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Ein dunkler Funke (Dalans Prophezeiung, Buch 1)

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Fünfhundert Jahre sind vergangen, seit der grausamste Krieg aller Zeiten die Welt in Chaos und Tod gestürzt gestürzt hat – ein Krieg, ausgefochten mit schrecklichen, magischen Waffen. Der Weltenbrand. Nur dem Erlöser Dalan war es zu verdanken, dass die Völker der Menschen, Elfen und Orks der völlig Vernichtung entgingen. Doch heute ist Dalan nur eine Erinnerung – genau wie seine Letzte Prophezeiung, die besagt, dass einst ein zweiter Weltenbrand wie ein schwarzes Feuer über die freien Königreiche hinwegfegen wird. Und diese Zeit ist entsetzlich nahe. Drei junge Freunde ahnen noch nicht, dass sie eine wichtige Rolle in dem kommenden, dunklen Zeitalter spielen Garian ist ein Menschenjunge, der davon träumt, ein Paladin der königlichen Sturmklingen zu werden. Er ist bereit, alles für dieses Ziel zu geben, aber er weiß noch nicht, welche Opfer er dafür bringen muss. Taya, seine Adoptivschwester aus dem Volk der Elfen, träumt dagegen von Abenteuern in fernen Ländern – doch in ihr erwacht eine dunkle Kraft, die sie zutiefst fürchtet. Und das zu Recht. Und dann ist da noch ihr gemeinsamer Freund Uruk, ein junger Ork – kein wilder Krieger, wie viele andere seines Volkes, sondern ein angehender Gelehrter, ein Bücherwurm. Uruk glaubt fest an den Erlöser Dalan. Und schneller als ihnen lieb ist, müssen er und seine Freunde lernen, dass sich Dalans Letzte Prophezeiung sehr bald bewahrheiten wird. Als die drei während eines Abenteuers in den Wäldern dem jungen Magier namens Noa begegnen, gibt es kein Zurück mehr für sie – oder ihr Königreich. Ein dunkler Funke wurde entzündet. Und ein neuer Weltenbrand entfacht... „Ein dunkler Funke“ ist ein All Ages-Fantasyroman; eine epische Geschichte um Freundschaft, Verrat, Krieg – und Hoffnung.

256 pages, Paperback

First published June 18, 2014

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Sarah Marie Keller

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Profile Image for Sophia Wordworld.
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May 27, 2017
Allgemeines:

Titel: Ein dunkler Funke
Autorin: Sarah Marie Keller
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (2014)
Genre: All Age Fantasy
ISBN: 978-1500111854
Seitenzahl: 254 Seiten
Preis: 9,99€ (Taschenbuch)
Weitere Bände: Ein schwarzes Feuer;
Eine weiße Glut


Inhalt:

"Das einzige, wovor man sich fürchten muss, ist die Furcht selbst"

Fünfhundert Jahre sind vergangen, seit der grausamste Krieg aller Zeiten die Welt in Chaos und Tod gestürzt hat – ein Krieg, ausgefochten mit schrecklichen, magischen Waffen.
Der Weltenbrand.
Nur dem Erlöser Dalan war es zu verdanken, dass die Völker der Menschen, Elfen und Orks der völligen Vernichtung entgingen. Doch heute ist Dalan nur eine Erinnerung – genau wie seine Letzte Prophezeiung, die besagt, dass einst ein zweiter Weltenbrand wie ein schwarzes Feuer über die freien Königreiche hinwegfegen wird.
Und diese Zeit ist entsetzlich nahe.
Drei junge Freunde ahnen noch nicht, dass sie eine wichtige Rolle in dem kommenden, dunklen Zeitalter spielen werden: Garian ist ein Menschenjunge, der davon träumt, ein Paladin der königlichen Sturmklingen zu werden. Er ist bereit, alles für dieses Ziel zu geben, aber er weiß noch nicht, welche Opfer er dafür bringen muss. Taya, seine Adoptivschwester aus dem Volk der Elfen, träumt dagegen von Abenteuern in fernen Ländern – doch in ihr erwacht eine dunkle Kraft, die sie zutiefst fürchtet. Und das zu Recht. Und dann ist da noch ihr gemeinsamer Freund Uruk, ein junger Ork – kein wilder Krieger, wie viele andere seines Volkes, sondern ein angehender Gelehrter, ein Bücherwurm. Uruk glaubt fest an den Erlöser Dalan. Und schneller als ihnen lieb ist müssen er und seine Freunde lernen, dass sich Dalans Letzte Prophezeiung sehr bald bewahrheiten wird.
Als die drei während eines Abenteuers in den Wäldern dem jungen Magier namens Noa begegnen, gibt es kein Zurück mehr für sie – oder ihr Königreich.
Ein dunkler Funke wurde entzündet. Und ein neuer Weltenbrand entfacht...

