Dieses Buch erscheint anlässlich des 150. Geburtstages des berühmten Gemäldes „Ursprung der Welt“ von Gustave Courbet. Es sammelt Variationen des Motivs, Fotos von den 80er Jahren bis heute. Zwischen die Kapitel „Sie an sich“, „Tasten“, „Die Neugier“, „Körperlandschaften“, „Die Flügel“ u.a. eingestreut sind kurze Texte zum weiblichen Geschlechtsorgan von Autorinnen und Autoren seit der Antike. In einem wissenschaftlichen Essay erkundet Twardowski die Geschichte von Courbets „Ursprung der Welt“ sowie den künstlerischen und politischen Umgang mit dem Thema. Der Autor ist Literaturwissen-schaftler und Schriftsteller und fotografiert zum Ausgleich seit dreißig Jahren Akt.
„Ich sage ‚Flügel‘, weil die Griechen diese Schamlippen ‚himenoea‘ nennen; die Lateiner nennen sie ‚alae‘, die Franzosen ‚labies, levrès, lendrons, landielles‘ und anders; ich finde aber, dass die Lateiner sie recht passend als Flügel bezeichnen; denn kein Tier und kein Vogel fliegt besser oder mit schnelleren Flügeln. Berührt man sie oder betrachtet man sie, so spürt man und sieht, wie sie sich von selbst erregen und bewegen, wenn sie in Begierde sind.“ (Brantome, um 1584)