Eden. Einst eine Stadt, gegründet von zwei Brüdern im gemeinsamen Wunsch auf einen friedlichen Neubeginn. Heute herrscht eine strikte Teilung in zwei Bezirke, die Brüder sind verfeindet. Eine Seite erblüht, die andere ist dem Untergang geweiht.Als der Winter kommt und die Nahrung knapp wird, scheitern alle Versuche auf eine friedliche Vereinigung. Der Kampf ums Überleben beginnt und wandelt Wagemut in Wahnsinn, Hoffnung in Verzweiflung. Denn nicht nur die Menschen haben Hunger …Zombie Zone Unsere Städte wurden Höllen.Sie kamen über Nacht. Ihr Hunger war unstillbar. Sie fielen wie Heuschreckenschwärme über die Lebenden her. Zerrissen sie, fraßen, machten aus ihnen etwas Entsetzliches. In den Straßen herrscht verwestes Fleisch. Zwischen zerschossenen Häusern und Bombenkratern gibt es kaum noch sichere Verstecke.In Deutschland ist der Tod zu einer seltenen Gnade geworden.Hohe Stahlbetonwände sichern die Grenzen. Jagdflieger und Kampfhubschrauber dröhnen darüber. Es wird auf alles geschossen, was sich (noch) bewegt. Deutschland wurde isoliert – steht unter Quarantäne.Die wenigen Überlebenden haben sich zu Gruppen zusammengeschlossen, oder agieren auf eigene, verzweifelte Faust. Gefangen unter Feinden. Im eigenen Land.Doch ist der Mensch noch des Menschen Freund, wenn die Nahrung knapp wird und ein Pfad aus kaltem Blut in eine Zukunft ohne Hoffnung führt? Bisher in der Reihe Die Trümmer (Simona Turini) Tag 78 (Vincent Voss) Letzter Plan (Jenny Wood) Zirkus (Carolin Gmyrek) Blutzoll (Matthias Ramtke) XOA (Lisanne Surborg)ZZG Der Beginn
Viele gute Ideen, aber teilweise fand ich es vorhersehbar. Einige Charaktere waren auch etwas verworren konstruiert und haben sich gegen Ende anders verhalten. Ansonsten eine solide Geschichte, bei der ich es noch schade finde, dass nicht auf die Entwicklung mehr eingegangen wurde bzw sich die Handlungsfäden dann schon verknoteten und keine Zeit mehr dafür blieb.
Anfangs dachte ich, dass Blutzoll alles mitbringt um eine solide Zombie-Novelle zu werden, doch reihen sich die typischen Klischees dieses Genres im Verlauf der Geschichte immer weiter aneinander ohne auch nur ein Fünkchen Neues mitzubringen. Gepaart mit den wirklich dummen Charakteren, bei denen man sich ständig fragt wie sie überhaupt so lange überleben konnten, addiert sich das leider zu einem sehr enttäuschenden Leseerlebnis.
Die Zombies haben Deutschland überrannt. Doch zwei Brüder haben ein kleines Stück Lang gerettet und aufgebaut und nennen es Eden. Es soll Sicherheit und Neubeginn für die dort lebenden Menschen sein. Doch so perfekt ist es in Eden nicht mehr. Die Brüder, Ben und Niklas, haben sich entzweit und Eden geteilt. Während Ben auf der Suche nach seiner untoten Ehefrau und Heilung für sie ist, versucht Niklas das Leben von „vor den Zombies“ wieder aufleben zu lassen, mit Frauen und Alkohol. Als der Bezirk von Niklas zusehends aufblüht und den Neid der anderen Edener auf sich zieht, wächst die Rivalität zwischen den Brüdern. Bald befindet sich die Gefahr nicht nur außerhalb der Mauern.
# und wie war es? #
Mit der Novelle „Blutzoll“ ist Matthias Ramtke ein würdiger Teil der Reihe „Zombie Zone Germany“ gelungen. Nach nur wenigen Seiten war ich Teil der Geschichte und Bewohner Edens. Anfangs kamen durchaus Gedanken an „The Walking Dead“ auf, das ist aber bei einer so präsenten Serie, die die Zombiewelt wiedererweckt hat, nicht verwunderlich. Zum Ende hin stand aber Eden für sich allein.