Bewertung:

Als ersten ein riesen großes Dankeschön an Sarah Keller, die uns ihr Roman als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt und uns somit an diesem wunderbaren Abenteuer teilhaben lassen hat!

Im Klapptext wird dieser Roman als "All Ages-Fantasyroman; epische Geschichte um Freundschaft, Verrat, Krieg – und Hoffnung" betitelt. Zuerst war ich etwas skeptisch, da viele Bücher versprechen, episch zu sein, doch jetzt da ich das Buch gelesen habe kann ich sagen: das Buch hat diesen Titel eindeutig verdient!

Erster Satz: "Es gab ein Zeitalter, da lebten die Städtebauer fast drei Jahrhunderte lang in Frieden miteinander und widmeten sich der Diplomatie und der Wissenschaft."

Schon das Cover verströmt eine gewisse Mystik. Durch den Mann in dem Kapuzenumhang, dessen Gesicht man nicht ganz erkennt und das blaue Licht, das seinen Händen entströmt wirkt es sehr magisch und geheimnisvoll, was sehr gut zur Geschichte passt. Ein bisschen gestört hat mich, dass man das Gesicht des Mannes doch zu einem gewissen Teil sehen kann, da ich mir die dargestellte Person sehr anders vorgestellt hatte. Doch insgesamt ist es ein schönes Cover, was definitiv neugierig auf die Story dahinter macht. Auch der Titel passt perfekt. Er klingt interesseweckend, ist nicht allzu gewöhnlich und spielt gut auf die Handlung an. Der Klapptext ist für mich etwas zu lang geraten. Vielleicht hätte man sich hier auf die Haupthandlung beschränken und die Vorgeschichte erstmal außer Acht lassen können. Zur sonstigen Gestaltung kann ich nicht viel sagen, da ich das Buch als Ebook gelesen habe, ich hätte mir aber auf jeden Fall eine Karte der Königreiche gewünscht, zum besseren Verständnis. Da ich aber nicht weiß, ob solch eine Karte im Printexemplar vorhanden ist, will ich nicht meckern ;-)


"Niemand weiß wohin er ging, doch es blieben seine letzten Worte, die er an die Herrscher eines jeden Königreichs richtete. Seine letzte Prophezeiung, die besagte, dass einst ein dunkler Funke die Welt erneut in Flammen setzten würde..."


Nun aber zum Wesentlichen: der Handlung. Der Roman steigt mit einem Prolog des alten Orks Uruk ein, der durch eine Geschichte auf sein Leben und seine Abenteuer zurück schaut und seiner Enkelin aus der Zeit kurz vor dem 2. Weltenbrand erzählt, als er selber noch ein junger Ork war. Die Geschichte kommt immer wieder auf diese Erzählinstanz zurück, handelt aber hauptsächlich in der Vergangenheit, als alle noch jung waren. Dabei wird aus unterschiedlichen Perspektiven zu unterschiedlichen Handlungsschauorten erzählt.

