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Carmen: Ein Mythos in Literatur, Film Und Kunst (Literatur-kultur-geschlecht, Kleine Reihe, 28)

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Die Novelle Carmen von Prosper Merimee aus dem Jahr 1845 und die daran anschliessende Oper Carmen (1873) von Georges Bizet bilden den Ausgangspunkt des bis in die Gegenwart lebendigen Carmen-Mythos. In diesem Mythos haben sich spezifische Geschlechterbilder des 19. und 20. Jahrhunderts verdichtet: Als Femme fatale weist Carmen auf Weiblichkeitsbilder der Jahrhundertwende voraus, als Zigeunerin ist sie in die zeitgenossischen Debatten uber Ethnizitat und Geschlecht eingebunden, als Tanzerin steht sie am Anfang einer Tradition, in der Weiblichkeit und Korperperformanz eine besondere Verbindung eingegangen sind. In diesem Band interessiert Carmen nicht nur als eine Figur, die den nationalsprachlichen Raum uberschreitet, sondern auch als eine Figur, an deren Konstruktion die unterschiedlichsten Medien wie Literatur, Oper oder Bildende Kunst und vor allem der Film Anteil haben. Reflektiert wird ein breites Spektrum von den Ursprungserzahlungen des Mythos uber die vielfaltigen filmischen Auseinandersetzungen bis hin zu zeitgenossischen Carmen-Adaptionen.

227 pages, Paperback

Published January 3, 2011

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Kirsten Moller

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