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Heldenhaft

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Unusual book

255 pages, Hardcover

First published January 16, 2019

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About the author

Andreas Thamm

8 books1 follower

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Community Reviews

5 stars
3 (10%)
4 stars
6 (21%)
3 stars
12 (42%)
2 stars
6 (21%)
1 star
1 (3%)
Displaying 1 - 6 of 6 reviews
Profile Image for CorniHolmes.
945 reviews43 followers
March 29, 2019
Als mir der Jugendroman „Heldenhaft“ von Andreas Thamm auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt wurde, war ich sofort Feuer und Flamme. Das Cover finde ich wunderschön, irgendwie hat es etwas Faszinierendes an sich, finde ich. Der Klappentext klang auch so vielversprechend, sodass für mich sehr schnell fest stand, dass ich das Buch unbedingt lesen möchte.

Andi und Ferdi sind zwei ganz normale 17-jährige Jungen. Sie sind etwas langweilig und nichts Besonderes, Durchschnitt eben. Damit soll es aber vorbei sein, als Mitch wieder auftaucht. Mitch, der mal ihr Kumpel war, der aber vor einem Jahr Mist gebaut hat. Großen Mist. So groß, dass er ins Gefängnis musste. Nun ist Mitch also wieder da und zusammen mit ihm kommen auch die Vorwürfe. Das kann Andi gerade gar nicht gebrauchen. Er hat es sich in den Kopf gesetzt, sein neue Nachbarin Lea, ein ziemlich hübsches Mädchen, vor ihren extrem christlichen Eltern zu retten. Andi beschließt kurzerhand, abzuhauen. Zusammen mit Ferdi und Lea. Leider hat er dieses Vorhaben nicht allzu gut durchdacht, was noch für so einige Probleme sorgen wird.

Ich greife bei meiner Bücherauswahl zum Glück selten daneben; Flops habe ich wirklich so gut wie nie. Manchmal kommt es aber auch mal bei mir vor, dass mir ein Buch nicht gefällt. So war es leider bei mir mit „Heldenhaft“.
Mir haben Cover und Klappentext eindeutig zu viel versprochen, ich bin ziemlich enttäuscht von dem Buch. Ich war sogar kurz davor es abzubrechen, habe es dann aber doch durchgezogen. Da das Buch nicht allzu dick ist, die Kapitel zudem recht kurz sind und ich die Schrift als angenehm groß empfunden habe, ließ sich das Buch dann doch recht zügig für mich lesen. Allerdings habe ich mich ziemlich durchgequält.

Ich fand die Handlung ziemlich langweilig. Erst zum Ende hin hat sie ein bisschen an Fahrt aufgenommen. Wäre das doch noch nur schon früher der Fall gewesen, dann wäre mein Lesespaß deutlich höher gewesen.
Was mir sehr gut gefallen hat, war, wie sehr das Thema Freundschaft hier im Fokus der Handlung steht. Auch die Werte Zusammenhalt und Vertrauen sind ein großer Bestandteil der Geschichte. Das Buch enthält einige wichtige Botschaften, die mir auch sehr gut gefallen haben, aber dennoch hält sich meine Begeisterung für „Heldenhaft“ sehr in Grenzen.

Womit ich große Probleme hatte, war der Schreibstil. Der war mir zu jugendlich und derb. Eigentlich stehe ich total auf jugendlich gehaltene Schreibstile, aber hier hat es mir gar nicht gefallen. Die vielen Abkürzungen haben mich auf Dauer ziemlich genervt und insgesamt war mir die Jugendsprache zu übertrieben und gewollt. Diese Art zu schreiben mag zur Story passen, aber mir lag sie einfach nicht. Auch der Humor in dem Buch war irgendwie nicht so meiner.

Ebenfalls Schwierigkeiten hatte ich mit der Handlung. Die war mir, wie bereits erwähnt, zu langweilig. Dann hat es bei mir auch lange gedauert, bis ich einen roten Faden in der Geschichte gefunden habe. Ich bin anfangs einfach nicht in das Buch reingekommen und war mehrmals kurz davor, es beiseite zu legen. Bei meinem ersten Anlauf hatte ich das nach etwa 100 Seiten auch getan. Da ich aber so ungerne Bücher abbreche, habe ich „Heldenhaft“ noch mal eine Chance gegeben. Freunde sind das Buch und ich leider nicht geworden. Aber gut, so ist das eben. Man kann ja auch nicht alles mögen.