Im Allgemeinen geht es um das Königreich Minaskai in der Vergangenheit und der Zukunft. Vor vielen Jahren hat bereits ein erster Weltenbrand die Völker erschüttert, welcher nur durch die Hilfe eines mächtigen Zauberers gestoppt werden konnte. Dieser weltübergreifende Maschinenkrieg hat mit Hilfe von Magie fast die ganze Erde erschüttert, die sich nur langsam davon erholte. Es kehrte wieder Ruhe ein und Zeiten des Friedens herrschten, doch der Erlöser Dalan hinterließ den Völkern der Städtebauer eine letzte Prophezeiung: Ein zweiter Weltenbrand wird irgendwann das Land erneut in Aufruhr versetzen. Nun scheint es, als ob die Zeit gekommen ist, wo sich diese Prophezeiung erfüllen wird. Doch noch ahnen die Völker nichts davon und auch die drei Freunde Uruk, Garian und Taya leben nicht wissend, dass ihnen etwas Großes bevorsteht.


"Manchmal... manchmal glaube ich, das alles ist nur ein böser Traum, aus dem ich einfach nicht erwachen kann. (...) Womit haben wir das verdient?" "Niemand verdient dieses Schicksal", antwortete Noa. "Aber seitdem die Städtebauer die Welt betreten haben, ist so etwas unzählige Male geschehen. Große Reiche greifen kleine Reiche an. Der Starke vernichtet den Schwachen. Frieden ist zerbrechlich. Und was das Allerschlimmste ist: Es gibt keinen Grund dafür, abgesehen von Hass und Größenwahn. Und das wird immer so weitergehen..."


Die drei sind eigentlich so unterschiedlich, wie sie es nur sein könnten - gehören sie sogar unterschiedlichen "Rassen" an: Gairan, ein Menschenjunge, der ein Paladin werden will, seine Adoptivschwester Taya, eine Elfe, die eine magische Gabe entwickelt und der junge Uruk, der sich für Geschichte und nicht den Gewürzhandel seiner Eltern interessiert. Alle drei leben wie ganz normale Jugendliche in der Handelsstadt Dayrelia innerhalb den sichern Grenzen von Minaskai. Außerhalb der Stadt, eine Tagesreise zu Fuß entfernt, soll eine der alten magischen Maschinen aus der Zeit des ersten Weltenbrandes seit 500 Jahren vor sich hin rosten. Für die drei Freunde ist es ein Abenteuer, als sie aufbrechen um sich die Maschine mit eigenen Augen anzuschauen. Dort treffen Sie auf den Magier Noa. Noa hat eine Vision - Minaskai wird gerade angegriffen oder wird angegriffen werden, der Auftakt zum zweiten Weltenbrand. Gairan, Taya, Uruk und Noa eilen zurück in die Stadt, um die Königin zu warnen. Es beginnen ein rasanter Aufstand gegen die verfeindete Macht Xendors, eine wahnwitzige Evakuierungsaktion und ein magischer Kampf gegen einen übermächtigen Gegner - klassische Fantasy vom Feinsten!

"Sein ganzes Leben hatte der Paladin seinem Instinkt vertraut, ohne enttäuscht zu werden. Und dieser Instinkt sagte ihm nun, dass sich bald - in Monaten, Wochen oder vielleicht schon morgen - etwas Großes anbahnte. Auch wenn er es im Augenblick nicht wagte, an die Schlimmste aller Möglichkeiten zu danken: Krieg."


Die Autorin hat sich in ihrem Weltenaufbau klar an Fantasy-Größen wie J.R.R. Tolkien und Christopher Paolini orientiert, die typische Fantasywelt aber mit etlichen eigenen Ideen ausgebaut, sodass man in ein kreatives und individuelles Setting eintauchen kann. So trifft man zum Beispiel Menschen, Orks und Elfen, die friedlich Seite an Seite zusammen leben, vereint vor dem schrecklichen Hintergrund des zerstörenden Weltenbrands und sich die "Städtebauer" nennen. Man trifft auf eine Welt, in der Maschinen und Magie zusammen schreckliche Vernichtungsmonster erschaffen, aber auch nützliche Kommunikationsmittel oder kleine Kinderspielereien. Gut gefallen haben mir auch die "Sturmklingen", die loyale Garde, die Minaskai beschützt und deren Mitglieder zu den besten Kämpfern der Welt gehören. Doch auch diese können das Reich nicht retten, als der Krieg Einzug hält.

