Finn, fünfzehn Jahre alt, Trennungskind und Matheniete, Musikliebhaber und leidenschaftlicher Kletterer, erleidet bei einer seiner Touren einen schweren Unfall. Aus dem Koma jedoch erwacht er mit neuem Geist: Die bis dahin unterschwellige Rebellion gegen den verhassten Stiefvater wird zu einer offenen und mündet in einer politisch motivierten Aktion, in deren Folge Finn und seine ganze Clique Reißaus nehmen müssen. Ihre gemeinsame Reise durch die Hitze des Sommers gleicht einem Roadmovie, wobei allein Finn ein konkretes Ziel vor Augen hat. Oder besser gesagt zwei: seinen leiblichen Vater zu finden, und die Wand zu bezwingen, die ihn abgeworfen hat … Rebellion, überschwängliche Gefühle, unaussprechliche Sehnsüchte, politischer Aktivismus und erste Liebe: Manfred Rumpl verpackt all das in einen mitreißenden All-Ager, der große Themen unserer Zeit anspricht.
Ich kann das Buch empfehlen, wenngleich es auch nicht zu meinen absoluten Favoriten zählt :) Um ehrlich zu sein ist mir die erste Hälfte des Buches sehr schwer gefallen. Der Schreibstil, geprägt von Metaphern und Ausdrücken, für die es teilweise Hintergrundwissen bedarf, war nicht einfach für mich zu lesen. Doch im Laufe des Buches wurde es einfacher den Inhalt zu durchdringen, vielleicht weil ich mich daran gewöhnt habe, vielleicht weil mehr passiert ist und es spannender wurde. Genau kann ich es nicht sagen, doch die zweite Hälfte hat mir sehr gut gefallen! Finn’s Eindrücke beim Erklettern von Fels- und Hauswänden fühlen sich lebendig an und erlauben einen Einblick in eine faszinierende Welt, in die ich zuvor noch nie eingetaucht bin.