Apropos Freunde: Freundschaft konnte ich leider auch nicht mit allen Charakteren schließen. Den Protagonisten Andi mochte ich noch recht gerne sowie das Mädchen Lea. Mit den beiden konnte ich mich am besten identifizieren, allerdings ist es mir bei keinem Charakter so wirklich gelungen, eine Bindung aufzubauen.
Mit wem ich nicht warmgeworden, ist Mitch. Ihn konnte gar nicht einschätzen und sein Handeln selten nachvollziehen. Im Verlaufe des Buches, nachdem wir mehr über ihn erfahren haben, versteht man zwar besser, warum Mitch bestimmte Entscheidungen trifft, aber wirklich gefallen haben sie mir dennoch nicht.

Was mich auch nicht zufrieden stellen konnte, ist das Ende. Das kam mir zu schnell und zu abrupt. „Heldenhaft“ war einfach kein Buch für mich. Ich habe beim Stöbern im Internet gesehen, dass ich bisher die Einzige bin, die das Buch so negativ bewertet hat. Vermutlich bin ich wirklich die Ausnahme. Ich persönlich kann das Buch nicht empfehlen, aber da die Geschmäcker ja bekanntermaßen sehr verschieden sind, solltet ihr euch am besten ein eigenes Bild von dem Buch machen. Vielleicht kann es euch ja mehr begeistern als mich.

Fazit: Mir hat der Jugendroman „Heldenhaft“ leider nicht gefallen. Das Cover mag ich richtig gerne, es verströmt eine ganz besondere Atmosphäre, finde ich. Das, was sich aber zwischen diesen hübschen Buchdeckeln verbirgt, hat mich sehr enttäuscht. Zu den Charakteren konnte ich einfach keine Bindung aufbauen, der Schreibstil lag mir nicht und in die Handlung bin ich zuerst gar nicht reingekommen. Mir war die Geschichte zu langweilig und auch das Ende konnte mich nicht so wirklich zufrieden stellen. Das Buch enthält zwar wichtige Themen und Botschaften, aber dieser Punkt konnte das Steuer auch nicht mehr herumreißen. „Heldenhaft“ war leider ein Flop für mich. Das ist aber auch nur meine Meinung, ich denke, dass ich da vermutlich die Ausnahme sein werde. Mein Fall war das Buch leider nicht, bei mir reicht es hier nur für 2 von 5 Sternen!
Profile Image for Alica.
232 reviews
April 15, 2019
"Heldenhaft" ist ein Jugendroman und wird aus der Sicht von Andi erzählt. Was dabei direkt auffällt, ist der an den 17-jährigen angepasste, umgangssprachliche Erzählstil, der auch an Kraftausdrücken nicht immer spart. Das ist zuerst gewöhnungsbedürftig, macht die Geschichte aber authentischer.

Inhaltlich beginnt "Heldenhaft" nur zögerlich. Im ersten Viertel passiert außer ein paar jugendlichen Albernheiten nichts besonderes, sodass der Einstieg eher zäh verläuft. Dann taucht Mitch wieder auf - und vorerst bleibt es jugendlich-dumm/albern. Andi und Ferdi haben schon ohne ihren alten Freund eine Menge Qutasch im Kopf, aber Mitch stachelt sie zu weiterem Blödsinn an. So erfährt der Leser in Rückblenden, was vor einem Jahr passiert ist und weshalb Mitch im Gefängnis war. Und er hat sich wieder in Freiheit nicht geändert, sodass Andi und Ferdi in den nächsten kriminellen Mist geraten...
Daneben spielt Andis Nachbarin Lea eine größere Rolle, denn Andi ist in das Mädchen verliebt. Nur leider sind ihre Eltern streng christlich, wollen nicht, dass ihre Tochter auf eine Schule geht und erlauben schon gar keine Beziehung zu einem Jungen.