Wirklich gut gefallen hat mir auch die Darstellung von Krieg in diesem Buch. Fantasy Romane neigen ja häufig dazu, Kämpfe zu romantisieren, sie zu unausweichlichen Ereignissen zu machen, in denen Helden geboren werden und Feinde ruhmvoll dahingeschlachtet werden. Dieses Buch hingegen offenbart eine etwas andere Sicht. Jede Kampfszene hat einen Hauch von Ekel und unnötiger Grausamkeit an sich haften, der einem klar macht, dass dieser Krieg zu nichts führen wird, was gut oder heldenhaft ist. Gut ausgebildete Elitekrieger werden zu tausenden von Kriegsmaschinen niedergemäht, ohne dass sie Zeit hätten, Widerstand zu üben und es kommt auch niemand in letzte Minute zur Rettung, wie das so häufig ist. Das hat mir gut gefallen!

"Speere wurden geworfen, Rüstungen und Helme wurden durchbohrt. Menschen, Elfen und Orks schrien, manche im Kampfesrausch, manche vor Schmerz. Denkende und fühlende Lebewesen wurden zu blutrünstigen Tieren. "Es ist Wahnsinn", dachte Kelrik mit einem leeren Gefühl in der Brust. "Absoluter Wahnsinn!"


Durch den gut ausgearbeiteten Schreibstil der Autorin wird dazu noch eine spannende und mitreißende Atmosphäre geschaffen, sodass man von der ersten bis zur letzten Seite in den Bann der Geschichte gezogen wird. Durch fließende und bildhafte Beschreibungen kann man sich Handlungen aber auch Emotionen gut vorstellen. Insgesamt war ich sehr überrascht von Marie Keller Stil, denn immerhin ist das ihr erstes Buch und sie ist noch sehr jung! Also großes Kompliment!
Egal ob gerade eine Schlacht tobt oder unsere drei Freunde auf Entdeckungsreise sind - jede Szene ist spannend, fantasievoll und mitreißend geschildert. Außerdem versteh es die Autorin sehr gut, epische und mystische Sätze einzubauen, sodass ich mir bei diesem Buch über 30 Lesezeichen gesetzt habe. Vor allem Kapitelenden endeten immer mit einem spannungsweckenden Satz.


"Sein Blick verlor sich in der Weite des Meeres, das an ihnen vorbeizog. Die Wellen zogen sich dunkel und bleiern unter einem orangefarbenen Himmel dahin. Irgendwie wirkten auch der Himmel und der Ozean müde und erschöpft. Trostlos. Ohne Hoffnung. Der neue Tag, der angebrochen war, würde vergehen, ohne dass sich etwas änderte. Genau wie der Tag danach, und der Tag davor..."


