Nach 1900 wird die Weltmacht Grossbritannien durch politische, okonomische und okologische Krisen erschuttert. Kann in dieser Zeit Musik als ein kulturelles Heilmittel wirksam werden? Englische Komponisten wie Ralph Vaughan Williams und andere fragen nach dem Nutzen des Weltgewinns, wenn dabei die nationale Seele Schaden nimmt. Sie suchen kunstlerische Zuflucht in einer pastoralen Idealisierung von englischer Natur und Landschaft. Mit dieser Strategie sind sie so erfolgreich, dass sie uber Jahrzehnte Konzert- und Radioprogramme bestimmen. Erstmals wird in dieser Studie die englische Musik des fruhen 20. Jahrhunderts unter dem Aspekt der asthetischen Naturbeziehung betrachtet, welche sich in Werktiteln, vertonten Texten und programm-musikalischen Erklarungen manifestiert. Der Autor stellt die Komponisten sowie zahlreiche Einzelwerke vor. Daruber hinaus geht er ausfuhrlich auf die soziokulturellen und mentalitatshistorischen Voraussetzungen und Auswirkungen dieser Musik im 20. Jahrhundert ein.