Hansjörg Schneider erzählt vom Aargau, der Landschaft, die ihn geprägt hat. Von den sanften Hügeln und Auen und der kargen, autoritären Atmosphäre seiner Kindheit und Jugend in den Nachkriegsjahren. Von der Studentenzeit in Basel bis hin zum Aufbruch in ein Leben für die Literatur. Woher kommt ein Schriftsteller? Authentisch, berührend und kein bisschen milde zeichnet Hansjörg Schneider nach, wie er wurde, wer er ist.
Eine stimmige, schnörkellose Autobiografie von Hansjörg Schneider. Mir gefällt sein Stil, der weit weg von Pathos ist und viel über seine Lebenshaltung aussagt. Der Autor von „Sennetuntschi“ oder der Krimireihe mit Kommissar Hunkeler ist vor allem auch mit dem Theater verbunden und erzählt von den goldenen Jahren des Theaters Basel mit Werner Düggelin und dem gleichzeitigen Kampf in diesem Haifischbecken. Schneider zeigt sich in diesen Schilderungen verletzlich auf eine schlichte Art, das gefällt mir sehr gut. Für mich war die Lektüre ein Eintauchen in meine Wohnregion, gekoppelt mit vielen eigenen Erinnerungen.
Vier Sterne weil der erste Teil über die Jugend des Autors mir sehr gut gefallen hat. Ich bin in der Region aufgewachsen und dadurch war Vieles erkennbar. Danach war es zwar interessant, aber stilistisch nicht gerade von guter Qualität.