Die Charaktere sind auch allesamt gut ausgearbeitet und mit viel Potential dargestellt, bisher fehlte mir aber leider die Nähe zu ihnen etwas. Man schließt sie zwar ins Herz, findet sie super, aber irgendwie wird keine direkte Verbindung zu ihnen, ihren Gefühlen und Gedanken aufgebaut, da der Schwerpunkt doch erstmal eher auf dem Plot liegt. Das finde ich ein kleines bisschen schade, aber wir haben ja noch zwei weitere Teile um sie besser kennenzulernen! Mir gefiel sehr gut, dass die Autorin ihre Charakter aus den drei verschiedenen Arten von Städtebauern gewählt hat: ein Ork, eine Elfe, ein Mensch. In einer Welt, in denen die drei "Rassen" friedlich zusammenleben, aber dennoch getrennte Stadtteile haben und viele Vorurteile kursieren, ist das keine Selbstverständlichkeit. Die drei sind also schon ein seltsames Trio, das allen Gefahren trotzt und sich strikt gegen Vorurteile und Blockaden der Familie stellt. Dabei sind die drei Mal endlich nicht nach den typischen Klischees charakterisiert! Die Orks sind zwar grundsätzlich kräftiger gebaut, wie die Menschen, sind eher temperamentvoll und aus menschlicher Sicht eher unattraktiv - ABER endlich werden sie mal nicht wie stumpfe, grobmotorische, dumme Monster dargestellt, sondern als feinfühlige Wesen mit Kultur, Gefühlen und einem scharfen Verstand. Uruks Eltern sind beispielsweise Gewürzhändler, er selbst möchte Historiker werden. Für mich kam Uruk in diesem Buch am meisten zur Geltung, während Taya bloß durch ihre sich anbahnende magische Gabe und ihren Umgang damit charakterisiert wird und Garian sehr blass bleibt. Aber wie gesagt - das kann ja alles noch kommen!

Ein weiterer wichtiger Charakter ist Noa, ein geheimnisvoller Magier, der bei den drei Freunden bleibt und sie beschützt. Er hat ein gutes Herz, trägt aber ein dunkles Geheimnis mit sich herum, was ihn zu einem kleinen Mysterium macht.


"Ich darf nicht die Nerven verlieren", dachte Kelrik. "Ich muss am Leben bleiben, um eines Tages mitzuerleben, wie die Xendorier für all ihre Taten bezahlen werden! Ich darf nicht die Nerven verlieren..." Doch das war die schwerste Prüfung seines Lebens, denn die Xendorier hatten ihm nichts gelassen. Nichts außer seinem Schmerz..."


Dann wäre da noch Kelrik, Gairan und Tayas Vater; der Paladin der Königin und schließlich die gute und gerechte Königin Lyndira Bendragur selbst. Beide haben mir wegen ihrer loylen, aufrichtigen und starken Art gut gefallen.

Aber diesmal waren vor allem die Gegenspieler interessant: Elara, die jugendliche Herrscherin von Xendor. Sie ist eine labile und grausame Göre, deren Stimmungsschwankungen ein ganzes Land und später einen ganzen Kontinent knechten. Sie sucht nach Macht, Zerstörung und vor allem nach Belustigung, die ihre schreeeeckliche Langeweile vertreibt. Sie ist ein furchtbarer Charakter, als Gegenspielerin aber sehr spannend! Ihr geheimnisvoller Berater Dagul vom Orden der Schenra-Vey ist aber mein absoluter Liebling. Plötzlich aus dem Nichts aufgetaucht flüstert er der jungen und unerfahrenen Königin geschickt neue Ideen ein und lenkt sie nach seinem Interesse wie eine Marionette. Dabei scheint der immer eine Kapuze tragende Ordensbruder noch nicht einmal böse zu sein. Er scheint die Taten Elaras nicht gutzuheißen und verfolgt ein eigenes Ziel, das er immer "einen höheren Zweck" nennt. In wieweit er damit Gutes tut oder doch nur nach eigener Macht strebt, ist vollkommen unklar. Im Laufe des Romas entwickeln sich aber noch einige interessante Verbindungen zwischen den einzelnen Charakteren... Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie es mit dem Orden der Schenra-Vey und Elara weitergeht!


"Wie soll das alles enden?", fragte sich Garian. Dann begriff er, dass es noch nicht einmal begonnen hatte..."

Das Ende ist dann sehr offen und beinhaltet einen kleinen Cliffhanger, der sehr gespannt auf den nächsten Teil macht.