In "Heldenhaft" werden somit zwei Themen zeitgleich behandelt: Jugend-Kriminalität und durch die Eltern stark eingeengte Kinder/Jugendliche. Und leider gelingt es Andreas Thamm nicht, beiden Themen gleichermaßen gerecht zu werden.
Während ich die Liebesgeschichte zwischen Andi und Lea und die mit ihren Eltern verbundenen Konflikte noch recht gut umgesetzt fand und mir nur die Auflösung am Ende zu schnell und oberflächlich geschah, kamen die mit Mitch verbundenen Probleme viel zu kurz. Wir erfahren nichts genaues über die damalige Gerichtsverhandlung. Seine neue Straftat, in die er Andi und Ferdi bewusst reinzieht, verläuft einfach im Sand und hat für Andi und Ferdi gar keine Folgen. Es wird nicht klar, warum sie Mitch immer wieder folgen und seine dummen Ideen mitmachen. Ich an ihrer Stelle hätte einen klaren Schlussstrich gezogen, statt immer wieder aufs Neue festzustellen, dass Mitch sich nicht ändern wird.

Und dann endet das Buch leider genau da, wo es anfängt interessant zu werden. Mit der Folge, dass viele Fragen offen bleiben.
Für mich war "Heldenhaft" daher insgesamt nicht ausgereift genug. Die Themen hatten durchaus Potential und es gab immer wieder Ansätze, die ich gelungen fand, aber knapp 250 Seiten sind für so viel Inhalt einfach zu wenig. Vermutlich wäre es besser gelungen, wenn der Einstieg direkter gewesen wäre und kein langatmiges Vorgeplänkel.
Da mir Andi, Ferdi und Lea aber wirklich sympathisch waren, der Erzählstil erfrischend locker und v.a. die Liebesgeschichte angenehm zu lesen war, gibt es von mir 3 von 5 Punkten.
Profile Image for FrauSchafski.
55 reviews
May 1, 2019
Eine Reise des jugendlichen Leichtsinns

Ab und an habe ich großen Spaß daran, mich lesend in die Phase als Jugendliche zu versetzen. Diese Zeit, in der man sich oft so missverstanden, aber auch unbesiegbar fühlte, weil die Zukunft als schillerndes Etwas vor einem lag. Diese Stimmung hatte ich mir in Andreas Thamms Jugendroman „Heldenhaft“ erhofft. Und zunächst schien es auch so, als hätte ich zum richtigen Buch gegriffen. Denn zu Beginn konnten die Protagonisten dieses Gefühl vermitteln und würzten dies mit einem slapstickartigen Humor, der mich mehr als einmal zum Grinsen brachte. Doch das änderte sich im Verlauf der Handlung leider. Klar, der Klappentext verspricht den Wechsel zu einer ernsthafteren Thematik, jedoch hätte ich nicht erwartet, dass die Protagonisten beginnen, sich einfach nur noch dämlich zu verhalten, während die Frage nach dem Warum immer größer wird, und doch in weiten Teilen unbeantwortet bleibt.

Der Autor packt viele wichtige Themen an. Was passiert, wenn ein Junge in bescheidenen Verhältnissen aufwächst und durch einen schlimmen Fehltritt im Gefängnis landet? Wie geht man mit Eltern um, die ihrer Tochter die eigenen religiöser Überzeugungen aufzwingen wollen? Das Schwierige hierbei ist nur, dass dies die Probleme der Nebenfiguren ist, sodass davon nur durch die Augen unseres Erzählers Andi berichtet wird, der nicht annähernd in der Lage ist, die Problematik zu umfassen oder Hintergründe zu beleuchten. Am Ende blieb bei mir dann lediglich das Gefühl zurück, dass diese Konflikte zwar angefasst, jedoch nicht oder nur unbefriedigend zuende gebracht werden und das finde ich doch eine zweifelhafte Aussage.

Fazit: Beginnt gut, baut dann jedoch sehr stark ab. Die Wunderkerze auf dem Cover mag zwar funkeln, jedoch ist sie zu schnell ausgebrannt. Für mich bleiben nicht mehr als zwei Sterne übrig.
Profile Image for WallofText.
842 reviews5 followers
August 13, 2020
A story of friendship, first love and adventure, culminating in a short escape into the woods. The writing style was very engaging and easy to read, but the story was a bit oddly paced and a little unspectacular. Some of the characters actions were not fleshed out enough and the ending seemed a little rushed. Not a bad story, but I expected a bit more/different things from it.
Profile Image for Sany Coco.
45 reviews1 follower
July 29, 2024
Eine wunderbar leichte Sommerlektüre! Genau was ich erwartet habe.
Andreas Thamms Schreibstil ist vielleicht nicht für alle was. Aber mir gefällt es ganz gut 😌
Displaying 1 - 6 of 6 reviews

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