Was mir bei den Geschichten aus der „Zombie Zone Germany“ Welt gefällt, ist die „Nähe“. Die Apokalypse ist nicht irgendwo in Amerika ausgebrochen, sondern hier bei uns. Dadurch wird die Erzählung realer.
Die Spannung in „Blutzoll“ steigert sich kontinuierlich und lässt, gerade zum Ende hin, keine Wünsche offen.
Inhalt/Meinung Eine neue Novelle aus der ZombieZone Germany, ganz ehrlich, wer kann dazu schon nein sagen? Ich jedenfalls nicht. Und so wurde „Blutzoll“ von mir gelesen. Ich lernte die Menschen in Eden kennen und bei allem, was sie auch taten, ich verstand sie. Aber fangen wir von vorne an.
„Blutzoll“ erzählt die Geschichte von zwei Brüdern die eine Stadt inmitten des zombiebefallenen Deutschlands gründen. Eden. Eine sichere Zone für alle, die noch am Leben sind und weiterhin auch leben wollen. Für alle, die sogar weitermachen wollen, eine neue Gesellschaft gründen möchten, Handel treiben. Und vor allem für diejenigen, die über den Winter kommen wollen, ohne zu verhungern.
Die Brüder, Ben und Niklas, könnten unterschiedlicher nicht sein. Durch einen Streit wird das einst verbundene Eden in zwei Lager getrennt. Jeder Bruder leitet eine dieser Hälften. Die eine blüht, Handel wird getrieben, es herrscht Leben inmitten der Untoten. Die andere Seite ist trist und grau, die Menschen gehen nicht gern auf vor die Haustür, einfach weil es sich nicht lohnt. Es gibt keinerlei Möglichkeiten, dass beide Hälften irgendwie miteinander arbeiten können.
Niklas ist derjenige, der charismatisch ist und weiß, wie er die Menschen von sich überzeugen kann. Er ist sich bewusst, dass die Leute, die in seiner Hälfte leben, auf ihn angewiesen sind und das weiß er zu nutzen. Er mischt sich unter sie, kennt ihre Namen und ist sich dennoch, auf eine wütende Art, zu fein, um seinem Bruder die Hand zu reichen. Niklas will alles für sich und ist auch bereit, dafür seinen Bruder zu opfern. Er gibt sich gern als Übermensch, aber am Ende fließt durch seine Adern auch nur Blut.
Ben ist verzweifelt. Er weiß, dass seine Hälfte dem Untergang geweiht ist, einfach weil nicht genug Nahrung für alle da ist. Und auch wenn seine persönlichen Prioritäten auf einer anderen Ebene liegen, so ist der doch bereit, für die Menschen in das von Zombies bewohnte Chemnitz zu fahren um Essen zu besorgen. Allerdings ist Ben aufgrund seiner Erlebnisse nicht mehr klar beim Verstand. Und manchmal ist Blut einfach nicht dicker als Wasser.
„Blutzoll“ ist anders, als ich erwartet habe. Die menschlichen Abgründe, die der Autor hier aufzeigt, haben mich mehr als erschreckt. Es sind die Einflüsse und Entscheidungen, die die Menschen im Inneren verändern und sie dazu bringen, Dinge zu tun, die sie mit klarem Verstand womöglich nicht getan hätten. Die Brüder sind so unterschiedlich und diese Unterschiede erkennt man nicht nur in ihrem Verhalten, sie spiegeln sich auch in den Hälften von Eden wieder. Dieser starke Kontrast machte das Verhalten nur noch schlimmer, einfach weil sie so dermaßen unterschiedlich sind. Anscheinend waren sie das nicht immer.
Die Ereignisse überschlagen sich, die Untoten werden zu einer Bedrohung für das gesamte Eden und alle sind gezwungen, zusammenzuarbeiten. Für Ben und Niklas ist eine Zusammenarbeit allerdings unvorstellbar und sie tun Dinge, mit denen ich wieder einmal nicht gerechnet habe. Diese ganzen Überraschungen hielten die Spannung durchweg oben, genau wie die Verzweiflung immer spürbar war. Die Emotionen der Figuren rissen mich mit und ließen mich erst am Ende wieder aufatmen.