Fazit:

Eine wunderbare Geschichte aus dem Hause "klassische Fantasy", die durch ein super Setting, interessante Differenzierungen und ein malerischer Schreibstil punktet, leider aber noch ein kleines bisschen bei den Hauptcharakteren schwächelt. Trotzdem eine sehr empfehlenswerte Reihe!!!
Profile Image for daniela | read.eat.live..
127 reviews
March 6, 2017
»Unnatürlich?«, wiederholte Noa, mit einem kurzen, bitteren Auflachen. »Was kann natürlicher sein als Magie? Versteht ihr nicht? Sie ist ein fester Bestandteil des Universums. Ohne Magie gäbe es überhaupt kein Leben. Nichts.« (S. 136)

Erster Satz

Es gab ein Zeitalter, da lebten die Städtebauer fast drei Jahrhunderte lang in Frieden miteinander und widmeten sich der Diplomatie und der Wissenschaft.

Klappentext

Fünfhundert Jahre sind vergangen, seit der grausamste Krieg aller Zeiten die Welt in Chaos und Tod gestürzt gestürzt hat – ein Krieg, ausgefochten mit schrecklichen, magischen Waffen.
Der Weltenbrand.
Nur dem Erlöser Dalan war es zu verdanken, dass die Völker der Menschen, Elfen und Orks der völlig Vernichtung entgingen.
Doch heute ist Dalan nur eine Erinnerung – genau wie seine Letzte Prophezeiung, die besagt, dass einst ein zweiter Weltenbrand wie ein schwarzes Feuer über die freien Königreiche hinwegfegen wird.
Und diese Zeit ist entsetzlich nahe.
Drei junge Freunde ahnen noch nicht, dass sie eine wichtige Rolle in dem kommenden, dunklen Zeitalter spielen werden:
Garian ist ein Menschenjunge, der davon träumt, ein Paladin der königlichen Sturmklingen zu werden. Er ist bereit, alles für dieses Ziel zu geben, aber er weiß noch nicht, welche Opfer er dafür bringen muss.
Taya, seine Adoptivschwester aus dem Volk der Elfen, träumt dagegen von Abenteuern in fernen Ländern – doch in ihr erwacht eine dunkle Kraft, die sie zutiefst fürchtet. Und das zu Recht.
Und dann ist da noch ihr gemeinsamer Freund Uruk, ein junger Ork – kein wilder Krieger, wie viele andere seines Volkes, sondern ein angehender Gelehrter, ein Bücherwurm. Uruk glaubt fest an den Erlöser Dalan. Und schneller als ihnen lieb ist, müssen er und seine Freunde lernen, dass sich Dalans Letzte Prophezeiung sehr bald bewahrheiten wird.
Als die drei während eines Abenteuers in den Wäldern dem jungen Magier namens Noa begegnen, gibt es kein Zurück mehr für sie – oder ihr Königreich.

Ein dunkler Funke wurde entzündet. Und ein neuer Weltenbrand entfacht…

An dieser Stelle geht ein herzliches Dankeschön an die Autorin Sarah Marie Keller persönlich, die mir ein eBook als Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.

Meine Meinung

Manchmal ist es doch ganz gut auf sein Bauchgefühl zu hören. Also eigentlich immer, den enttäuscht hat es mich noch selten. Und so war es auch diesmal.
Als mich die Mail von Sarah Marie Keller erreichte war ich sofort Feuer und Flamme für ihr Buch. Ein Mensch, eine Elfe und ein Ork auf grossem Abenteuer erinnert irgendwie stark an J.R.R.Tolkiens Lord of the Rings. Dementsprechend hoch waren die Erwartungen. Was ich dann allerdings geboten bekam war, nicht besser, aber mindestens ebenso gut und eine äusserst gelungene Mischung aus Tolkien und Krieg der Welten obendrein.

Ein dunkler Funke handelt von den drei Freunden Garian, Taya und Uruk, die sich in den ersten Kapiteln aufmachen in die Wälder von Taravan um den Stahldrachen zu erkunden. Dieser stammt noch aus der Zeit des ersten Weltenbrandes und war damals eine gefürchtete Kriegsmaschine.
Im Rumpf des Stahldrachens werden die drei Freunde vom Magier Noa überrascht, der Tayas Kraft spürt. Sie freunden sich an und verbringen die Nacht gemeinsam in diesem Ungetüm, da es draussen regnet. Durch eine traumartige Vision werden Taya und Noa geweckt. Diese Vision zeigt wie die Hauptstadt Dayrelia von Kriegsmaschinen zerstört wird. Ist das die Zukunft? Oder bereits Vergangenheit? Schnell machen sie sich auf den Weg nach Hause. Doch kommt sie noch rechtzeitig?

