Anders als die westeurop�ischen �berseeimperien ist das Russische Reich bisher weit weniger als Kolonialreich in den Blick genommen worden, und doch finden sich hier bei n�herem Hinschauen �hnliche Begleiterscheinungen kolonialer Erstbegegnungen wie in den �berseeischen Besitzungen westlicher L�nder. Mit dem vorliegenden Buch soll anhand des regionalen Fallbeispiels der sich bis jenseits des Polarkreises erstreckenden Taimyr-Halbinsel die sprachliche Seite der sibirischen Landnahme durch Trapper und Siedler in ihren Kontakten mit indigenen Bev�lkerungen in den Blick genommen werden. Allein dank gl�cklicher Umst�nde hat sich auf der Tajmyr bis in die j�ngste Vergangenheit eine Kontaktsprache erhalten, die zwar den g�ngigen Definitionen eines Pidgins entspricht, in struktureller Hinsicht aber den Rahmen des f�r ein Pidgin Erwartbaren �berschreitet. Das verwendete sprachliche Material hat der Autor �ber die letzten 10 Jahre in Feldaufenthalten auf der Tajmyr zusammengetragen. Der vorliegende Band erh�lt damit einen zus�tzlichen Wert als einziges umfassendes Zeugnis des letzten Pidgins auf russischer lexikalischer Basis aus der Epoche der sibirischen Landnahme.