles. Sin proponérselo han sido llevados hacia una guerra entre dos cárteles rivales. Ante los ojos de todos son dirigidos por un hombre llamado García… nadie ha descubierto que el verdadero líder de la pandilla es su novia, una brillante joven llamada Lola, quien finge ser sumisa, pues en el ambiente machista en el que habita es constantemente subestimada. Pero la realidad es que es mucho más inteligente y despiadada que cualquiera de los hombres que la rodean, y como la pandilla se involucra cada vez más en un mundo marcado por las traiciones y la violencia brutal, sus habilidades y liderazgo se convierten en la única esperanza de supervivencia. Lola marca el debut de un personaje singular, magnífico y distinto de cualquier otro en la literatura. Lola tiene solo 72 horas para salvar su vida. Lo intentará con la determinación de LisbethSalander y la ambición de Walter White.
Ich muss sagen, dass das Cover für mich nur bedingt zur Story passt. Es ist sehr schön, keine Frage und ich glaube auch das Lola bunt ist aber zu der etwas düsteren Atmosphäre passt das farbenfrohe Cover nicht. Der Schreibstil ist toll und passt super zu dem Rest. Lola ist eine Antiheldin, die ihren eigenen Regeln folgt und die in einer Männer dominierten Welt, sich durchzusetzen weiß. Das Buch ist wirklich mehr als spannend und die Handlung ist gut erzählt, so daß ich gut immer wieder in die Geschichte eintauchen konnte. Was mir gut gefällt ist, dass Lola trotz alldem was sie tut, ein wirklich gutes Herz hat. Für mich ein Buch welches auch einige Überraschungen bereit hält und es von außen nicht immer so scheint, wie es wirklich ist. Fazit ein Buch welches man gelesen haben sollte wenn man nicht ganz so zart besaitet ist. Weil ab und zu geht es auch richtig zur Sache.
„Lola“ ist ein spannender, menschlicher und unterhaltsamer Roman - aber kein unproblematischer. Im Zentrum steht die taffe Lola, die heimliche Anführerin der Gang „The Crenshaw Six“, die ihre Gangmitglieder mit viel Talent und Empathie aus dem Hintergrund steuert. Sie ist cool: „Da war Lola klar geworden, dass sie keine Vaterfigur brauchte. Sie war die Vaterfigur.“ (S. 200) Als das Kartell und eine neue Konkurrenz auf höherer Ebene auftauchen, muss Lola aus der Deckung kommen und sich entscheiden: Soll die Gang aufsteigen und mehr Macht und Einfluss bekommen oder kommt sie unter die Räder? Wo ist das Problem? Lola ist nicht nett. Sie ist keine Heldin, die sich für das Gute einsetzt, sondern eine Verbrecherin, die Rauschgift verkauft, Menschen tötet und Gangmitglieder blutig maßregelt. Klar - Lola ist cool. Lola sorgt dafür, dass Drogen nicht an Kinder verkauft werden. Lola hat mit Lucia ein Mädchen, das sie zu ihrem ganz persönlichen Projekt „besseres Leben“ machen kann. Lola ist außerdem heimatverbunden: Ihr Viertel ist ihr gehegter Garten, hier sorgt sie für cleane Drogen, frei nach dem Motto „support your local dealer“. Die Autorin Melissa Shrivner Love hat jede Menge Motive eingebaut, warum man dennoch auf Lola Seite sein kann. Doch auch wenn erzählerisch die Grausamkeiten notwendig sind, um die Figur Lola als Gangleader glaubwürdig zu gestalten - nicht jeder will lesen, wie die Verbrecher erfolgreich sind. Auf der anderen Seite gewährt die Lektüre durch die „Täterperspektive“ einen ungewohnten Einblick in das Gangmilieu in Los Angeles, auf die Schattenseite des „land of milk and honey“ Kalifornien. Wann schaut man schon einmal dem Boss eines mexikanischen Drogenkartells in die Augen und will seinen Job? Die Figuren dieses Romans sind keine Helden, sie sind gleichzeitig „gut und böse, richtig und falsch, schwarz und weiß“ (S. 367). Ein runder Roman - spannend, authentisch und voller starker Frauenfiguren.
Grundsätzlich mag ich Thriller, die ein bisschen anders sind. Es muss nicht immer nach dem gleichen Schema ein Spannungsroman verfasst werden. Allerdings darf vor lauter „Ungewöhnlichkeit“ die eigentliche Story und Charakterentwicklung auf der Strecke bleiben.
+++ Verwirrung +++
Der Start in diese Geschichte ist durchaus okay, offenbart aber schon auf Anhieb den Schreibstil. Dieser ist nämlich sehr distanziert, nüchtern, sachlich und emotionslos. Zu Beginn ist das meines Erachtens noch vertretbar, über das komplette Buch hinweg betrachtet dann doch etwas anstrengend.
Hinzu kommt, dass der Stil zudem verwirrend ist und den Lesefluss deutlich hemmt. Wenn z.B. Person A etwas fragt und dann folgen (zu) lange Ausschweifungen und dann folgt die Antwort von Person B., dann wird es sehr langatmig. Wie soll da Spannung aufkommen?
Zu dieser Betrachtung kommt hinzu, dass den Charakteren kein Leben eingehaucht haucht wird. Was im übrigen auch die Beziehungen untereinander betrifft. Selbst, wenn eine starke Bindung angedeutet wurde, so kam es einfach nicht rüber. Dabei hat die Geschichte mit den gewählten Charakteren durchaus Potential, das aber bei weitem nicht ausgeschöpft wird.
+++ Fazit +++
Der Leser wird bei diesem Thriller leider allzu oft im Lesefluss gebremst. Kommt mal kurzzeitig Spannung auf oder wird eine überraschende Wendung eingefügt, so verpufft der Effekt im nächsten Kapitel sofort. So richtig überzeugend fand ich das Werk nicht und kann diesen Thriller eher den Lesern empfehlen, die ungewöhnlich geschriebene Werke bevorzugen.