»Das Einzige, wovor man sich fürchten muss, ist die Furcht selbst, erinnerte er [Uruk] sich. Aber wenn die eigene Fantasie verrückt spielte, nutzte diese kluge Spruch überhaupt nichts.« (S. 77)

Das tolle an diesem Buch ist, dass ich als Leser in eine mir komplett fremde Welt eintauchen kann. So wie Mittelerde oder Westeros erschafft die Autorin eine Welt mit ihren eigenen Bewohnern, Bräuchen und Sitten und mit einer eigenen Geschichte. Ich habe das Gefühl, Sarah Marie Keller weiss wovon sie spricht, wenn sie erklärt wie die Stadt Dayrelia ausschaut, oder wer die Städtebauer sind. Sie hat ein Bild von dieser Welt und könnte wahrscheinlich noch viel genauer Auskunft geben darüber, als sie es im Buch tut.
Für mich als Leser ist dies ein kleines aber ein wichtiges Detail, da ich so die Handlung und die Personen in einem Kontext eingebettet weiss. Es gibt nicht blöderes, als dass man sich während des Lesens nach jedem zweiten Abschnitt fragt, was sich der Autor dabei gedacht hat. Dies ist hier definitiv nicht der Fall.

Meine vollständige Rezension könnt ihr auf meinem Blog Livricieux nachlesen.
Profile Image for The Bookdragon‘s realm.
82 reviews
March 5, 2017
Mein Dank geht an den die Autorin Sarah Marie Keller für das tolle Rezensionsexemplar!

Meine Meinung:
Ehrlich gesagt hatte ich viel erwartet, aber nicht, dass mir das Buch so gut gefällt, dass ich es in drei Tagen durchlese.
Cover:
Das Cover spricht mich persönlich sehr an. Es lässt auf einen richtigen Fantasy Roman mit allem Drum und Dran denken. Ich hatte es zuerst für ein Verlagsbuch gehalten, bis ich gesehen habe, dass die Autorin dieses Buch als Selfpublisher veröffentlicht hat. Ich finde das Cover ist sehr passend zum Buch und ich finde es auch wirklich gelungen! Sehr professionell!
Der Schreibstil:
Sarah Marie Keller schreibt sehr spannend. Dadurch, dass die Hauptgeschichte eigentlich als Rückblick geschrieben ist, hat das Buch einen ganz eigenen Stil. Einen sehr angenehmen wie ich finde, denn es steigerte das ganze Buch über die Spannung immer und immer wieder.
Die Charaktere:
Der liebe Garian ist zwar ein Träumer, aber ein verdammt begabter Träumer. Das bemerkt man schon nach wenigen Seiten, denn Garian hat ein Ziel und das möchte er unbedingt erreichen. Nichts kann ihn aufhalten. Eigentlich.
Taya fand ich von Anfang an sehr interessant. Ich konnte mich mit ihr identifizieren, obwohl sie doch so unterschiedlich ist und Fähigkeiten hat von denen ich nur träumen kann. Immer wieder habe ich mit ihr zusammen mitgefiebert und auch gelitten.
Uruk ist ein ganz besonderer Charakter, er ist zwar ein Ork, hat aber nicht die typischen Eigenschaften, denn er sieht zwar aus wie ein Ork, benimmt sich aber nicht so. Er liest gerne und schreibt gerne Geschichten. Außerdem interessiert er sich sehr für Geschichte, unter anderem auch für den ersten Weltenbrand.
Die Geschichte:
Nach dem Klappentext bin ich ohne eine genaue Vorstellung direkt zum Lesen übergegangen. Und ich war ehrlich überrascht. Ich wollte nicht aufhören und die Geschichte lässt sich so flüssig lesen, dass die Seiten richtig verfliegen. Die Geschichte kommt nie ins Stocken und trotzdem hat irgendwie etwas gefehlt. Die Story lief mir etwas zu schnell ab und das Ende habe ich zwar erwartet und trotzdem war es mir ein bisschen zu knapp beschrieben. Aber nichts desto trotz ein Buch, dass es definitiv verdient hat gelesen zu werden!

