Jump to ratings and reviews
Rate this book

Peter, der kleine katzenkommissar

Rate this book
Peter, ein kleiner Hauskater mit kommunikativ starken Eigenschaften, übernimmt die Arbeit der Polizei. Eine Entführung eines ausländischen Mädchens macht ihn neugierig, und weil er helfen will, holt er sich immer die Hilfe, die er gerade braucht, auf ganz eigene Art und Weise. Dabei findet er tierische Freunde, die ihn unterstützen. Britta Banowski sein Frauchen ist immer da, wenn Peter Hilfe braucht. Sie ist und bleibt sein „Zu Hause“, ihr ist er treu und er beschützt sie. Britta Banowski aus Hannover ist Katzen-Halterin und besitzt nicht nur Peter, sondern noch zwei andere Katzen. Sie versteht die Sprache der Katzen, weil sie jahrelange Erfahrung mit ihnen hat. Im Krimi selbst hält sie sich im Hintergrund, weil Peter von allein die Ermittlungsarbeit übernimmt, durch seine eigene Neugier. Illustrationen und Lektorat von Inga Prasse.

110 pages, Paperback

First published February 25, 2018

About the author

Britta Banowski

13 books7 followers

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
1 (50%)
4 stars
0 (0%)
3 stars
0 (0%)
2 stars
0 (0%)
1 star
1 (50%)
Displaying 1 of 1 review
Profile Image for Heidi.
Author 73 books13 followers
September 8, 2018
Die Autorin, Britta Banowski, die in der Geschichte die Rolle des Frauchens spielt, vermittelt in dem Buch Wissenswertes rund um die Katze als Haustier und gibt Einblicke in die Katzensprache. Die Idee ein Krimi aus der Sicht einer Katze zu erzählen, finde ich gut, und spätestens nach Rita Mae Brown ist bewiesen, dass sich sowas auch zu einem Kassenschlager entwickeln kann. Menschen lieben Katzen, viele Menschen lieben Krimis. Die Handlung in der Geschichte ist soweit auch recht schlüssig und passt soweit. Peter ist eine Katze, die dank ihres kriminalistischen Gespürs Verbrechen aufdeckt. Dass diese Verbrechen auch in der Menschenwelt aufgeklärt werden, ist dem aufmerksamen Frauchen zu verdanken, das die Katzensprache perfekt interpretiert und das seltsame Verhalten ihres Katers ernstnimmt. Es gibt zwar immer wieder mal kleine und große logische Fehler und der Umstand, dass Katzen gute Nasen und Ohren haben, sollte selbst das unaufmerksamste Kind nach dem dritten Mal verstanden haben, aber darüber würden viele Kinder gnädig drüber lesen. Auch über die kunterbunt über die Geschichte verteilten Zaunpfähle können Kinder wunderbar hinweglesen – man soll keine Spuren verwischen, Selbstjustiz ist strafbar – vor allem, wenn sie die Wörter nicht verstehen. Wo die Kinder die mangelnde Logik vermutlich wieder aufdecken, ist, dass der Kater anfangs nur durch das aufmerksame Frauchen verstanden wird und am Ende des Buchs plötzlich alle Katzen mit allen Menschen sprechen können. Nicht einverstanden bin ich da, wo der Täter ein arabischsprechender Mann ist. Ich bin der Meinung, dass Autoren die Pflicht haben, mit Vorurteilen aufzuräumen, nicht, sie auch noch zu schüren. Dass das Kind entführt wurde, um in ein Bordell zu kommen, macht den Text für ein Kinderbuch auch nicht attraktiver. Das entführte Mädchen ist nur präsent, solange es um Hilfe schreit. Kaum hat es seine Geschichte erzählt, wird es von der Autorin nicht mehr beachtet. Man fragt sich bereits bei der Vernehmung des Frauchens durch die Polizei, wo das Kind hin entschwunden ist. Ganz am Ende bekommt man die Information, dass es auf eine Pflegestelle wartet – dabei gibt es doch Eltern.

Das Werk strotzt vor Fehlern. Die Interpunktion ist willkürlich, vor allem die Zeichensetzung bei der wörtlichen Rede. Wörtliche Rede wird häufig durch einen Absatz, noch häufiger durch die Schlusszeichen der wörtlichen Rede unterbrochen. Ein Beispiel? „Wo?“ „Wir können dich nicht finden!“ Beide Sätze werden unmittelbar hintereinander von derselben Person gesprochen. Auch einige Fehler in der Groß- und Kleinschreibung sind zu finden (nicht nur Kleinschreibung von Anredepronomen in der Höflichkeitsform). Sprachlich ist das Werk unausgegoren. Es besticht durch Anhäufungen von Füllwörtern, falsch verwendete Redewendungen, Wortwiederholungen, dann wieder Wortauslassungen. Für ein Kinderbuch ist es zu schwierig formuliert. Passivkonstruktionen, ellenlange Sätze, schwierige Wörter, häufiger Einsatz von Plusquamperfekt gehören nicht in ein Kinderbuch. Insgesamt scheinen das Lektorat bzw. das Korrektorat zu fehlen und ich empfehle der Autorin, in so einen Experten zu investieren. Soviel zum Sprachlichen.

Die Autorin erzählt sehr naiv – teilweise fühlte ich mich an die Aufsätze meiner Viertklässler erinnert – dann zum Beispiel, wenn Frauchen aus dem Nichts ein Schloss aus der Tasche hervorzaubert. Das hatte sie vorher eingesteckt – ohne zu wissen, dass sie es brauchen könnte. Gedankensprünge, wilde Perspektivwechsel, … sind an der Tagesordnung. Häufig hält sich die Autorin mit Beschreibungen von Gegenständen oder Vorgängen auf, die für die Handlung irrelevant sind und erzählt alles bis ins letzte Detail. Die allgemein bekannten Schreibregeln „Show, don’t tell“ – „Spät rein, früh raus“ „Bitte keinen Infodump“ kennt die Autorin entweder nicht oder berücksichtigt sie nicht. Ich empfehle dringend die Auseinandersetzung mit ein paar Schreibratgebern oder den Besuch von Schreibkursen.

FAZIT
Das Buch „Peter, der kleine Katzenkommissar“ ist nicht als Kinderbuch geeignet. Es bedarf dringend einer sprachlichen, inhaltlichen und stilistischen Überarbeitung.
Displaying 1 of 1 review