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Das Alphabet der Schöpfung

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Wohin geht die Menschheit?
Journalist Alexander Lindahl bekommt das lukrative Angebot, ein Buch über das aufstrebende Gentechnik-Unternehmen Phoenix zu schreiben. Zunächst ist er von den kühnen Zukunftsvisionen der Firma fasziniert, alles scheint möglich. Doch dann stößt er auf ein geheimes Hybrid-Forschungsprogramm, und die glänzende Fassade stürzt in sich zusammen. Phoenix überschreitet auf eine nie geahnte Weise die Grenzen der Ethik, und bald merkt Lindahl: Nicht nur sein eigenes Leben, sondern die Zukunft der menschlichen Spezies steht auf dem Spiel.

464 pages, Hardcover

First published September 1, 2018

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Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for Tina (Sips & Scares).
277 reviews22 followers
November 4, 2018
Spannender Wissenschaftsthriller rund um Ethik und Forschung, Epigenetik und nichts weniger als die Zukunft der menschlichen Spezies.

Wenn ihr meinen Blog schon länger verfolgt, wisst ihr, dass ich eigentlich keine Thriller lese. Zu dick, zu unspannend, alles bei den Haaren herbeigezogen – das waren meine bisherigen Erfahrungen mit diesem Genre. Zugegeben, einige interessante Titel habe ich schon gelesen, allerdings waren die mir immer zu gruselig. Doch in meiner aktuellen Lesewut zum Thema Tod und Seele kam mir I. L. Callis‘ Thriller „Das Alphabet der Schöpfung“ gerade recht, denn es geht um nicht weniger als um die Erschaffung von synthetischem Leben, Genveränderungen und die Zukunft der Spezies „Mensch“. Klingt ziemlich hochtrabend? Vielleicht, aber genau das macht diesen Thriller so spannend! Wir lernen Protagonisten Alex an einem normalen Tag bei seiner Arbeit kennen. Er arbeitet als freiberuflicher Journalist und Texter für das MAGAZIN. Doch wirklich Freiheit bei dem, was er schreibt, hat er nicht, und so wird sein bereits fertiger Report zum Elend in Afrika durch eine Tourismus-Spalte mit traumschönen Bildern ersetzt. Glücklicherweise erhält er zeitgleich einen Anruf von seinem alten Freund Max, der einen Gentechnik-Konzern leitet, und erhält das Angebot seines Lebens: Er soll die Arbeit von Phoenix, so der Name des Giganten, in einem Buch zusammenfassen. Klingt spannend, denkt Alex, willigt ein und findet sich bald in einem Alptraum wieder. Die Mitarbeiter von Phoenix scheinen zwar auf den ersten Blick alle sympathisch, doch ihm wird ein Aufpasser an die Seite gestellt, der ihn rund um die Uhr verfolgt und jeden seiner Schritte überwacht, und bereits am ersten Tag flüstert ihm eine Kollegin die Worte „Wir müssen reden. Phoenix verheimlicht etwas.“ ins Ohr und setzt damit eine Reihe von Ereignissen in Gang, mit denen Alex so nicht gerechnet hätte.

"Phoenix – der Wiedergeborene. Der mythische Vogel, der am Ende seines Lebens verbrennt oder stirbt und aus der Asche oder dem verwesenden Leib wieder aufersteht. Warum hatte Max ausgerechnet diesen Namen gewählt?"