Empfehlung:
Eine tolle Geschichte im Fantasy Bereich.

Mein Fazit:
Daumen hoch!
Profile Image for Daniela Walch.
37 reviews5 followers
April 9, 2017
Inspirierendes Fantsy-Epos.

Die drei Freunde Gairan, ein Menschenjunge, der ein Paladin werden will, seine Adoptivschwester Taya, eine Elfe und der junge Uruk, der sich für Geschichte und nicht den Gewürzhandel seiner Eltern interessiert, leben in der Stadt Minaskai. Außerhalb der Stadt, eine Tagesreise zu Fuß entfernt, soll eine der alten magischen Maschinen aus der Zeit des ersten Weltenbrandes seit 500 Jahren vor sich hinrosten. Für die drei Freunde ist es ein Abenteuer, als sie aufbrechen um sich die Maschine mit eigenen Augen anzuschauen.
Dort treffen Sie auf den Magier Noa. Noa hat eine Vision - Minaskai wird gerade angegriffen oder wird angegriffen werden, der Auftakt zum zweiten Weltenbrand. Gairan, Taya, Uruk und Noa eilen zurück in die Stadt, um die Königin zu warnen. Und das ist nur der Auftakt.

Die Geschichte ist spannend erzählt. Humor, Drama, Tragik und Mitfiebern - es ist alles da. Die Welt ist stimmig und voll von kleinen, feinen Details. Besonders gut bringt die Autorin die Stimmungen und die Gefühle der handelnden Personen rüber. Auch scheinbare belangloses, wie das Studierzimmer des Orks, wirken interessant und niemals langweilig.

Alle Haupt- und Nebencharaktere sind vortrefflich ausgearbeitet.
Vor allem die drei Freunde hab ich gleich ins Herz geschlossen. Mir gefiel vor allem, dass die Autorin hier Klischees aufgebrochen hat. Die Orks sind zwar grundsätzlich kräftiger wie die Menschen und werden schneller wütend - aber sie sind keine tumben Monster; sondern bspw., wie Uruks Eltern, Gewürzhändler. Oder Historiker, wie Uruk selbst. Die Freundschaft zwischen den dreien so unterschiedlichen Personen sind für mich das Sahnestück der Erzählung. Ein Mensch, ein Ork und eine Elfe sind beste Freunde, das hat eine völkerverbindende Vision, die hier als Normalität erzählt wird. Mich hat dieses Bild sehr inspiriert. (Und irgendwie haben mich die Elfen an die Vulkanier und die Orks an die Tellariten erinnert, das nur nebenbei.)
Ein weiterer Charakter ist Noa, der Magier. Er hat ein gutes Herz, trägt aber irgendein Geheimnis mit sich herum, ein etwas mystischer Charakter, der eine gewissene Sexyness ausstrahlt.
Dann wäre da noch Kelrik, Gairan und Tayas Vater; der Paladin der Königin und schließlich die gute und gerechte Königin selbst.

Die Gegenspieler: Elara, die Herrscherin von Xendor ist eine labile und grausame Göre, die an die Herzkönigin aus "Alice im Wunderland" erinnt. Ihr Berater Dagul vom Orden der Schenra Vey ist ambivalent. Er scheint die Taten Elaras nicht gutzuheißen und hat sie doch initiert. Er verfolgt seine eigene Agenda, aber welche das ist, ist unklar.

Dies ist ein Extrakt aus meiner Rezension auf buchvogel.blogspot.de. Über Besuche würde ich mich freuen.
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