Fazit „Blutzoll“ ist eine Zombienovelle, die sich in die großartige Reihe der ZombieZone Germany einreiht, ohne dass sie hinter den anderen anstehen muss. Zombies, jede Menge Blut, Hass und Verzweiflung kämpfen mit dem Überlebenswillen der Menschen, die nicht wissen, ob sie den Winter überstehen. Verschiedene Charaktere und eine Story, die es in sich hat, fesseln den Leser an die Seiten.
Blutzoll – Matthias Ramtke Zombie Zone Germany Verlag: Amrum Taschenbuch: 8,50 € eBook: 2,99 € ISBN: 978-3-95869-269-5 Erscheinungsdatum: 22. Oktober 2018 Genre: Horror / Zombies Seiten: 204 Inhalt: Eden. Einst eine Stadt, gegründet von zwei Brüdern im gemeinsamen Wunsch auf einen friedlichen Neubeginn. Heute herrscht eine strikte Teilung in zwei Bezirke, die Brüder sind verfeindet. Eine Seite erblüht, die andere ist dem Untergang geweiht. Als der Winter kommt und die Nahrung knapp wird, scheitern alle Versuche auf eine friedliche Vereinigung. Der Kampf ums Überleben beginnt und wandelt Wagemut in Wahnsinn, Hoffnung in Verzweiflung. Denn nicht nur die Menschen haben Hunger … Zombie Zone Germany: Unsere Städte wurden Höllen. Sie kamen über Nacht. Ihr Hunger war unstillbar. Sie fielen wie Heuschreckenschwärme über die Lebenden her. Zerrissen sie, fraßen, machten aus ihnen etwas Entsetzliches. In den Straßen herrscht verwestes Fleisch. Zwischen zerschossenen Häusern und Bombenkratern gibt es kaum noch sichere Verstecke.In Deutschland ist der Tod zu einer seltenen Gnade geworden. Hohe Stahlbetonwände sichern die Grenzen. Jagdflieger und Kampfhubschrauber dröhnen darüber. Es wird auf alles geschossen, was sich (noch) bewegt. Deutschland wurde isoliert – steht unter Quarantäne. Die wenigen Überlebenden haben sich zu Gruppen zusammengeschlossen, oder agieren auf eigene, verzweifelte Faust. Gefangen unter Feinden. Im eigenen Land. Doch ist der Mensch noch des Menschen Freund, wenn die Nahrung knapp wird und ein Pfad aus kaltem Blut in eine Zukunft ohne Hoffnung führt? Mein Fazit: Zum Cover: Hier haben wir ein sehr passendes Cover, es passt so perfekt zur Geschichte. Die Farben sind düster gewählt, alles andere hätte hier auch nicht gepasst. Für mich ein sehr schönes Cover. Zum Buch: Ben und Niklas sind Brüder, die unterschiedlicher nicht sein können. Während in der einen Hälfte wo Niklas lebt, die Menschen alles in Saus und Braus haben, regiert bei Ben die Armut. Anstatt sie sich nach der Zombieapokalypse gemeinsam etwas aufbauen, muss eine Stadt zweigeteilt werden. Ben ist immer noch auf der Suche nach seiner Frau Victoria und wird davon von den meisten belächelt und sogar für psychisch krank gehalten. Es gibt ja schon einige Novellen zur Zombie Zone Germany, allerdings war dies meine erste die ich gelesen habe. Mir hat sie sehr gut gefallen. Der Schreibstil gefiel mir und ich kam schnell voran, natürlich fühlte ich mich ein wenig in the Walking Dead versetzt, aber das war überhaupt nicht schlimm. Es ist ruhig und ohne Hektik geschrieben und trotzdem passieren hier ein paar harte Dinge, aber liest selbst. Die Protagonisten sind klar dargestellt und ich bin ehrlich, ich mochte keinen der beiden Brüder, dafür hat das Buch starke Nebencharaktere. Siggi zum Beispiel, kam meiner Meinung viel zu kurz, ihn fand ich richtig toll. Die bildliche Darstellung war gut, wobei ich wie gesagt, the Walking Dead vor Augen hatte, aber das hat dem lesen keinen Abbruch getan. Ich fand das Buch echt toll und empfehle es gern weiter. Ich gebe hier 5 von 5 Sternen und würde gern noch mehr davon lesen.