Dass ich nochmal einen Thriller lese, hätte ich ja nicht gedacht, deshalb bin ich umso glücklicher, I. L. Callis‘ „Das Alphabet der Schöpfung“ gelesen zu haben. Da ich Thrillern gegenüber skeptisch eingestellt bin (wo ist nur mein Lesen außerhalb der Komfortzone Spirit hin?), bin ich nicht komplett neutral an den Text herangegangen, sondern mit einer Erwartungshaltung, dass mir dieses Genre doch eigentlich nicht zusagt. Doch I. L. Callis hat es geschafft, mich vom Gegenteil überzeugen: Während die Charaktere nicht immer ausgefleischt waren und selbst unser Protagonist Alex nicht der Sympathischste ist, hat mich die Story doch sofort in ihren Bann gezogen. Das Unternehmen Phoenix und dessen Forschung ist auch auf Seite 400 noch interessant und glaubwürdig. Auch haben mir die vielen ethischen Aspekte gefallen, die die Charaktere regelmäßig in Grundsatzdiskussionen (bzw. die Ablehnung ebensolcher) stürzen; zu Beginn seiner Recherchen ist Alex fassungslos, was bei Phoenix hinter verschlossenen Türen geschieht. Am Rande erfahren wir noch von zwei Kindern, die sich zu einem Ausflug ins Moor begeben haben, doch nur eines kehrt zurück. Wenige Tage später setzt eine Forensikerin, deren Schicksal wir auch begleiten, alles daran, die Leiche eines im Moor gefundenen Kindes zu identifizieren, und stößt dabei auf DNA-Spuren, die nichts ähneln, was menschlich oder tierisch ist. Und langsam scheinen sich die verschiedenen Erzählstränge zusammenzufügen.

Weiterlesen: https://killmonotony.de/rezension/thr...
Profile Image for Tealo.
465 reviews
April 5, 2021
"Vereinfacht ausgedrückt, arbeiten wir an der Neuschöpfung der Natur. Willkommen bei Phoenix [...]" S.67

Als Journalist ist Alexander, der zur Zeit für ein Magazin arbeitet, sehr unzufrieden. Da kommt ihm ein Angebot von einem alten Schulfreund gerade recht: Er soll ein Buch über die große Gentechnik-Firma "Phoenix" schreiben.
Zunächst bewundert er den Teamspirit und die fortschrittlichen Arbeitsweisen, doch dann stößt er auf Ergebnisse eines seltsamen Forschungsprojektes über Tier-Mensch-Hybriden.

Ein Buch über Moral, ethische Grenzen und wann diese überschritten sind, Epigenetik und synthetische Biologie, die Vergangenheit und Zukunft des Menschen, Freundschaft, Vertrauen und Verrat,...
Dieses Buch hat mich über das Osterwochenende begleitet und mir jede freie Minute "geraubt". Zu Recht. Die ersten Kapitel werfen viele Fragen auf und man wird sofort in einen Strudel der Geheimnisse hinein gesogen. Auch ein leichtes, unwohles Gefühl schwingt während des ganzen Buches mit.
Die Charaktere waren zwar nicht ganz so tiefgründig ausgearbeitet, aber das war für mich nicht notwendig. Ich habe mich gleich zu Beginn gefragt, warum eine Firma, welche etwas verbirgt, einen Journalisten die Türen öffnet und quasi freien Zutritt gewährt - und damit natürlich riskiert, dass das Geheimnis auffliegt... Lässt man diesen Fakt jedoch außer Acht, ist dies ein absolut lesenswertes Buch, welches den Leser selbstverständlich zum Nachdenken über die Moral der Forschungen anregen soll und mit der Frage zurück lässt, ob es vielleicht wirklich schon solche Experimente gibt!?
Profile Image for fili.
275 reviews36 followers
March 19, 2019
Eine spannende Erzählung rund um das Thema synthetisches Leben, Genveränderung und die Zukunft der Spezies Mensch. Über die Möglichkeiten der heutigen Wissenschaft, ethische Grenzen und darüber, welche Folgen es haben kann, wenn der Mensch dem Götterkomplex verfällt und diese überschreitet. Ob einem die Epigenetik bereits ein Begriff ist, oder man zuvor noch nie von ihr gehört hat, spielt beim Lesen keine Rolle, denn der Wissenschaftliche Aspekt ist (leider) nicht so tiefgehend, als dass Laien den Vorgängen nicht folgen könnten.
Die Autorin hat ordentlich recherchiert und einen glaubhaften Thriller geschrieben, der einen nachdenklich zurück lässt.
Profile Image for Klara Zoll.
23 reviews
February 11, 2019
Gut geschrieben nur meines Erachtens waren es zu viele Figuren von denen mind. 3 keine wirkliche Bedeutung hatten und damit die Geschichte unnötig in die Länge zogen. Wenn man aber so auf wissenschaftliche Endzeit-Thriller steht, ist man hiermit gut beraten.
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