Die stilgeschichtlich kaum zu klassifizierende Werkgruppe der Skulpturen Max Ernsts ist bis dato nicht Gegenstand einer grundlegenden Untersuchung gewesen. Die Fragestellung konzentriert sich also auf die Erfassung intentionaler, inhaltlicher und interpretativer Daten, um anhand der dreidimensionalen Arbeiten eine benennbare aesthetische Theorie zu verifizieren. Max Ernst begreift Skulpturenpraxis als Kommunikationsmodell. Mit einer auf formaler wie inhaltlicher Ebene durchgängig thematischen Grenzwertproblematisierung lässt er die metamorphe Koexistenz aporetischer Antinomien als Kommunikationsmodell Programm werden.